Intourist Babelsberg

Intourist Babelsberg Druzhba, wir sind ein Babelsberger Groundhopping-Kollektiv und wollen euch auf dieser Seite mit Fußball und Kultur aus der ganzen Welt versorgen.

Renier präsentiert noch einen Doppelspieltag aus Istanbul...Am nächsten Tag stand das Fatih Mimar Sinan Stadyumu auf dem...
12/06/2026

Renier präsentiert noch einen Doppelspieltag aus Istanbul...

Am nächsten Tag stand das Fatih Mimar Sinan Stadyumu auf dem Programm. Zwei Spiele der 2. Amatör Lig sollten dort um 14 Uhr beziehungsweise 16 Uhr stattfinden. Dass dieser Nachmittag deutlich ereignisreicher werden würde als ursprünglich erwartet, war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht abzusehen.
Der Weg führte erneut durch Fatih. Rund um die imposante Fatih-Moschee entsteht eine Atmosphäre, die selbst für Istanbul außergewöhnlich wirkt. Traditionelle Kleidung dominiert das Straßenbild, zahlreiche Geschäfte bieten orientalische Gewürze, Süßigkeiten und Handwerkskunst an. Berufe wie Schirmmacher, Hutmacher oder Kesselflicker begegnet man dort tatsächlich noch. Fast alle Frauen sind verschleiert, viele Männer tragen traditionelle Gewänder und das gesamte Viertel wirkt wie eine kleine Zeitreise mitten in einer Megacity mit über 15 Millionen Einwohnern.
Mitten im Wohngebiet liegt das Fatih Mimar Sinan Stadion. Ein echter Käfig. Meterhohe Zäune umgeben die Anlage vollständig. Eine große überdachte Tribüne steht auf der Gegengeraden, hinter einem Tor befindet sich auf einer erhöhten Ebene ein Parkplatz samt Sportcafé. Auf der anderen Seite entstand gerade eine neue Tribüne. Kostenloser Eintritt inklusive.

24.05.2026 Küçükpazar – Güneştepe 2:4 (2:1) Spielabbruch in der 90.+1 Minute - Fatih Mimar Sinan Stadyumu – 2. Amatör Lig (9. Liga TUR) - 120 Zs.

Im Sportcafé wurden zunächst Schwarztee, türkischer Kaffee und hausgemachte Limonade getestet. Bier war in Fatih erwartungsgemäß nicht erhältlich. Neben uns saßen einige Polizisten, spielten am Handy und genossen ebenfalls ihren Tee. Vermutlich gingen auch sie von einem ruhigen Sonntagnachmittag aus.
Das Spiel entwickelte sich überraschend gut. Es wurde gesungen, gepöbelt und gekämpft. Küçükpazar führte zur Pause mit 2:1, doch in der zweiten Halbzeit wurde die Partie zunehmend hitziger. Die Zweikämpfe bewegten sich irgendwo zwischen Fußball und Körperverletzung mit sportlichem Hintergrund. Man merkte als Zuschauer, dass hier ordentlich Spannung im Kessel war.
Etwa zehn Minuten vor Schluss begann hinter der Gegengeraden bereits das Aufwärmen der Mannschaften für das nächste Spiel. In der 88. Minute zeigte der Schiedsrichter neun Minuten Nachspielzeit an. Verständlich angesichts der zahlreichen Unterbrechungen.
Kurz vor der Ausführung eines Freistoßes entschied sich die Nummer 2 der Gäste dazu, der Nummer 9 des Gastgebers seine Meinung auf besonders direkte Art mitzuteilen. Nicht verbal, sondern per Faustschlag. Eine Kommunikationsform, die regeltechnisch umstritten ist.
Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich das Fußballspiel in etwas, das entfernt an einen schlecht organisierten Mittelaltermarkt erinnerte. Zunächst rannten die Spieler beider Mannschaften aufeinander los. Dann kamen die Ersatzspieler hinzu. Kurz darauf die Trainer und Betreuer. Irgendwann verlor man komplett den Überblick, wer eigentlich zu welcher Mannschaft gehörte und wer lediglich zufällig in der Nähe stand.
Während man noch versuchte zu verstehen, wer gegen wen kämpfte, betraten plötzlich die Ordner die Bühne. Diese wirkten allerdings weniger wie klassisches Sicherheitspersonal, sondern eher wie die Besetzung einer türkischen Rockerkneipe. Statt zu schlichten, beteiligten sie sich mit bemerkenswertem Enthusiasmus am Geschehen.
Nun wurde auch die Polizei aktiv. Die Beamten hatten bis dahin entspannt Tee getrunken und vermutlich gehofft, ihren Dienst möglichst bewegungsarm zu absolvieren. Wenige Sekunden später fanden sie sich jedoch mitten in einer Lage wieder, die aussah, als hätte jemand gleichzeitig einen Bud-Spencer-Film, den Royal Rumble und die Schlacht um Helms Klamm gestartet.
Besonders beeindruckend war die Dynamik der Situation. Kaum hatte man eine Prügelei auf der linken Spielfeldseite entdeckt, entstand bereits die nächste auf der rechten. Dazwischen rannten Personen umher, die entweder schlichten wollten oder selbst nicht mehr genau wussten, warum sie eigentlich auf dem Platz standen.
Die Mannschaften des folgenden Spiels hatten sich inzwischen hinter der Gegengeraden aufgewärmt. Auch dort schien irgendwann die Meinung entstanden zu sein, dass man sich dieses Spektakel nicht nur anschauen, sondern aktiv mitgestalten könne. So entwickelte sich die Veranstaltung endgültig von einem Fußballspiel zu einem generationsübergreifenden Gemeinschaftsprojekt.
Zu Spitzenzeiten dürften etwa 60 Personen gleichzeitig auf dem Platz beschäftigt gewesen sein. Einige kämpften, einige trennten Kämpfende, andere trennten wiederum die Trennenden. Manch einer lief einfach nur hektisch von links nach rechts und schien selbst nicht genau zu wissen, welchem Lager er angehörte.
Dem Schiedsrichter blieb angesichts der Lage nichts anderes übrig, als die Partie abzubrechen. Vermutlich überlegte er kurz, ob man die verbleibenden neun Minuten Nachspielzeit nicht doch noch irgendwie absolvieren könnte, verwarf den Gedanken aber angesichts der Tatsache, dass sich inzwischen mehr Menschen prügelten als Fußball spielten.
Besonders bemerkenswert war die Atmosphäre auf den Rängen. Niemand wirkte wirklich überrascht. Die Zuschauer beobachteten das Geschehen mit einer Gelassenheit, als würde gerade jemand die Speisekarte vorlesen. Der Kellner servierte weiterhin Tee, als sei ein Massenaufstand im Istanbuler Amateurfußball eine völlig normale Begleiterscheinung eines Sonntagnachmittags.
Nach rund zwanzig Minuten beruhigte sich die Situation langsam wieder. Witzigerweise wurde später sogar ein Ordner in Handschellen abgeführt, was angesichts seines vorangegangenen Engagements auf dem Spielfeld durchaus nachvollziehbar erschien. Tatsächlich wurde anschließend das nächste Spiel des Tages noch angepfiffen, auch wenn auf den Rängen und vor den Kabinen weiterhin intensiv diskutiert, gestikuliert und die eine oder andere offene Rechnung verbal beglichen wurde.

24.05.2026 Siirt İstanbul Spor – Bayrampaşa Demirspor 0:2 (0:1) -Fatih Mimar Sinan Stadyumu – 2. Amatör Lig (9. Liga TUR) - 120 Zs.

Das anschließende Spiel hatte es schwer. Die Aufmerksamkeit richtete sich weiterhin auf sämtliche Bewegungen außerhalb des Spielfelds. Der Kellner beobachtete inzwischen fasziniert zwei Deutsche, die bei erheblichem Konsum von Tee und Mokka Amateurfußball der untersten Istanbuler Spielklasse verfolgten.
Sportlich blieb die Partie eher durchschnittlich. Highlight waren die jungen Anhänger von Siirt İstanbul Spor. Die vielleicht 14- oder 15-jährigen Fans verfügten über ein erstaunlich konstantes Repertoire türkischer Gesänge und unterstützten ihre Mannschaft mit bemerkenswerter Leidenschaft. Es war schon beeindruckend, wie viel Herzblut dort auf der Tribüne vorhanden war, obwohl wahrscheinlich kaum jemand außerhalb des Stadtteils wusste, dass dieses Spiel überhaupt stattfand.
Auf dem Feld ging es deutlich friedlicher zu als zuvor. Wahrscheinlich hatten alle Beteiligten bereits genügend Tagesprogramm erlebt.
Der Abend wurde schließlich auf der Dachterrasse des Hotels verbracht. Mit Blick über die Dächer der Altstadt wurde der außergewöhnliche Fußballtag ausgewertet.
Die folgenden Tage standen ganz im Zeichen der Stadt. Es ging auf die asiatische Seite Istanbuls, zu einer Bosporus-Rundfahrt und nach Beşiktaş. Besonders die dreistündige Schiffstour erwies sich als überraschend gutes Angebot. Für rund 35 Euro gab es Buffet, Getränke und fantastische Ausblicke auf Paläste, Festungen und die Skyline der Stadt.
Beşiktaş wiederum wirkte fast wie eine andere Welt. Während Fatih stark religiös und traditionell geprägt erscheint, erinnert Beşiktaş eher an eine europäische Party- und Studentenstadt. Straßencafés, Bars und ein entspanntes Publikum prägen dort das Bild. Vielleicht macht genau dieser Kontrast den besonderen Reiz Istanbuls aus. Zwischen Weltkulturerbe und Wohnviertel, Muezzin und Fangesang, Bosporus und Beton, Raki und Schwarztee findet sich hier eine Stadt, die selbst nach 13 Jahren Pause noch genügend Geschichten produziert, um drei Amateurspiele zu einem kleinen Abenteuer werden zu lassen. (Renier)

Pfingsten in Istanbul. Während andere Menschen den zusätzlichen Ferientag nach Pfingsten für Gartenarbeit, Familienbesuc...
11/06/2026

Pfingsten in Istanbul. Während andere Menschen den zusätzlichen Ferientag nach Pfingsten für Gartenarbeit, Familienbesuche oder den Abbau von Grillüberschüssen nutzen, wurde im Hause Reniers bereits im Jahr 2025 die einzig vernünftige Entscheidung getroffen: Groundhopping am Bosporus. Das Brandenburgische Bildungsministerium hatte freundlicherweise den Dienstag nach Pfingsten zum Ferientag erklärt und so stand einer Reise in die türkische Millionenmetropole nichts im Wege.
Mit Pegasus Airlines ging es recht entspannt von Berlin nach Istanbul. Wobei „entspannt“ relativ ist, denn die Fluggesellschaft scheint Koffermaße mit der Präzision eines Zollbeamten auf Staatsbesuch zu kontrollieren. Wer sein Gepäck nach Augenmaß packt, lernt spätestens am Gate die mathematische Bedeutung von Millimetern kennen.
Mein letzter Istanbul-Besuch lag bereits 13 Jahre zurück. Damals im Februar hatte ich die Stadt versehentlich für ein Wintersportzentrum gehalten. So viel Schnee war gefallen, dass von vier geplanten Spielen genau eines stattfand. Immerhin durfte damals ein Spiel von Galatasaray gegen Antalyaspor besucht werden. Damals erschien Istanbul zudem noch erstaunlich günstig. Davon ist inzwischen wenig übrig geblieben. Ein Tee oder Kaffee kann mittlerweile problemlos Berliner oder Dresdner Preisniveaus erreichen. Beim Bier wird es sogar sportlich: Die Preise liegen teilweise über Londoner Niveau, obwohl dort wenigstens ein Pint serviert wird und nicht nur ein halber Liter.
Neben einem obligatorischen Aufenthalt im Weltkulturerbebereich zwischen Hagia Sophia, Blauer Moschee und den Relikten verschiedener Reiche fiel vor allem auf, dass sich die Stadt seit meinem letzten Besuch verändert hat. Besonders rund um Sultanahmet und Fatih wirkte der religiöse Einfluss deutlich sichtbarer. Gespräche mit Einheimischen zeichneten allerdings ein differenzierteres Bild. Viele jüngere Türken stehen religiösen Institutionen durchaus kritisch gegenüber und würden staatliche Gelder lieber in soziale oder gesundheitliche Systeme investiert sehen. Die Moscheen waren jedenfalls voll mit internationalen Touristen, während echte Gläubige gefühlt eher in der Minderheit waren. Eines blieb jedoch unverändert: Die Gebetsrufe der Muezzine gehören für mich weiterhin zum Klangbild Istanbuls wie die Fähren zum Bosporus.
Fußballerisch herrschte dagegen nahezu Stillstand. Die Süper Lig war bereits beendet, das UEFA-Pokalfinale Geschichte und professionelle Spiele kaum noch auffindbar. Also wurde tief in den Untiefen des Istanbuler Amateurfußballs gegraben. Ein besonderer Dank geht dabei an Gappi, der auf die Datenbank des türkischen Verbandes aufmerksam machte. Nach längerer Recherche standen mehrere Optionen zur Verfügung. Am Ende wurden drei Spiele in zwei Stadien besucht.

