Hirschgrabenhof

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23/04/2017

Irgendwie muss ich dabei an Sid denken

04/02/2017

Meine Möglichkeiten sind limitiert

Das sage ich mal so ganz frei heraus, denn es ist ja die Wahrheit. Sie sind immer limitiert, weil ich als Reiter ja gucken muss, was mein Pferd kann. Und was es je können wird. Da ich einen Faible für Pferde habe, die so gut wie gar nichts können (und können werden, weil irgendwie eingeschränkt, manchmal auch nur im Kopf), wird man mich wohl nie bei der lokalen M-Dressur sehen. Vielleicht auch besser so, ich sehe albern mit Hütchen aus. Und der Moppel ja auch.
Außerdem ist er halt einfach nicht der Typ dafür. Ich meine, was soll er da? Er ist ein Schluff mit flachen Gängen. Da kann ich bis zum Sankt Nimmerleinstag Stangenarbeit und Bergauf-Bergab im Gelände höppeln, das wird ja nicht schöner. Nicht viel jedenfalls.

Also schon mal keine Dressur. Ist auch nicht seins, nachher will da jemand noch durch die Länge der Bahn reiten. Ihgitt. Das kommt ihm ja gar nicht in die Tüte.
Vielleicht könnte ich springen. Niemals Stilspringen, den Stil ist was für Leute mit schönen Schibbi-Schabbis. Und das ist ihm auch zu wenig Actionreich. Ja, doch, springen könnte ich also. Nein, Moment! Dafür habe ich gar keinen Platz. Und keine Hindernisse … Doof. Möchte ich dafür jetzt extra umziehen? Ne. Möchte ich dafür irgendwo einen Kurs buchen? Nä. Möchte ich 10 Kilometer zum nächsten Stall reiten, wo es eventuell einen Springkurs gibt, ich aber niemanden kenne und den Unterricht nicht beurteilen kann? Nä …

Mir kann mans wohl nicht recht machen. Ich könnte natürlich auch aufs Westernreiten umschulen. Aber das ist mir zu handzahm. Und dem Pferd erst. Jaja, das klingt immer spannend. Aber er findet schon so viel Sattel so viel doof. Ne … das ist nichts. Und Hütchen verlier ich auch dauernd. Sagte ich schon, dass ich behämmert mit Hütchen aussehe? Nein, wir werden keine Westernturnierreiter. Ich habe sowieso eine Glitzerallergie.

Gangpferde? Ach … fällt auch irgendwie raus. Haben wir ja nicht. Schrab ist noch nicht olympisch und Tralopp noch nicht perfektioniert. Sind auch sonst zu groß. Und ich habe zu wenig Ahnung davon. Blöd …
Wir könnten natürlich auch in den Busch. Aber hier: selbes Problem wie beim Springen.
Was machen wir da also? Einfach weiterreiten. So, dass das Pferd Spaß hat und ich. Ich bin da Realist, wir turnen nicht irgendwann auf dem CHIO herum. Oder präsentieren euch tolle Siegvideos vom Stechen in Hintertupfingen, wo wir eh nie hinfahren werden, weil ich gar keinen Hänger habe.

Aber das ist völlig okay. Kenne deine Möglichkeiten. Dann sind Pferd und Reiter auch happy. Driftet beides auseinander, ist mindestens ein Teil unglücklich. An manchen Dingen kann man was ändern, wenn man sie zum Glücklichsein braucht. Zum Beispiel könnte ich natürlich in einen schönen Springstall mit Unterricht wechseln. Nur ist mir das nicht so wichtig. Bisschen hüppeln können wir auch hier und mehr braucht er auch nicht.
Aber ich könnte natürlich.
Was ich nicht könnte: In einen Dressurstall wechseln und erwarten, dass das Pferd dann zum Dressurpferd mutiert. Da könnte ich zwanzig Bereiter draufsetzen und der wird in diesem Leben keinen Blumenpott im Viereck gewinnen. Ergo: Wäre ich damit irgendwie unglücklich, müsste ich wohl eine Menge Dinge verändern. Vor allem das Pferd.

