Neohippus - Myriam Zimmer

Neohippus - Myriam Zimmer Die Natur des Pferdes (er)kennen und dadurch Haltung und Umgang optimieren. Vum Urpferd bis zu den neusten Erkenntnissen.

informiert 🔎
reflektiert 🤔
lösungsorientiert 💡

By Myriam Zimmer

📍Luxemburg

01/09/2026

Wurzeln und Vision 🌱🚀

In meinem Logo steckt die Geschichte: Eohippus, das Urpferd, erinnert uns an das Fundament und das Wesen dieser Tiere. Neo steht für den modernen, kompetenzorientierten Blick, den wir heute einnehmen.

Dass dieses Logo nun in Bewegung kommt, ist kein Zufall. Es steht für die Evolution, die wir gemeinsam mit unseren Pferden durchlaufen. Wir bleiben nicht stehen – wir entwickeln uns weiter, lernen dazu und bringen das Wissen in den Fluss der Bewegung.

Wahre Stärke braucht Wurzeln, aber sie entfaltet sich erst in der Freiheit des Vorwärts. 🌿✨

Seid ihr bereit für den nächsten Schritt in eurer Entwicklung?

28/08/2026

Freiheit ist eine Entscheidung – Von der Halle in den Alltag ⛓️‍💥

Wahre Partnerschaft zeigt sich nicht dort, wo wir das Pferd anbinden, sondern dort, wo wir ihm die Freiheit geben, zu bleiben.

Das Video zeigt einen Moment, der für mich pure Selbstwirksamkeit bedeutet: Mein Pferd steht beim Abduschen komplett frei. Kein Strick, kein Halfter, kein Zwang. Es bleibt bei mir, weil es sich sicher fühlt und gelernt hat, Eigenverantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

Der Weg zur Freiheit:
Dieser Zustand ist kein Zufall. Wir haben lange im geschützten Rahmen – im Roundpen, in der Halle und auf dem Platz – geübt. Erst als die Kommunikation dort sicher saß, haben wir diesen Dialog in den Alltag übertragen.

Heute nutze ich jede Gelegenheit, um diese Verbindung zu vertiefen:

• Führen über den Hof: Oft nur mit dem Strick locker um den Hals oder komplett frei.
• Alltagsroutinen: Wie hier beim Waschen, wo das Pferd die Freiheit hat, sich zu bewegen, sich aber bewusst für die Ruhe entscheidet.

„SINNvoll Lernen“ bedeutet für mich, dem Pferd so viel Freiheit wie möglich und so viel Eigenverantwortung wie nötig anzuvertrauen. Wenn wir den Zwang weglassen, geben wir dem Pferd erst die Chance, sich wirklich für uns zu entscheiden. ✨🌿

Wie viel Freiheit traust du deinem Pferd im Alltag schon zu? Wo sind eure nächsten Schritte? 👇

25/08/2026

Lifelong Learning – Der Wert des geschulten Blicks. 🐴📖⚖️
Egal wie viel Erfahrung wir haben, egal wie tief wir in der Theorie stecken: In der Pferdeausbildung ist Lifelong Learning kein Schlagwort, sondern eine Notwendigkeit.

Wir sitzen im Sattel, sind mitten im Geschehen und versuchen, unser Bestes zu geben. Doch genau deshalb ist der Blick von außen durch einen kompetenten Trainer oder Beobachter so unbezahlbar.

Warum Lifelong Learning den Unterschied macht:

• Sensorische Betriebsblindheit: Nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an kleine Unstimmigkeiten im Takt oder in der Anlehnung. Der Körper gleicht vieles aus, ohne dass wir es bewusst merken.
• Die Brücke zur Biologie: Ein guter Ausbilder sieht nicht nur den Fehler, sondern erkennt das dahinterliegende Muster: Ist es ein körperliches Defizit, eine mentale Überforderung oder ein Timing-Problem?
• Gemeinsames Wachsen: Wahre Kompetenz zeigt sich darin, bereit zu sein, sich korrigieren zu lassen. Nur wer selbst offen bleibt für neue Impulse, kann seinem Pferd ein fairer und verlässlicher Partner sein.

Weiterbildung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern die Voraussetzung für echte Qualität im Training. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, jeden Tag ein Stück bewusster hinzusehen.

Wann hast du das letzte Mal den Blick von außen gesucht? Wer hilft dir dabei, deine blinden Flecken zu erkennen? 👇

Thanks and for your expertise and teaching!

