02/06/2026
+++ 𝐋𝐄𝐈𝐒𝐓𝐔𝐍𝐆 𝐁𝐋𝐄𝐈𝐁𝐓 𝐔𝐍𝐁𝐄𝐋𝐎𝐇𝐍𝐓 +++
Die nächste knappe Niederlage, bei der wir uns am Ende fragen müssen, warum wir erneut ohne Punkte dastehen. Gegen den Tabellendritten VfL Gera 1990 zeigten wir vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, belohnten uns dafür aber nicht.
Wir erwischten einen hervorragenden Start in die Partie, hatten viel Ballbesitz und ließen die Gäste kaum ins Spiel kommen. Die ersten 30 Minuten gehörten klar uns. Immer wieder erspielten wir uns Standardsituationen und sorgten für Druck auf das Geraer Tor. Die beste Möglichkeit hatte dabei Marian Hollstein, der nach einer Ecke zum Kopfball kam. Ein Gegenspieler fälschte den Ball jedoch noch entscheidend ab, sodass dieser nur an der Latte landete.
Der VfL lauerte dagegen auf Konter und zeigte dabei seine individuelle Klasse. Einmal war Lässig durchgebrochen, doch Florian Oertel blieb im Eins-gegen-Eins cool und verhinderte den Rückstand mit einer starken Parade.
Kurz vor der Pause bekam Gera dann jedoch mehr Zugriff auf das Spiel. In der 41. Minute wurden wir nach einer Ecke bestraft. Am langen Pfosten ließen wir Daniel Kunz völlig frei, der mühelos zur 1:0-Führung für die Gäste einköpfen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel steckten wir nicht auf. Wir waren engagiert, suchten immer wieder den Weg nach vorne und kamen zu einigen guten Situationen. Allerdings fehlte uns im letzten Drittel oft die nötige Präzision und Durchschlagskraft, um die gut organisierte Geraer Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Die Gäste blieben über ihre Konter brandgefährlich. Mehrfach konnten wir durch aufmerksame Defensivarbeit oder starke Aktionen von Florian Oertel klären, andere Situationen spielte Gera nicht konsequent genug aus.
In der 82. Minute wurden wir dann erneut bestraft. Ein eigentlich harmlos wirkender Heber über unsere Abwehrkette hebelte uns aus, VfL Angreifer Philipp Lässig blieb frei vor Florian Oertel eiskalt und erhöhte auf 2:0.
Doch wir gaben uns nicht auf. Nach einer Ecke kam der Ball in der 85. Minute zu Siro Khujabekov, der direkt abzog. Jeremy Heinze hielt entscheidend den Fuß in die Flugbahn des Balles und verkürzte auf 1:2.
In den Schlussminuten warfen wir noch einmal alles nach vorne und drängten auf den Ausgleich. Die Chancen waren da: Tim Barra, Kevin Liebau und Siro Khujabekov kamen noch zu Abschlüssen, doch entweder fehlte die letzte Genauigkeit oder die Gäste konnten entscheidend klären.
So bleibt am Ende eine weitere bittere Niederlage. Die Leistung, insbesondere in der ersten Halbzeit, macht Mut. Dennoch müssen wir uns vorwerfen lassen, aus unseren guten Phasen zu wenig gemacht zu haben, während der Gegner seine Chancen eiskalt nutzte.