Ich sehe viele Reiter, die sich niemals Gedanken gemacht haben, wo das Pferd und sie selbst ihr Limit haben. Das ist eigentlich sehr traurig. Da reiten sie das dritte Mal die Woche Unterricht und es sitzt trotzdem nichts. Frustriert über sich und das Pferd wird dann aus dem schönen Hobby schnell Wut und Unlust.

Vielleicht sollte sich jeder Reiter mal klarmachen, was er will, was er kann und wo das Limit seines Pferdes liegt. Und ob er kompromissbereit ist oder nicht. Denn man kann ja auch mit seiner Gurke zufrieden sein, obwohl man selbst schon zahllose Pferde bis zur Klasse S ausgebildet hat. Und manche sind nicht mit einem Pferd zufrieden, das solide L läuft, aber eben nicht mehr. Jeder Reiter ist anders. Und jedes Pferd. Wichtig ist nur, dass man das berücksichtigt.

Foto: Ist nicht dick, nur fusselig.

31/12/2016

Hirschgrabenhof Jahresrückblick:
Ein weiteres Jahr liegt hinter uns. Es war ein sehr durchwachsenes Jahr für uns. Viele unserer Einsteller haben uns dieses Jahr verlassen. Sie haben alle einen anderen schönen Platz für sich und ihre Vierbeiner gefunden. Natürlich wünschen wir den gegangenen weiterhin alles Gute.
Für uns bleibt nur die Hoffnung, dass im kommenden Jahr wieder ein paar mehr Fellnasen bei uns einziehen wollen. Dafür hatten wir eine wirklich gute Heuernte, die uns viel Futter für die Pferdchen beschert hat. Daran haben die Tiere jetzt sehr lange zu knabbern :D Zum Ende des Jahres hatten wir einen sehr ungewöhnlichen Besucher, das kleine Schaf Amy, das auf eigene Faust bei uns einzog und sich Hals über Kopf in den großen Joker verliebte. Nach einigen Wochen Hoffen und Sorgen haben wir es geschafft Amy zurück zu ihrem Besitzer zu schaffen, wo sie unter ihren Artgenossen leben konnte.
Jetzt ist das Jahr 2016 vorbei. Es hat uns viel Arbeit beschert, die ein oder andere Sorge und viele lehrreiche Momente. Wir haben manche richtigen Entscheidungen getroffen, aber auch Fehler gemacht. Gemeinsam mit unseren Einstellern sind wir an unseren Herausforderungen gewachsen und wir haben große Hoffnungen für das nächste Jahr. Wie immer haben wir große Pläne, was wir alles verbessern können um es Mensch und Tier noch schöner zu machen. Lasst uns gemeinsam hoffen, dass wir wenigstens einige unserer Ziele erreichen können. Eure Sarah

31/12/2016

Wir wünschen allen eine frohe Silvesterfeier, einen guten Rutsch, und ein frohes neues Jahr 2017