23.05.2026 Telsiz Spor – Bayrampaşa Demirspor 0:2 (0:1) - Merkezefendi Stadyumu – 2. Amatör Lig (9. Liga TUR) - 80 Zs.

Nach einer kilometerlangen Wanderung durch die Altstadt bis zur Galatabrücke brachte uns die Straßenbahnlinie T1 in den westlichen Teil des Bezirks Fatih. Dort befindet sich das neue Merkezefendi-Stadion, eingebettet in ein modernes Wohngebiet mit überraschend viel Grünfläche. Unweit liegt zudem das Panorama-1453-Museum, das die osmanische Eroberung Konstantinopels thematisiert.
Das Stadion selbst machte einen modernen Eindruck, wobei der Kunstrasen erstaunlich mitgenommen wirkte. Die Haupttribüne war überdacht, der Eintritt kostenlos und Gastronomie nicht vorhanden. Stattdessen konnte man gemütlich sitzen, dem Spiel folgen und den Muezzin hören, dessen Moschee sich direkt hinter der Tribüne befand.
Sportlich bewegte sich die Begegnung auf solidem Neuntliga-Niveau. Viel mehr Aufmerksamkeit zogen einige Grundschulkinder auf sich, die plötzlich die Absperrungen erklommen und einen Balljungen lautstark verbal bearbeiteten. Die Szene erinnerte entfernt an südamerikanische Ultra-Kultur im Miniformat. Beeindruckend. Zum Spiel selbst lässt sich gar nicht so viel schreiben. Ich verfolgte es ungefähr so aufmerksam, wie man früher als Jugendlicher den großen Jungs beim Playstation-Zocken zugeschaut hat.
Nach dem Spiel begann die deutlich schwierigere Aufgabe: Bier finden. In unmittelbarer Umgebung nahezu aussichtslos. Einige Straßen weiter gelang die Mission schließlich doch. In einem sympathischen Restaurant wurden gegrillte Spezialitäten, frisches Bier und Raki serviert. Besonders in Erinnerung blieb der Besitzer, der mit einer derart charmanten Mischung aus Gastfreundschaft und Verkaufstalent arbeitete, dass ein Vorbeigehen praktisch ausgeschlossen war. Preislich zeigte sich einmal mehr: Wer die touristischen Zentren verlässt, erlebt ein deutlich angenehmeres Istanbul. (Renier)

17.05.2026 TSV Wustrow - SV Rot-Weiss Trinwillershagen 0:1(0:0) - Sportplatz Direktor-Schütz-Weg - Landesklass Mecklenbu...
09/06/2026

17.05.2026 TSV Wustrow - SV Rot-Weiss Trinwillershagen 0:1(0:0) - Sportplatz Direktor-Schütz-Weg - Landesklass Mecklenburg Vorpommern - 150 Zs.

Ausflug ins Hansi-Land für den Tankkarteninhaber. In Wustrow wurde kein Fußball-Leckerbissen serviert – eher ein herzhaftes Abstiegskampf-Schnitzel mit extra viel Einsatz. Während Wustrow verzweifelt nach Punkten suchte, reiste Trinwillershagen mit der klaren Botschaft an: „Schön spielen können wir später, heute nehmen wir erstmal die Punkte mit.“ Nach 90 Minuten, gefühlt 300 gewonnenen Zweikämpfen und mindestens 17 nervösen Blicken auf die Tabelle stand fest: Trinwillershagen hatte den wichtigen Dreier eingetütet. Wustrow kämpfte tapfer, musste aber feststellen, dass Einsatz allein manchmal nicht reicht, wenn der Gegner die Punkte schon fest im Kofferraum verstaut hat. Fazit: Kein Spiel für Fußball-Ästheten, aber ein Fest für Tabellenrechner. Trinwillershagen jubelte, Wustrow seufzte – und der Abstiegskrimi bekam ein weiteres spannendes Kapitel. (Tankkarteninhaber)

16.05.2026 FK Ceská Kamenice U19 – FK Chuderov U19 0:10 (0:5) – Hřiště FK Česká Kamenice - Krajska soutěž dorostu sk. A ...
08/06/2026

16.05.2026 FK Ceská Kamenice U19 – FK Chuderov U19 0:10 (0:5) – Hřiště FK Česká Kamenice - Krajska soutěž dorostu sk. A - 30 Zs.

