07/11/2020
Für die Rubrik "Beeindruckende Schatten auf Ansichtskarten der DDR" heute ein Blick auf die Sporthalle in . Am 30.12.1970, etwa anderthalb Jahr nach Grundsteinlegung, mit einem Durchgang "Mach's mit - mach's nach - mach's besser" und durch den damaligen Bürgermeister Günter Lunow eröffnet, fing sie den Bedarf nach einer zentralen Mehrzweckhalle für die Hansestadt auf und erfüllt diese Rolle bis heute. Der Entwurf für das Gebäude stammte von Otto Schmeier und Ernst Schröder, die Innenarchitektur wurde in die Hände von Gudrun Methfessel gelegt. Zu allen drei Entwurfsbeteiligten an diesem schönen Sportbauwerk der , für das das Prinzip des Nationalen Aufbauwerks aktiviert wurde, ist mir leider nichts weiter bekannt. Auf der Ansichtskarte vom VEB BILD UND HEIMAT aus dem Jahr 1973 zeigt der Fotograf Heribert Darr aber exzellent, wie man einen Schatten verarbeitet, den man nicht aus der Perspektive bekommt: als visuelle Hinleitung und vermittelt ein weiteres Mal, wie gut er sein Handwerk verstand. Ein wenig zeigt die Laternenspur quer übers Beet gelegt nämlich wie ein Pfeil auf die noch unumbaumte Halle, in der am Aufnahmetag offenbar wenig los war, jedenfalls wenn man als Indiz heranzieht, dass immerhin fünf Fahnenmasten beflaggungsbereit und doch fahnenlos in der Stadtlandschaft stehen.