01/05/2026
KSV Witten trauert um Günter Kowalewski
Ehemaliger Meisterringer stirbt im Alter von 83 Jahren
Mit Trauer und Betroffenheit hat der KSV Witten 07 die Nachricht erhalten, dass der ehemalige Meisterringer Günter Kowalewski verstorben ist. Im Januar hatte er noch seinen 83. Geburtstag gefeiert.
„Kowa“, wie er nur gerufen wurde, entstammt einer Ringerfamilie. Beim KSV Jahn Marten lernte er, gemeinsam mit seinen Brüdern Eduard und Rudi, das Ringer-ABC. Anfang der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts startete er seine Erfolgsserie, als er für Marten die ersten nationale Titel und Medaillen im Jugend- und Juniorenbereich gewann. 1966 – er war inzwischen zur SU Annen gewechselt – holte er seine erste Deutsche Meisterschaft in der Männerklasse (87 kg, gr.-röm. Stil). Am Ende hatte er sechs Meisterschaften auf seinem Konto, die meisten im klassischen Stil, die meisten im Halbschwergewicht.
1971 erfolgte sein Wechsel zum KSV Witten 07, für den er in der Folge drei weitere Einzeltitel gewann. 1974 feierte Günter Kowalewski mit dem KSV in der Husemannhalle die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. International kam er nicht in die Medaillenränge, war über Jahre hinweg jedoch Stammringer der deutschen Nationalmannschaft. Bei den Olympischen Spielen 1972 belegte er den achten Platz.
Bis zuletzt verfolgte er die Kämpfe seiner Nachfolger beim KSV Witten. Regelmäßig saß er als Ehrenmitglied des Vereins in der ersten Reihe der Husemannhalle, in den Pausen traf es sich regelmäßig mit Kampfgefährten aus früheren Zeiten. Gern war er, als Freund und Förderer, auch bei den Jugendwettkämpfen des KSV dabei.
Der KSV Witten 07 wird Günter „Kowa“ Kowalewski ein ehrendes Andenken bewahren.
Das Foto zeigt Günter Kowalewski bei einem Endrundenkampf in der Husemannhalle:
v.l. Heinz Eichelbaum, Günter Kowalewski, Heinz Sperling, Herbert Alt, Klaus Rost, Fritz Schrader, Detlef Schmengler, Horst Treml, Horst Nettesheim, Yilmaz Erden