07/21/2021
"Der korrekte Sitz ist daher nicht die Marotte eines aufsässigen Reitlehrers, sondern wird von unumstößlichen physikalischen Gesetzen diktiert.
Jede Vernachlässigung dieses Grundsatzes setzt dem Vorwärtskommen sehr bald Grenzen, geschweige erst seine völlige Negierung!
Echte Harmonie zwischen Reiter und Pferd, die den "Ausdruck" und damit gleichzeitig den "Eindruck" der Darbietung bestimmt, kann es daher erst geben, wenn der Reiter seine Einwirkungen mit den Bewegungen des Pferdes so fein abzustimmen vermag, daß sie auch wirklich helfend und nicht zusätzlich noch störend wirken.
[...] Die Qualität des Sitzes bestimmt, ob man überhaupt von "Reiten" sprechen kann, oder ob das Pferd einfach mit der auf seinem Rücken befindlichen "Last" fertig werden muß.
Seine oberflächliche Behandlung zählt zweifellos zu den schwerwiegendsten Mängeln bei der Ausbildung eines jungen Reiters."
Kurt Albrecht: Dogmen der Reitkunst