Einfach mal wertschätzen, was ist. 🌄🐴Manchmal jagen wir im Training dem nächsten Ziel hinterher, analysieren jede Bewegu...
21/08/2026

Einfach mal wertschätzen, was ist. 🌄🐴

Manchmal jagen wir im Training dem nächsten Ziel hinterher, analysieren jede Bewegung und wollen alles perfekt machen. Doch der schönste Moment im Stall ist oft der, in dem wir einfach nur in den neuen Tag starten und zusehen.

Keine Erwartungen, kein Leistungsdruck, keine To-Do-Liste. Einfach nur zwei Pferde, die im ruhigen Morgenlicht grasen, und die tiefe Zufriedenheit des Augenblicks.

Wahre Partnerschaft zeigt sich auch darin, den Status quo als vollkommen zu erkennen. 🌿🌅

Wann hast du heute Morgen im Stall einfach mal innegehalten? 👇

19/08/2026

Zurück in die Bewegung – Vom Schritt zum Galopp. 🏇🌳🌅

Heute flitzen wir wieder im Galopp durch den Wald. Ein Moment, der nach dem Unfall verloren schien.

Der Weg zurück in die Bewegung ist keine gerade Linie, sondern ein Prozess aus Vertrauen und Verständnis. Wir sind nicht einfach „wieder geritten“. Wir haben die Bewegung neu aufgebaut – bewusst, gezielt und sinnvoll - immer mit Blick auf das Nervensystem.

Ich teile einen Teil unserer Geschichte, weil ich weiß, wie schwer es ist, die Hoffnung nicht zu verlieren. Weil ich Pferde und Menschen begegne, welche jetzt in dieser Situation sind. Weil ich seit vielen Jahren auch mit Menschen mit Behinderungen arbeite und diese Art von Trauer, Bewältigung und wieder Leben zulassen zu meinem Alltag gehört. Ich möchte auch Pferdemenschen darin unterstützen, nicht nur die Diagnose zu verwalten, sondern das Potenzial zu sehen, das noch in ihrem Pferd steckt.

Vom Klinikaufenthalt zurück zur Lebensfreude – es ist möglich. Und es lohnt sich, jeden einzelnen Tag dafür zu kämpfen. 🌿❤️

Was ist dein größter Erfolgsweg nach einer schweren Zeit?

Teil 3: Fokus auf Kompetenz – Den Blickwinkel ändern. ⚖️💡Nach dem Schock kommt die schwerste Arbeit: Sich aus dem Loch r...
18/08/2026

Teil 3: Fokus auf Kompetenz – Den Blickwinkel ändern. ⚖️💡

Nach dem Schock kommt die schwerste Arbeit: Sich aus dem Loch rauszukämpfen und zu fragen: „Was ist jetzt möglich?“

In meiner Zeit der Reha mit meinem Pferd habe ich gelernt, dass wir die Kompetenz des Pferdes nicht verlieren, nur weil der Körper gerade eingeschränkt ist. Wir haben angefangen, die sensorische Förderung neu zu entdecken. Wenn wir nicht rennen können, können wir fühlen. Wenn wir nicht springen können, können wir denken.

Es geht darum, die kleinen Siege zu feiern. Der erste schmerzfreie Schritt, die erste bewusste Reaktion auf eine feine Hilfe am Boden. Wir fördern die Selbstwirksamkeit des Pferdes genau dort, wo es gerade steht. So wird aus einem „Patienten“ wieder ein aktiver Partner.

Indem wir die Kompetenz stärken, die noch da ist, geben wir dem Körper die beste Basis für die Heilung. ✨

Teil 2: Das unsichtbare Gewicht – Warum diese Trauer so anders ist. 🌀⚖️Nach dem Schock der Diagnose folgt eine Phase, fü...
18/08/2026

Teil 2: Das unsichtbare Gewicht – Warum diese Trauer so anders ist. 🌀⚖️

Nach dem Schock der Diagnose folgt eine Phase, für die es oft keine Worte gibt. Es ist ein Zustand permanenter emotionaler Belastung, der weit über die Sorge um die körperliche Heilung hinausgeht. Wenn wir verstehen, was wir da eigentlich durchmachen, können wir anfangen, uns selbst mit mehr Mitgefühl zu begegnen.

