27/09/2024
Statisches und dynamisches Selbstbild
Unsere Grundeinstellungen, Überzeugungen und Glaubenssätze haben einen grossen Einfluss darauf, welche Ziele wir uns vornehmen und ob wir sie schliesslich auch erreichen. Eine Veränderung ganz einfacher Glaubenssätze kann grosse Wirkung haben (Dweck 2011, S. 9).
Carol Dweck, Psychologieprofessorin an der Universität Stanford.
Beim Ansatz von Carol Dweck geht es darum, ob Menschen sich als prinzipiell und langfristig lern- und entwicklungsfähig betrachten oder ob sie überzeugt sind, dass ihnen ihre Intelligenz, ihre Fähigkeiten und ihre Leistungsfähigkeit in die Wiege gelegt wurden und sie diese nicht massgeblich verändern oder weiterentwickeln können.
Carol Dweck bezeichnet diese grundlegende Einstellung sich selbst gegenüber mit den Begriffen „dynamisches Selbstbild“ (growth mindset) und „statisches Selbstbild“ (fixed mindset).
FIXED MINDSET: Diese Denkweise führt oft dazu, dass Herausforderungen vermieden und Misserfolge als Beweis für mangelnde Fähigkeiten betrachtet werden.
GROWTH MINDSET: Menschen mit einem Wachstumsdenken glauben, dass ihre Fähigkeiten durch Anstrengung, Lernen und Durchhaltevermögen entwickelt werden können. Sie sind offener für Herausforderungen und betrachten Fehler als Chance für Wachstum.
Carol Dwecks Arbeit hat bedeutende Auswirkungen auf Bildungsansätze, Unternehmensführung und persönliche Entwicklung. Sie argumentiert, dass die Art und Weise, wie wir über unsere Fähigkeiten denken, grossen Einfluss darauf hat, wie wir mit Schwierigkeiten und Misserfolgen umgehen, ob wir uns weiterentwickeln und letztlich Erfolg haben.
Sie betont, dass besonders in der Bildung die Bedeutung von Feedback und der Förderung einer „Lernorientierung“ statt einer „Leistungsorientierung“ wichtig ist. Lehrkräfte und Eltern können durch ihre Rückmeldungen und Ermutigungen das Denken von Kindern stark beeinflussen.
Buchtipp (Carol Dweck):
SELBSTBILD - Wie unser Denken Erfolge oder Niederlagen bewirkt