Der Skiclub Wetzlar wurde am 24.1.1911 in Wetzlar gegründet. Er hat heute etwa 370 Mitglieder, davon etwa 100 Mitglieder unter 18 Jahren. Dr. Liebe, Chefarzt im Waldhof-Elgarshausen. 27 Gründungsmitglieder nahmen am 24.01.1911 an der Gründungsversammlung in der Wetzlarer Gaststätte „Hufnagel“ teil. Der Verein wuchs schnell und hatte über Jahrzehnte durchschnittlich 60 – 80 Mitglieder; der starke A
nstieg in den letzten 15 Jahren ist der Familienfreizeit zu verdanken.
1933 gehörte der SCW allerdings zu den ersten Vereinen, die dem NS-Regime Folge leisteten: Der Verein wurde in „Skikameradschaft Wetzlar“ umbenannt; die jüdischen Mitglieder – 3 Familien – wurden regelrecht hinausgeworfen. Während die restlichen Unterlagen des Vereins aus der Zeit zwischen 1933 bis 1945 vollständig vernichtet worden sind, sind diese Dokumente wohl eher zufällig erhalten geblieben. Nachfragen bei Frau Dr. Jung haben ergeben, dass alle Betroffenen Deutschland rechtzeitig verlassen konnten. 1946 erfolgte die obligatorische Neugründung. Bereits 1951 konnten die Mitglieder des Vereins am Knoten im Westerwald mit Hilfe von französischen Pionieren, die Räumgerät zur Verfügung stellten, ein Sprungschanze errichten, die einige Jahre genutzt wurde. Von ihr ist allerdings lange nichts mehr erhalten außer den Zeichnungen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag und liegt im alpinen Skisport. Der Verein bietet je Interesse der Mitglieder Skireisen in der Wintersaison an. Der Skiclub ist seit vielen Jahren im Fasching aktiv. Zur WKG besteht ein enges freundschaftliches Verhältnis. Der Faschingswagen unseres Vereins, der mit viel Mühe und Eigenleistung jedes Jahr neu präsentiert wird, ist fester und wichtiger Bestandteil des großen Karnevalsumzug am Faschingssonntag. Der Verein verfügt über zwei Hütten: Eine in der Gemarkung Greifenstein-Arborn mit ca. 20 Betten und eine in Greifenstein selbst mit 4 Betten. Die Hütte in Greifenstein-Arborn wurde im Jahre 1936 durch Vereinsmitglieder errichtet, seitdem mehrfach ausgebaut und ist für Vereinsaktivitäten aller Art besonders gut geeignet. Sie trägt den Namen "Wilhelm-Gerlach-Hütte", benannt nach einem der Gründerväter des Vereins. Für die Hütte liegt eine bestandskräftige Baugenehmigung bereits seit dem Jahr 1936 vor; auch die Erweiterungsbauten sind ordnungsgemäß durch die Bauaufsicht genehmigt worden. Das gleiche gilt auch für die Hütte in Greifenstein. Im Jahr 2005 wurde die Hütte in Arborn in einer gemeinsamen Aktion mit den Arborner Ortsvereinen an das Strom-, Wasser-und Abwassernetz angeschlossen. Im Jahr 2008 hat uns die Stadt Wetzlar den Umweltpreis des Sports für die umweltgerechten und umweltverträglichen Arbeiten in und an der Hütte Arborn verliehen.