31/05/2025
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Wenn ein Kapitel endet – Die leise Kunst des Loslassens
Manchmal spüren wir es nicht sofort.
Nur dieses leise Ziehen im Inneren,
dieses kaum hörbare Flüstern:
„Hier ist etwas zu Ende.“
Kein Drama. Kein Knall.
Nur ein stiller Punkt
am Ende eines langen Satzes.
Das Leben spricht nicht immer in Abschieden,
manchmal spricht es in Pausen.
In Momenten, in denen wir merken,
dass wir nicht mehr wachsen
an dem Ort,
in der Rolle,
im alten Traum.
Ein Kapitel zu beenden heißt nicht: scheitern.
Es heißt: reifen.
Es ist der Mut, den Stift aus der Hand zu legen,
nicht weil die Geschichte wertlos war,
sondern weil sie vollständig ist.
Abschiede tun weh.
Auch wenn wir wissen,
dass sie richtig sind.
Denn wir lassen nicht nur Menschen, Orte oder Zeiten zurück –
wir lassen eine Version von uns zurück,
die dort zu Hause war.
Doch jedes Ende trägt einen Anfang in sich.
Und manchmal ist das, was wir für Verlust halten,
in Wahrheit ein Raum,
den wir neu mit Leben füllen dürfen.
Kapitel enden nicht immer,
weil etwas falsch war.
Oft enden sie,
weil wir weitergewachsen sind.
Weil wir uns nicht länger klein machen wollen,
um in die alten Seiten zu passen.
Das Loslassen ist keine Kapitulation.
Es ist eine Entscheidung für das Jetzt.
Für die Wahrheit,
die sich nicht mehr verbiegen lässt.
Manche Kapitel dürfen wir ehren,
nicht wiederholen.
Manche Türen schließen sich,
nicht aus Härte,
sondern aus Fürsorge.
Und wenn wir still genug werden,
hören wir es:
Das Leben flüstert weiter.
Neue Sätze warten.
Neue Wege.
Denn wer den Mut hat,
ein Kapitel zu beenden,
macht Platz für das,
was wachsen will.
Nicht gegen die Vergangenheit –
sondern mit ihr als Wurzel.
In Liebe
Dein Glücksstern-Funken
Art: Pinterest