Český víkend für Hopping Hilde, Hulkhagen und Co. Dafür ging es wie letztes Jahr auf den empfehlenswerten Bauernhof „Farma Ruzova“. Eigentlich war hier das Spiel der Herren um 17 Uhr anvisiert, aber wichtige Termine zwangen hier zum Umdenken. Denn um diese Zeit sollte in Ruzova schon das Dorffest stattfinden mit der inoffiziellen Wahl für das Bürgermeisteramt. Hierfür treten bei feinster tschechischer Blasmusik drei Kandidaten bei einem Suppenwettbewerb an. Für 30 Kronen konnte man dann mit abstimmen. Das Rennen machte am Ende Suppe Nummer zwei. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Neben ewigen Ruhm gab es auch Preise für die ersten drei Platzierten unter den drei Teilnehmenden, in Form von Alkoholischen Getränken. Dafür lieben wir das Land der Gemütlichkeit. Aber wir sind etwas abgeschweift, denn so hatte man die Gelegenheit zum Klobasa&Pivo-Brunch in Ceská Kamenice. Sportlich war das Heimteam gedanklich auch schon beim Dorffest in Ruzova, denn anders kann man sich die 5 Gegentore je Halbzeit nicht erklären. Aber es gibt eben auch wichtigeres als Fussball, zum Beispiel den Suppenwettbewerb in Ruzova.

09.05.2026 Spielvereinigung Finsterwalde – SV 1885 Golßen 3:0 (3:0) – Einheitssportplatz - Südbrandenburgliga - 98 Zs. D...
05/06/2026

09.05.2026 Spielvereinigung Finsterwalde – SV 1885 Golßen 3:0 (3:0) – Einheitssportplatz
- Südbrandenburgliga - 98 Zs.

Dynamoland-Doppler für Hulkhagen. Zu Fuß ging es die anderthalb Kilometer zum zweiten Spiel und auch diese Anlage wusste zu gefallen. Ein Vereinsheim mit schönen Terrasse Richtung Spielfeld, ein Grillstand mit einer Riesenwurst on top, lediglich die Bestuhlung der einen Sitzreihe war zu hoch, so dass die Beine etwas unangenehm in der Luft baumelten. Kulinarisch wusste der Grillstand auch absolut zu überzeugen. Sportlich war es ein umkämpftes Spiel trotz klarer Angelegenheit. Die Gastgeber machten im ersten Durchgang den Sack schon zu und spielten es in Hälfte zwei entspannt runter. Es wurde übrigens auch ein bekanntes BFC-Gesicht getroffen, dass einen bis zum BER mitnahm, denn der anvisierte Regio fiel mal wieder aus. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle.

09.05.2026 FC Sängerstadt Finsterwalde II – SV Calau 2:2 (0:1) – Friedrich-Pielenz-Sportstätte - 1. Kreisklasse Südbrand...
04/06/2026

09.05.2026 FC Sängerstadt Finsterwalde II – SV Calau 2:2 (0:1) – Friedrich-Pielenz-Sportstätte - 1. Kreisklasse Südbrandenburg Nord - 15 Zs.

Dynamoland-Doppler für Hulkhagen. Dafür ging es entspannt mit dem Regio in den Süden Brandenburgs. Den Auftakt machte die Zweite vom FC Sängerstadt. Zuvor ging es aber zu Fuß durch die Stadt. Vorbei an einem kleinen Schloss mit Inklusionsschaukel im Schlosspark und allerhand lustiger Graffitis. Auf den letzten Metern ging es noch vorbei an ein paar Lauben, von denen man direkten Blick auf das sportliche Geschehen hatte. Jackpot würde man sagen. Zu gefallen wusste aber auch der liebevoll eingerichtete Catering-Bereich und die schönen Sitzbänke zum Spielfeld. Auch sportlich gab es was zu sehen. Die den favorisierten Gästen konnte ein Unentschieden abgetrotzt werden, ehe es dann zu Fuß zum nächsten Spiel in Finsterwalde ging.

09.05.2026 FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen – BSV Guben Nord 1:4 (1:2) – Sportanlage Zeesen - Landesklasse Ost - 6...
03/06/2026

09.05.2026 FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen – BSV Guben Nord 1:4 (1:2) – Sportanlage Zeesen - Landesklasse Ost - 67 Zs.

