28/06/2026
Mein Kopf ist normalerweise nie leise,
denn ein ADHS-Gehirn ist ständig auf der Suche nach neuen Reizen, voller neuer Gedanken, dem nächsten Dopamin-Kick. Alles passiert gleichzeitig, schnell, laut und ohne Pause. Während andere abschalten können, läuft das eigene Nervensystem oft auf Daueralarm.
Und dann gibt es da diesen einen Ort.
Unter Wasser.
Plötzlich wird alles langsamer. Die Geräusche verschwinden. Die Reize werden weniger. Mit jeder ruhigen, gleichmäßigen Atmung wird das parasympathische Nervensystem aktiviert – der Teil unseres Körpers, der für Ruhe, Sicherheit und Entspannung zuständig ist.
Dazu kommt die Konzentration auf das Wesentliche: Tarierung, Schweben, Atmung, Bewegung. Der Körper übernimmt die Führung und der Kopf muss nicht mehr alles gleichzeitig kontrollieren, sondern darf diese Kontrolle endlich abgeben.
Zum ersten Mal seit Stunden. Vielleicht sogar seit Tagen oder manchmal auch Wochen.
Endlich! Ruhe.
Damit möchte ich nicht sagen, dass jede Person, die sich beim Tauchen entspannt, ADHS hat. Aber für mich ist Tauchen einer der wenigen Orte, an denen die Gedanken nicht in Dauerschleife laufen und mein Kopf endlich leiser werden darf.
Geht es jemandem von euch ähnlich? 💙
Übrigens hat das .magazin dazu einen Artikel veröffentlicht, in dem es um das Thema Tauchen mit ADHS geht. Schaut unbedingt mal rein und teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns.