10/07/2021
Ich wurde neulich gefragt, woher ich die Kraft früher während meiner leistungssportlichen Karriere hatte. Ich konnte es gar nicht wirklich beantworten.
Ich ging zum Training nicht weil meine Eltern es wollten, oder zum Spaß…. Ich ging zum Training weil ich es liebe. Meine Liebe zu dieser Sportart sitz tief in mir drin und ich werde nie das Gefühl vergessen, wie ich täglich zur Trainingshalle ging.
Ich glaube auf dem Weg vom Internatszimmer in die Halle habe ich alle möglichen Gefühle durchlebt. Freude, Liebe, Angst, Hass, Müdigkeit, Erschöpfung, Schmerzen, Glück.
Dort war eine Leichtathletik 100m Bahn. Von Schritt zu schritt näher zur Halle wurde ich immer trauriger und ängstlicher, einfach müde. Ich wollte nach hause zu meinen Eltern, weinen und mich verstecken….
Sobald ich aber durch die Tür gegangen bin und in der Halle stand, war alles vergessen und ich hatte Glücksgefühle. Und die 8Stunden Training waren verdammt anstrengend aber ich habe es geliebt und wenn ich jetzt darüber nachdenke, spüre ich all diese Gefühle und habe Gänsehaut.
Das traurige ist, dass viele nicht verstehen können, wieso ich solch ein Training und Gefühl mitgemacht habe. Die meisten Kinder heutzutage haben und werden dieses Gefühl nie erleben.
Ich vermisse dieses Gefühl bei den Kindern. Viele kommen zum training nur, weil die Eltern es wollen oder sie Spaß haben sollen. Aber in solch einer Sportart geht es um mehr, als nur einbisschen Spaß und mit dem Bändchen rumwedeln…