09/07/2018
Dem Nahmen alle Ehre gemacht
Endlich steht primus wieder ganz oben. Nach einem durchwachsenen Wochenende in Natendorf stand nun das Beachsoccer-Cup Karlshagen auf Usedom auf dem Plan. Es gibt aus Sicht des Verfassers keinen schöneren Spielort in Deutschland für diese Sportart. Hohensee United e.V. lädt einmal im Jahr hierher ein und primus folgt, wann immer es möglich ist. Vielen Dank für die tolle Organisation!
Um das Wichtigste vorweg zu nehmen: primus inter pares hat diesen Cup 2018 gewonnen und das stabil wie selten. 6 Spiele, 6 Siege und nur einer davon in der zarten Nähe von gefährdet. Doch anstatt alle Spiele durchzuleiern präsentieren wir euch hier die Torschützenliste und objektive Bewertungen der Spieler:
Torschützen:
Christian Stark: 15
Martin Streuer: 11
Jo Hannes: 10
Alex Schacht: 2
Veltins Tompke: 2
Zur Einzelbewertung:
Tobi Döge:
Nachdem er das Turnier in Natendorf altersbedingt absagen musste, war Karlshagen bei ihm ganz weit oben auf der Prioritätsskala. So weit oben, dass er am Samstag verschlief, um sich dann vermutlich auf der bekanntetsten Stauroute zwischen Calais und Tirana, der B96, mit 3 Millionen anderen Sonnenanbetern auf den Weg in den Norden zu machen. An der Müritz verließ ihn die Motivation und so klappte es auch 2018 nicht mit einem Auftritt im primus-Trikot.
Christian Stark:
Er hatte etwas gut zu machen! In Natendorf weit abgeschlagen in der Torschützenliste hinter Mittelamerika-Praktikant Christian Hirschmeier gelandet, musste er hier mal wieder den Turbo einschalten. Das gelang ihm dann auch, zumindest wenn man die nackten Zahlen anschaut. 15 Tore im Turnier reichten nicht zum besten Torschützen, aber die Turnierleitung hatte sich noch etwas Spezielles ausgedacht. Die Gundel Gaukeley der Insel warf Spinnenbeine, Fledermausohren und Möwenkrallen auf einen Tisch und irgendwie entstand daraus das Abbild von Christian. So kam er zur Auszeichnung „bester Spieler des Turniers“. Dafür gab es viele Glückwünsche aus den gegnerischen Teams und viel Skepzis aus dem eigenen. Denn nur die Mitspieler wussten, was wirklich hinter der Zahl 15 stand. Viele Abstauber, viele an sich gerissene Freistöße, Assistrate nahezu bei 0 und einige Abpraller die normalerweise als „abfälschen“ zu verbuchen sind. Dennoch möchten wir hier dem Sportskameraden Stark den Glückwunsch zu dieser Auszeichnung aussprechen.
Jo Hannes:
Einen Auslandspraktikanten abgegeben, einen anderen dazu „gewonnen“. Laissez faire scheint in Dänemark angesagt zu sein, denn Johannes schluderte mit einer Gelassenheit zum ersten Spiel, die seinesgleichen sucht. Auf der anderen Seite waren die 5 Minuten in Unterzahl , die besten 5 Spielminuten an diesem Wochenende. Keine Störfaktoren und gute Laufarbeit zeichneten das Spiel der Schweriner in diesem Zeitraum aus. Dann kam Johannes und übertünchte seine Leistung mit zwei Toren im ersten Spiel. Später ließ er kämpferisch wenig vermissen, aber die Chancenverwertung war zum Teil abenteuerlich. Während die zwei Fallrückzieherversuche wie gewohnt in Richtung Ostsee verschwanden, gelang Johannes doch tatsächlich auch ein Kopfball, der den Weg ins gegnerische Tor fand.
Julian Menningen:
Sein zweiter Primus-Auftritt und auch in 2018 ließ sich Julian etwas zur Belustigung einfallen. Nachdem er in Neustadt-Glewe eine Bogenlampe im Halbfinale kassierte, auf der einige Zuschauer Schnee entdeckt haben wollen, ließ er beim Beachsoccercup Karlshagen weitere Highlights folgen. Beim 8:3 in der Vorrunde nahm sich der sonst solide agierende Julian eine kleine Auszeit. Tunnler, Bahnschranke und …ja, wie man das auch immer nennt, wenn man in die komplett andere Richtung als der Ball springt. Aber seine Kameraden holten die Kastanien aus dem Feuer und sicherten den Sieg trotzdem noch. Im Finale hielt er die wenigen Wolgaster Möglichkeiten und spielte zum ersten Mal zu null.
Veltins Tompke:
Man sieht, wie tief die Latte liegt, wenn zwischen Strandabschnitt 10M und 10N auf einmal Jubelstürme aufbranden. Velten hat zwei Tore erzielt. Und zwar nicht in einem Jahr, sondern in einem Spiel. Wenn man den Primus-Historikern Glauben schenken kann, war dies auch der erste Veltinser Doppelpack überhaupt. Als Turnierverantwortlicher von primus-Seite erledigte er seinen Job gewohnt souverän. Immer erreichbar, früh an möglichen Problemen dran und alle entscheidenden Parameter fest im Blick. Ähnlich liest sich sein Zeugnis für die Defensivarbeit auf dem Feld, denn das ist seine Schokoladenseite. Geht es jedoch über die Mittellinie, konnte man trotz der 2 Turniertore eine gewisse Eingeschränktheit erkennen. Wie ein Duracelhase mit leerer Batterie wurden die Antritte immer langsam bis sie spätestens an der gegnerischen Neunmeterlinie ganz zum Erliegen kamen. Weiterhin zu erwähnen: Velten verursachte den einzigen 9m gegen primus, als er im Finale den Ball auf der Linie geschickt mit dem Arm blockte.
Alexander Schacht:
Ein Genießer, ein Epikuräer. Anders lässt sich nicht erklären, dass sich Schachti das Filetstück des Turnieres als Zeit der Ankunft aussuchte. Während sich das Team durch die knochenharte Vorrunde am Samstag arbeitete und nach drei Spielen den Halbfinaleinzug sicher hatte, kam er gut erholt und umsorgt von seiner Familie zum letzten Spiel am Sonnabend. Trotz der langen Pause fand er erstaunlich schnell in die Partie und schoss in der ausgeglichenen ersten Hälfte im Halbfinale deas wichtige 2:2 für primus. Abhanden gekommen ist ihm allerdings zweierlei: Alle Bewegungen, die irgendwas mit „Fall“ und „Zieher“ zu tun haben – dort ist er im Ranking sogar hinter Johannes zurückgefallen. Und eine Uhr. Denn zum Auftakt am Sonntag ließ sich Schachti ungerne hetzen und trudelte wieder gemütlich im Laufe des Spiels ein.
Martin Streuer
Gewohnt professionell abgeliefert, zumindest was die Offensive angeht. Die 11 Turniertore bedeuten Platz 2 im internen Ranking und das mit nachweislicher Verletzung am Fuß (Behandlungsbericht liegt vor). Diese Verletzung muss auch der Grund gewesen sein, warum sich in der Defensive so manches Mal ein Gegenspieler von Martin davonschleichen konnte und der ein oder andere Zweikampf eher nicht geführt wurde. Glänzend aufgelegt war er im Finale, als er mit einem Doppelpack den Weg zum 4:0 Sieg ebnete. Apropos glänzend aufgelegt: Als eindeutige Nummer eins im internen Assistranking war er sich nicht zu schade, sein Team in Szene zu setzen.