Langsam muss ich mal wieder mein ehrgeiziges Ziel die Komplettierung der DDR-Liga in Angriff nehmen, allerdings wie ihr seht nicht an diesem Wochenende.
Na immerhin wurde der ehemalige SC Eintracht Königs Wusterhausen im Jahre 1949 Zweiter in der Bezirksklasse Brandenburg verpasste aber den Aufstieg. Einige Jahre wurde gegen Berliner Vereine gespielt, während der Verein im Laufe der Jahre, aber wieder in den Bezirk Potsdam eingegliedert wurde. Die Fusion zur „Spielgemeinschaft Einheit/Dynamo Königs Wusterhausen“ sicherte den höherklassigen Spielbetrieb in der drittklassigen Bezirksliga im Bezirk Potsdam. Mitte der 70er Jahre erfolgte dann die völlige Eingliederung der Sportgemeinschaft Einheit in die SG Dynamo Königs Wusterhausen. Im Februar 1990 wurde der neue „Fußball-Sport-Verein Eintracht 1910 Königs Wusterhausen“ gegründet, der sich auf die alten Wurzeln des Vereins berief und zurück zum alten Namen kehrte.
Allerdings können die Gäste aus der Grenzstadt Guben/Gubin auf einen DDR-Ligisten zurückblicken. Auf drei Spielzeiten in der DDR-Liga brachte es die Wilhelm-Piek-Stadt mit der BSG/SV Chemie Guben. Nachfolgeverein ist aber nicht der heutige Gast, sondern der 2003 gegründete 1. FC Guben, der in der Südstaffel der Landesliga Brandenburg kickt.
Der BSV Guben Nord kommt aus dem Ortsteil Groß Breesen,was unmittelbar an der Grenze zu Polen liegt.
Zurück zum tagesaktuellen Geschehen. Nach KW düst ja im Stundentakt die Regionalbahn der Linie 22, die auch am Flughafen hält. Entspannter Weg und KW habe ich tatsächlich immer in guter Erinnerung. Grund dafür sind nicht die politisch fragwürdigen Sticker, sondern der Garten einer Bekannten mit witzigen Sommeraufenthalten. Der Weg zum Spielort in Zeesen führte mich am Stadion der Freundschaft vorbei, welches Hulk Hagen am 15.02.2023 besuchte.
Ich hatte von da noch ein paar Meter und war überrascht über den hohen Andrang am Sportpark mit dem großspurigen Sponsorennamen. Grund war aber nicht das Landesklassespiel sondern ein Duell zwischen dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium auf dem Kunstrasen. Ganz schön wat los mit Fanblöcken, Kuchenbasar und reichlich Getränken, wovon einige wohl zu viel konsumiert hatten.
Wildes Treiben der Jugend (puh, klingt das alt), aber der Rasenplatz hatte mein Interesse geweckt. Eintritt gab es gegen Spende bzw. kam ein Vereinsverantwortlicher mit Klingelbeutel rum. Die Gäste, die mit einigen polnisch sprachigen (geografische Nähe) Kickern, über das saftige Grün wirbelten gingen mit zwei Toren in Führung, wobei der Heimelf aber wenigstens vor der Pause noch der Anschluss erzielt werden konnte.
Hälfte zwei nahm ich auf einem Campingstuhl Platz und verfolgte den eher lahmen Kick mit einem Pils in der Hand. Die Anlage hat leider wirklich nicht viel zu bieten, aber das Sitzerlebnis auf dem klassischen weißen Plastestuhl (Engländer lieben diesen als Wurfgeschoss) wertete das ganze etwas auf. Der Tabellendreizehnte versuchte zu viel durch die Mitte, was den Vierten aus Guben nicht beeindruckte. Diese standen kompakt hinten drin und agierten blitzschnell mit ihren gefährlichen Stürmen, so dass die Partie mit 4zu1 gezogen wurde.
Amüsant fand ich die komplett schief gekreideten Linien des Sportplatzes, musst du auch erstmal so schaffen.
Teile der Schüler*innentruppen lungerten noch auf dem Sportgelände und setzen sich gemeinsam mit mir in Gang. Aus der Musikbox dröhnte die Darmstadthymne, was mich doch erheiterte. Ansonsten ehrlichgesagt kein Ausflug der groß im Gedächtnis bleibt und der Sportplatz schmucklos, aber immer schön etwas anderes zu sehen. Umso verrückter wurde der Folgetag mit dem völlig vogelwilden zehn Torespiel des SVB in Magdeburg. (snidi)

08.05.2026 SV Siedenbollentin 2000 - FC Anker Wismar 4:3 (2:3) - Fritz-Reuter-Sportpark - Oberliga Nordost Staffel Nord ...
02/06/2026

08.05.2026 SV Siedenbollentin 2000 - FC Anker Wismar 4:3 (2:3) - Fritz-Reuter-Sportpark - Oberliga Nordost Staffel Nord – 400 Zs.

Der große Haken an der Rekomplettierung der NOFV-Oberliga Nord ist ja oft, dass einem genau diese kleinen, abgelegenen Dorfplätze ewig fehlen. Einer dieser Kandidaten war für mich der SV Siedenbollentin 2000. Lange scheiterte die Tour irgendwo zwischen zeitgleichen Spielen des SV Babelsberg 03, unpassenden Ansetzungen oder schlichter Faulheit auf der Landstraße Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Doch am 08.05.2026 war endlich der Tag der Befreiung gekommen – wobei mir beim Schreiben auffällt, dass ich ausgerechnet am „Tag der Befreiung“ schon einmal FC Anker Wismar gegen den glorreichen SVB gesehen hatte. Damals noch im altehrwürdigen Kurt-Bürger-Stadion, ebenfalls Oberliga und ebenfalls mit einer Niederlage für die Hansestädter. Manche Traditionen sterben eben nie.
Diesmal also endlich Siedenbollentin. Ein Ort, den außerhalb der Hopperszene vermutlich maximal der Paketbote kennt. Rund 600 Einwohner, irgendwo idyllisch zwischen Greifswald und Neustrelitz gelegen und trotzdem plötzlich Oberliga. Genau solche Geschichten lieben wir doch. Benannt wurde der Sportpark übrigens nach Fritz Reuter, dem berühmten niederdeutschen Schriftsteller aus Mecklenburg, der vermutlich niemals geahnt hätte, dass irgendwann mal ein paar völlig degenerierte Groundhopper wegen eines 4:3-Spektakels in seinen Sportpark pilgern würden.
Die Reisegruppe hatte dabei absoluten Kultcharakter. In dieser Konstellation vermutlich einmalig: Zas Tavka aus Branne aka Dresden und Bummelliese aus Parchim gemeinsam auf Dorftour. Kurz vor Anpfiff wurde noch schnell der Ort erkundet. Kirche, See, viel Ruhe und irgendwo dieses typische Gefühl von „hier passiert eigentlich nie etwas“. Außer eben freitagabends Oberliga gegen Wismar.
Pünktlich um 18:45 Uhr wurde angepfiffen – ganz ohne Flutlicht. Das braucht man in Bolle offenbar noch nicht. Der Fritz-Reuter-Sportpark präsentierte sich dabei überraschend geschniegelt. Musik, Grill, Getränkestand, gepflegte Sitzschalentribüne und sogar eine moderne Videowand. Dazu ein Gästeblock, der für die Anzahl mitgereister Wismarer ungefähr so überdimensioniert wirkte wie der BER für die Luftfahrt von Neubrandenburg.
Die 8 Euro Eintritt ohne Ermäßigung waren allerdings schon sportlich. Aber gut, an der Mecklenburgischen Seenplatte passieren in Sachen Preisgestaltung ohnehin wilde Dinge. Bestes Beispiel: Das 0,5-Liter-Carlsberg aus der Flasche kostete 2,50 Euro und war damit einen Euro günstiger als das 0,4er aus dem Fass. Vermutlich wirtschaftet man in Bolle nach eigenen Gesetzen. Laut Bummelliese soll die Bratwurst dafür stark gewesen sein, was auch die zwei frisch gezüchteten Fettschläuche am Spielfeldrand erklärte. Für mich blieb es beim Brötchen mit Ketchup und Senf – klassische Hopper-Diät.
Hinter einem Tor versuchten etwa fünf Grundschüler ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen. Klang teilweise wie der Thomanerchor auf Klassenfahrt, hatte aber Herz, Leidenschaft, Trommel und sogar Fahnen am Start. Vielleicht wachsen dort tatsächlich die „Suptras“ der Zukunft heran. Potential war vorhanden.
Sportlich entwickelte sich das Ding schneller zum Chaos als gedacht. Zas Tavka scherzte noch über ein mögliches 4:4, ich erhöhte direkt auf 5:5 – und plötzlich fiel hier wirklich ein Tor nach dem anderen. Besonders schön aus Babelsberger Sicht: Mit Likas Knechtel turnte bei Siedenbollentin sogar ein ehemaliger Nulldreier über den Platz und gehörte noch zu den Aktivsten. Unter langsam untergehender Sonne ging es mit einem völlig wilden 2:3 in die Pause.
Doch das eigentliche Highlight folgte neben dem Platz. Große Tombola im Dorfstil! Moderiert vom Stadionsprecher, Bürgermeister (CDU) und gleichzeitig Vater des Trainers Christoph Haker: Thorsten Haker. Allein diese Personalunion war schon Oberliga-Gold. Unter maximaler Spannung wechselten zwei Gläser Honig und ein Präsentkorb ihre Besitzer. Wobei ich weiterhin überzeugt bin, dass Nummern wie 24999 oder 24444 nicht zum ersten Mal gewonnen haben. Da roch einiges nach Dorfmafia und Rapshonig-Korruption. So ging es jedenfalls ohne Gewinn zurück nach Babelsberg.
Laut der Dorfältesten soll sich am Sportplatz künftig noch einiges tun. Tribünenüberdachung und Flutlicht seien geplant. Ich bin gespannt. Der ÖPNV kollabiert ja jetzt schon an Spieltagen, aber manchmal geschehen in Mecklenburg eben kleine Wunder.
Und auch auf dem Platz passierte noch eines: Der SVS drehte die Partie tatsächlich von 2:3 auf 4:3. Großer Jubel in Bolle, viel Freude beim Dorfanhang und wieder einmal der Beweis, dass diese erste Oberligasaison längst ein voller Erfolg ist. Platz 7, nichts mit Abstiegskampf und plötzlich pilgern Hopper aus allen Richtungen in dieses kleine Dorf.
Nach einigen netten Gesprächen mit Urbollentinern ging es schließlich wieder heimwärts. Zas Tavka wurde noch in Neustrelitz am Bahnhof ausgesetzt, von wo aus er über Branne Richtung Braunschweig wollte, um Dynamos vorzeitigen Klassenerhalt zu feiern. Wie wir inzwischen wissen: Hat eher mittelgut funktioniert. Und auch der SV Babelsberg 03 meinte es am Wochenende darauf nicht gut mit uns und verlor völlig absurd mit 6:4 bei der Reserve des 1. FC Magdeburg II.
Groundhopping eben. Mal gewinnt man Rapshonig, mal schießt man vier Tore und verliert trotzdem. (Renier)

05.05.2026 Ajax Eichwalde - SV Grün-Weiß Großbeeren III 1:4 (1:1)- Eichenparkstadion - 1. Kreisklasse Dahme/Fläming A - ...
01/06/2026

05.05.2026 Ajax Eichwalde - SV Grün-Weiß Großbeeren III 1:4 (1:1)- Eichenparkstadion - 1. Kreisklasse Dahme/Fläming A - 35 Zs.

Feierabend-Kick für Hulkhagen. Beste Gelegenheit Sein Überstunden-Konto für zukünftige Ausflüge wieder aufzufüllen und dann entspannt mit der S-Bahn nach Eichwalde zu tuckeln. Noch schnell dem örtlichen Dönier einen Besuch abgestattet, was sich als weise Entscheidung herausstellen sollte, denn vor Ort gab es leider nichts. Sportlich gab es allerdings schon was, denn die vorletzten Gastgeber gingen überraschend in der ersten Minute in Führung, kassierten aber am Ende doch noch vier Gegentore. Da sich aber auch ein paar alte und neue Gesichter blicken ließen wurde schön geschnackt und die Zeit verging wie im Flug. Eichwalde dann also auch weggekreuzt, denn man munkelt hier immer wieder über eine Abmeldung. Schöner Feierabend.

03.05.2026 FC Stollberg - BSV 53 Irfersgrün 3:0 (3:0)- Glückauf-Stadion Stollberg - Sachseklasse West - 120 Zs.Ein neuer...
29/05/2026

03.05.2026 FC Stollberg - BSV 53 Irfersgrün 3:0 (3:0)- Glückauf-Stadion Stollberg - Sachseklasse West - 120 Zs.

Ein neuer Schreiberling ist in der Stadt, der Tankkarteninhaber.
120 Zuschauer im Glückauf-Stadion sahen eine erste Halbzeit, bei der der FC Stollberg offenbar dachte: „Warum bis zur zweiten Hälfte warten?“ Bereits vor der Pause war mit dem 3:0 gegen den BSV 53 Irfersgrün alles klar – schneller abgehakt als mancher Sonntagsbraten zuhause.
Die Gäste aus Irfersgrün wirkten dabei ungefähr so sattelfest wie ein Klappstuhl im Erzgebirgswind. Stollberg dagegen spielte munter nach vorn und ließ Ball und Gegner laufen. Nach dem dritten Treffer fragte sich mancher Zuschauer schon, ob die zweite Halbzeit überhaupt noch angepfiffen werden muss oder ob man direkt zum Bierstand übergehen kann.
Immerhin: Irfersgrün stabilisierte sich nach der Pause und verhinderte Schlimmeres. Oder anders gesagt – die Kabinenansprache funktionierte zumindest besser als die erste Halbzeit. Stollberg verwaltete souverän, die Fans genossen den Nachmittag und der Stadionsprecher hatte endlich mal keine Stressschicht.
Am Ende blieb ein verdienter 3:0-Heimsieg für den FC Stollberg, während der BSV 53 Irfersgrün wohl froh war, dass Fußballspiele nur 90 Minuten dauern. (Tankkarteninhaber)

Adresse

La Piverdière
Rennes
35000

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