Die 5 Säulen dieser besonderen Belastung:

1. Uneindeutige Trauer: Es gibt keinen klaren Endpunkt. Man trauert um die Beziehung und das Pferd, wie es vor dem Unfall war, während man sich gleichzeitig mit aller Kraft um sein „neues Ich“ kümmert. Es ist ein Abschied auf Raten von gemeinsamen Träumen.
2. Chronischer Kummer: Die Trauer ist nicht linear. Sie flammt immer wieder neu auf, wenn im Alltag Barrieren sichtbar werden – sei es der leere Reitplatz oder der Vergleich zum früheren, unbeschwerten Leben.
3. Rollenwechsel und Überlastung: Von der Reiterin zur Pflegerin, zur Krisenmanagerin, zur Therapeutin. Eigene Bedürfnisse und Lebensentwürfe müssen radikal zurückgestellt werden, was oft zu einer totalen Erschöpfung führt.
4. Schuldgefühle durch Ambivalenz: Gefühle von Überforderung oder der heimliche Wunsch nach dem „alten Leben“ erzeugen oft massive innere Konflikte. Man schämt sich für diese Gedanken, dabei sind sie eine völlig normale Reaktion auf eine abnormale Belastung.
5. Hoffnungsschleifen: Der Heilungsprozess der Seele wird blockiert, weil man permanent zwischen der Hoffnung auf Besserung und der harten Akzeptanz der Realität schwankt. Dieses „Vielleicht doch?“ verhindert das Ankommen im Hier und Jetzt.

Das zu erkennen, ist der Schlüssel. Erst wenn wir verstehen, dass wir uns in einem hochkomplexen Trauerprozess befinden, können wir den Druck rausnehmen. Heilung braucht nicht nur Zeit für das Pferd, sondern auch Raum für die Seele des Menschen. 🌿✨

Teil 1: Wenn die Welt stillsteht. 🌀🏥Diagnose: Griffelbein-Bruch, gesplittert. Zerrissene Sehne. 2 Monate Klinik. 6 Monat...
16/08/2026

Teil 1: Wenn die Welt stillsteht. 🌀🏥

Diagnose: Griffelbein-Bruch, gesplittert. Zerrissene Sehne. 2 Monate Klinik. 6 Monate Reha, nur um wieder Schritt gehen zu können… Das war unsere Realität vor ein paar Jaren

Wenn solche Nachrichten einschlagen, zieht es einem den Boden unter den Füßen weg. Ich war am Boden zerstört. 💔

Monatelanges Bangen folgten, riesige Zeit- und Geldinvestitionen und eine völlig ungewisse Zukunft. In diesem Moment wird der Unfall oder die Krankheit zur alles beherrschenden Identität des Pferdes. Man sieht nur noch das „Kaputte“. Der Verlust, die Trauer und die Angst sind sehr stark. Diese begleiten Krankheit oder Unfälle, anders noch als bei einem Todesfall, aber dennoch sehr stark und einnehmend.

Der erste Schritt aus dem Loch:
Anerkennen, dass die Diagnose ein Teil der Realität ist, aber nicht die gesamte Identität deines Pferdes ausmacht. Heilung braucht ein Nervensystem, das wieder Sicherheit erfährt – bei uns und beim Pferd. Wir müssen lernen, den Fokus Stück für Stück von dem Verlust und der Angst weg und hin zu dem zu lenken, was in diesem Moment möglich ist. Auch wenn es nur ein gemeinsames Stehen ist. 🌿

Wer steckt gerade in dieser Spirale fest? Du bist nicht allein. Ich selbst bin immer noch aus tiefstem Herzen dankbar allen Menschen und Pferden die uns während der Genesung begleitet haben, jede einzelne Geste und jede Hilfe haben es uns ermöglicht es zu schaffen und jetzt noch Jahre später die Zeit zusammen zu genießen 🍀💪🦄


Wenn die Krankheits-Spirale zuschlägt: Wie wir den Weg zurück finden. 🌀🚫Eine Diagnose, eine Lahmheit, eine chronische Ge...
15/08/2026

Wenn die Krankheits-Spirale zuschlägt: Wie wir den Weg zurück finden. 🌀🚫

Eine Diagnose, eine Lahmheit, eine chronische Geschichte – und plötzlich dreht sich alles nur noch um das „Defizit“. Wir landen in einer Spirale aus Tierarztbesuchen, Medikamentenplänen und der ständigen Angst vor dem nächsten Rückschlag.

Das Problem: Nicht nur der Körper des Pferdes ist im Alarmmodus, sondern auch unser eigener Kopf. Wir sehen nur noch das Kranke, das Kaputte, das Eingeschränkte.

Der erste Schritt aus der Spirale:
Anerkennen, dass die Diagnose ein Teil der Realität ist, aber nicht die gesamte Identität deines Pferdes ausmacht. Wir müssen lernen, den Fokus wieder auf das zu richten, was noch möglich ist.

In dieser neuen Reihe schauen wir uns an, wie wir den Weg von der „Problem-Fixierung“ zurück zur Förderung und zur gemeinsamen Freude finden. Denn Heilung braucht ein Nervensystem, das wieder Sicherheit und positive Reize erfährt. ⚖️🌿

Wer steckt gerade in dieser Spirale fest oder hat den Weg bereits herausgefunden?

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Herridarholi
Hella
851

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