14/11/2016

Hirschgrabenhof Aktuell:
Hallo Freunde,
die erste Winterwoche ist geschafft, die ersten Näche voller frostiger Temperaturen haben wir hinter uns und noch ist keine Wasserleitung eingefroren oder Matschpfütze zu Eisseen geworden. Die Pferde haben sich schon gut ans Heu gewöhnt und fressen es recht gut. Joker hat seiner erste Zahnbehandlung relativ gut überstanden. Drei Tage hintereinander musste der arme Kerl ran um letztendlich einen schmerzenden Zahn loszuwerden. Er war wirklich tapfer und hat jetzt das Futter wirklich verdient, dass er jetzt deutlich besser futtern kann. Auch Max musste gestern zwangsläufig ein paar Haare lassen, als sein Frauchen versucht hat, ihm die Sammlung an Kletten der letzten Tage aus dem Fell zu sammeln. Jetzt sieht der kleine Max nicht mehr ganz nach dem zerzausten Klettenmonster aus, in den er sich verwandelt hatte. Rajachen musste auch etwas Blut lassen, um ihre Gesundheit einmal durchzuchecken. Die Freude des Altwerdens eben.
Leider ist unser Bauprojekt am Samstag wegen fehlender Helfer ausgefallen. Vielleicht schaffen wir es an einem anderen Tag die neue Reitplatzumrandung aufzubauen.
Aber es gibt aber noch gute Nachrichten für alle von uns:
Es findet auch dieses Jahr wieder eine Weihnachtsfeier statt. Damit wir uns nicht wieder alle in die enge Sattelkammer zwängen und frieren müssen, werden wir uns dieses Jahr beim Lahngold in Aumenau treffen und dort Weihnachten gemeinsam feiern. Gerne sind auch andere Freunde des Hirschgrabenhofs eingeladen uns anzuschließen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.
Außerdem liegt die Helferliste im Stall aus, in die ihr euch wie jedes Jahr gerne zum Helfen eintragen dürft, damit alles schon gut geplant werden kann.
In diesem Sinne, lasst uns die kalten Tage gut rumkriegen.
Eure Sarah

13/11/2016

Mir aus dem Herz gesprochen

08/11/2016
07/11/2016

Hirschgrabenhof Aktuell:
Hallo Freunde, ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag haben die Pferde ihren Stall gezogen, haben sich wieder gut eingelebt und erfreuen sich noch am letzten Gras und den Äpfeln, die noch unter den Bäumen liegen. Am Samstag wurde dann auch das liebe Schäfchen abgeholt. Es war sicher ein kleiner Kampf, bis das Schaf endlich eingefangen war. Der liebe Joker musste ganz schön leiden als seine beste Freundin unter den zwei Männern lag und dann in den Hänger getragen wurde. Die ganze Nacht lang hat der arme Kerl seine Freundin gesucht. So traurig das natürlich ist, fühlt sich das Schaf viel wohler unter seinesgleichen und sie ist sehr gut zuhause angekommen und hat sich direkt wieder zu ihrer Familie gesellt. Gutes Ende einer langen Geschichte.
Die Eingewöhnung unserer Pferde im Stall, besonders zur Fütterungszeit, dauert sicher noch ein paar Tage, aber das wird auch noch funktionieren. Wie ihr wisst, brauchen wir wegen meinen Arbeitszeiten an manchen Tagen die Woche Hilfe beim Füttern. Die Helferliste ist schon fertig, bitte tragt euch wie jedes Jahr zum Helfen ein, damit alles reibungslos läuft.
Am Sonntag dann, haben alle unsere Pferden im Klettenbusch übernachtet und waren alle komplett mit Kletten bedeckt. Es hat fast eine halbe Stunde Rajas Schweif wieder zu entwirren. Dann ging sie zurück auf den Auslauf und der Schweif war wieder voll. :(
Naja so viele Klettenbüchen können nicht mehr auf dem Paddock stehen :D
Sonntagabend wurde der kleine Pepper von seinen neuen Besitzern abgeholt und darf jetzt unter sechs Hennen in Villmar leben. Ein gutes Leben für einen Hahn. Die beiden Hennen, Curry und Salt, dürfen natürlich bleiben und wir können weiter beobachten wie sie wachsen und erwachsen werden.

Ich hoffe, dass wir die Winterzeit gemeinsam gut rum bekommen und dass alles so gut funktioniert, wie schon in den letzten Jahren.
Lasst uns gemeinsam allen Tieren, die unseren Hof verlassen haben, ein wunderschönes Leben wünschen.
Bitte vergesst nicht euch einzutragen und wir bis nächstes Mal.
Eure Sarah

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