06/15/2025
Unseren nächsten großen Trail haben wir heute gestartet.
Vor zwei Tagen sind wir von New York City nach Portland in Oregon geflogen, und haben erst mal eine Ruhetag in Portland verbracht. Hayden Island inmitten des Columbia Rivers ist wirklich eine hübsche kleine Insel und das Holiday Inn dort in direkter Flughafen Nähe ist wirklich zu empfehlen.
Danach ging es dann weiter nach Seaside in Oregon, wo wir für die ersten Tage Station beziehen werden.
Leider überraschte uns nicht wirklich gutes Wetter. Ausgerechnet am Samstag, an dem wir mit unserem ThruHike starten wollten, sollte es regnen. Wir hatten jedoch Glück und die Regenwolken geblieben über dem Bundesstaat Washington hängen und überquerten nicht den Columbia River. Lediglich die Tageshöchsttemperaturen während des Hikes von 12 °C Verbunden mit einem strammen Nordwind aus Alaska waren recht frisch. Niemand hatte uns gewarnt, dass man selbst im Sommer Handschuhe brauchen würde. Dringende Empfehlung: Habt auf jedem Fall Handschuhe mit im Gepäck.
Nachdem wir den Stevens State Park gereicht hatten, bestiegen wir die kleine Aussichtsplattform, die aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse allerdings keinen wirklich weiten Blick bot. Normalerweise kann man von dort wunderbar bis nach Astoria hinüber blicken und die berühmte Brücke aus dem Film die Goonies sehen.
Vom Stevens State Park Ging es durch kleines, verwunschenes Wäldchen Runter an den Strand, dem man nach einer kleinen Kletterei über große Felsblöcke erreichte.
Am Strand begrüßt uns dann auf einem Schild sitzend, ein Weisskopf Seesadler. Das War eine nette Willkommensbegrüssung für unseren langen Hike.
Die nächsten 20 km sollten dann eine reine Strandspaziergang werden. Der Sand ist hier perfekt zum wandern geeignet, da er nicht zu weich ist wie in Rhode Island. Durch den strammen Nordwind bekommt man zu dem auf dem Southbound Hike zusätzliche Unterstützung.
Man wandert immer mit Blick auf die Berge, die bei Cannon Beach beginnen.
Wenn man das Wrack, der Peter Iredale erreicht, Wird es etwas voller. Es ist erlaubt, auf diesem Strandabschnitt mit dem Auto zu fahren, was viele Amerikaner auch nutzen, um mit ihren Kindern bei diesem Schiffsfrack zu spielen. Das Schiff strandete hier im Jahr 1906 und ist seitdem eine touristische Attraktion.
Die ganze Region ist auch als Schiffsfriedhof bekannt, da der Columbia River vor allem während der Schneeschmelze im Frühjahr mehr Wasser führen kann, als der Mississippi. Dies führt aufgrund des Süßwassereintrags an der Mündung zu unkontrollierten Strömungen, die charmanten Schiff zum Verhängnis geworden sind. Aber nicht nur diesen: Auch Wale und Robben können den Strömungen zum Opfer fallen. Auf unserer Wanderung haben wir am Strand einen toten Wal gesehen und zwei tote Robben, Relativ dicht beieinander. Sie scheinen hier von der Strömung an Land gespült worden und dort verendet zu sein.
Nach knapp 20 km Und hinter dem Militärcamp, das zuweilen bei Truppenübungen zu einer Sperrung des Strandes führen kann, erreicht man dann ersten Ort, Gearhart.
Hier haben wir uns ein Restaurant gesucht und sind vom Hike abgewichen. Leider haben am Samstag viele Restaurants geschlossen, aber ein chinesisches Restaurant The Great Wall hatte noch geöffnet. Die Qualität war nicht überragend, aber nach 25 km kam uns das Essen dennoch recht.
Morgen soll das Wetter dann besser werden, und wir machen uns daran, die Berge von Seaside nach Cannon Beach Zu überwinden. Immerhin fast 500 Höhenmeter.
Übernachtet haben wir im International Seaside Hostel. Die Familienzimmer sind für vier Personen und einen Hund recht eng. Für Solowanderer aber dennoch zu empfehlen.