08/01/2023
NOEMI RISTAU (31) vermisst die Berge. Die Paraskirennläuferin mit Sehhandicap (SSG Blista Marburg) hatte sich vor den Winterparalymics in Peking 2022 beim Aussteigen aus einem Taxi ein Kreuzband gerissen. Gemeinsam mit ihrer Guide PAULA BRENZEL hat sie dennoch an den Spielen teilgenommen und im Super-G den 5. Platz belegt 👏
Der erneute Kreuzbandriss wurde erst nachträglich diagnostiziert, und seither setzt sie auf einen behutsamen Wiederaufbau. „Ich habe die Freigabe, wieder auf die Skier zu gehen, aber die Verletzungsgefahr war bisher noch zu hoch“, sagt Ristau, die evtl. ab Mitte Februar wieder ins Renngeschehen einsteigen will ⛷⛷👍
Aber ganz fest steht das nicht. Da sie inzwischen beim Zoll angestellt ist und dort auch die Option besteht, später beruflich voll einzusteigen, fühlt sie sich gut abgesichert. Dadurch ist sie auch nicht mehr von Sponsoren abhängig, die momentan ohnehin fehlen: „Es ist nicht mehr dieser Druck da, so schnell wie möglich wieder Erfolg reinzukriegen.“
Ein Problem ist, dass Paula Brenzel (23) beim Zoll bisher nicht mit angestellt wurde, doch das Duo hofft, dass sich da für die kommenden Jahre noch ein Weg findet. Denn der Alpine Skirennsport funktioniert in der Klasse mit Sehbehinderung nur zu zweit. Brenzel nutzt derzeit die rennfreie Zeit, um ihr Studium voranzutreiben. Und Ristau, die seit Beginn ihrer Karriere von der SPORTSTIFTUNG HESSEN gefördert wird, hofft auch sehr, dass die sportliche Verbindung mit Brenzel weiter Bestand hat. Wir drücken die Daumen 🍀🍀🍀
Foto: Privat Noemi Ristau HBRS Hessischer Skiverband e.V. Team Deutschland Paralympics