28/10/2025
Liebe Sportsfreunde und Freundinnen,
wir, die Basketballabteilung des TuS Zetel, wenden uns heute mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit, da die Existenz unserer gesamten Abteilung auf dem Spiel steht. Der Grund: Uns werden Hallenzeiten verwehrt, die wir für unseren Sport zwingend benötigen.
Seit Jahren kämpfen wir um eine faire Behandlung bei der Hallenvergabe. Unsere Abteilung ist kein Nischenangebot: Wir zählen über 80 aktive Mitglieder, darunter ein enorm großer und engagierter Jugendanteil. Unsere Teams nehmen in allen Altersklassen konstant und erfolgreich am Ligabetrieb teil. Wir sind stolz darauf, dass unsere Jugendarbeit Früchte trägt und wir bereits Talente hervorgebracht haben, die es bis in die 2. Bundesliga geschafft haben.
Doch dieser Erfolg und dieses Engagement für Zetel werden mit Füßen getreten.
Basketball ist kein Sport, den man in einem Gymnastikraum oder im Freien betreiben kann. Wir sind zwingend auf die Sporthalle und die fest installierten Körbe angewiesen. Trotzdem müssen wir seit Jahren mit ansehen, wie wir bei der Vergabe der knappen Zeiten systematisch übergangen werden. Zuletzt hatten wir durch den Wegfall der Sporthalle der Oberschule Bockhorn bereits eine von zwei Hallen komplett verloren, nun verlieren wir auch noch die kleine Halle in der Westerender Straße, weil die Fußballvereine diese für den Winter nutzen. Die kleine Halle ist bereits ein Kompromiss, da sie eigentlich nicht die Feldgröße und Korbhöhe bietet, die wir für die Herrenmannschaften benötigen würden, die große Halle der IGS stand uns bisher für ein Training noch nie zur Verfügung, obwohl selbst die Abtrennungsmöglichkeiten, also ein Drittel der Halle ausreichend wären, für ein ordentliches Trainingsangebot.
Wir verstehen, dass die Fußballer im Winter nicht durchgehend draußen spielen können. Es ist für uns jedoch nicht nachvollziehbar, warum Sportarten wie Yoga, Tanzen oder diverse Kampfsportgruppen – die ihre Aktivitäten potenziell auch in anderen Räumlichkeiten ohne spezielle Sportinfrastruktur durchführen könnten – die wertvollen Plätze in der Sporthalle erhalten, während wir mit über 80 Mitgliedern um jede einzelne Stunde kämpfen müssen.
Unsere Bitten um eine gerechtere Lösung werden ignoriert. Die Situation ist nun so eskaliert, dass wir den regulären Spiel- und Trainingsbetrieb für unsere zahlreichen Mannschaften kaum noch aufrechterhalten können.
Wenn sich hier nicht umgehend etwas ändert, bedeutet dies das Aus für den Basketballsport in Zetel.
Die Konsequenz? Über 80 Mitglieder, darunter Dutzende Kinder und Jugendliche, verlieren ihre sportliche Heimat. Sie werden gezwungen sein, sich umzuorientieren und Zetel als ihre Wirkungsstätte zu verlassen, um bei Vereinen in anderen Gemeinden zu spielen.
Das ist ein herber, beschämender und vollkommen unnötiger Verlust für die sportliche Vielfalt und die Jugendarbeit in unserer Gemeinde.
Wir fragen die Verantwortlichen in Verwaltung und Verein: Soll das wirklich das Ziel sein? Wir fordern eine sofortige Überprüfung der Hallenvergabe und eine faire Lösung, die unsere erfolgreiche Arbeit würdigt und unsere Existenz sichert – bevor es zu spät ist.
i.A. Jan Wocken
für die Basketballabteilung des TuS Zetel