16/12/2021
+++ 2.Platz in der Winterliga 2021 +++
Tag der Entscheidung am Moritzwinkel: Der letzte Spieltag der diesjährigen Winterliga stand auf dem Programm. Nach einem klaren Halbfinalsieg und einer engen Niederlage im Finale erreicht Paarbier wie schon 2019 wieder den 2.Platz. Aber der Reihe nach:
Im Halbfinalspiel trafen wir auf den in blau antretenden FC Køpinnacken, sodass wir unsere gelben Jerseys überzogen. Das Ziel war klar, das Finale sollte nur über uns gehen und das zeigten wir gleich zu Beginn: Robin A. mit dem umjubelten 1:0 in der Anfangsphase. Spieler und Fans waren direkt heiß und schnell auf Betriebstemperatur. Apropos Betriebstemperatur, die erreichte langsam aber sicher auch der Bottich voller Glühwein, den Paarbier für Liebhaber des Uniliga-Fußballs zur Verfügung stellte. Unsere dänischen Gegner steuerten dabei auch einige Liter bei, wahrer Sports- und Trinkgeist. Danke an dieser Stelle. Während das rote Getränk also in vollen Kellen geleert wurde, sorgte eine Kelle eines unserer Spieler für das nächste Tor – was allerdings ein Eigentor war, 1:1. Dennoch ging das Spiel mehr oder weniger nur in eine Richtung, doch man merkte das fehlende Torschusstraining vor Spielbeginn. Und so mussten wir uns mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause verabschieden.
Nach Wiederanpfiff konnten wir unsere Überlegenheit nun aber endlich mal in viele Tore umwandeln. So waren es abermals Robin A. und Robin P., die früh in der zweiten Halbzeit für die Vorentscheidung sorgten. Es ergaben sich größere Räume und so konnten sich auch Timo, Simon, Alex W. und wieder Simon in die Torschützenliste eintragen, sodass es am Ende zu einem 7:1 kam. Deutschland:Brasilien 2014 reloaded und das dritte Finale in Folge.
Nach einem klaren 13:1 im Halbfinale gegen den FC Marokko kam es also zum Traumfinale zwischen den beiden stärksten Mannschaften der Winterliga: Paarbier gegen Wacker Durchsaufen. Bereits in der Gruppenphase duellierten wir uns, wobei wir mit 5:7 den Kürzeren zogen. Motiviert bis in die Haarspitzen wollten wir den Spieß dieses Mal umdrehen, mussten dabei allerdings wegen Verletzungen etc. auf Fabio, Matthias, Henning, Jos und Dave verzichten. Im Verlauf des Abends verletzte sich auch noch Alec, sodass die übrigens neun Spieler auf sich allein gestellt waren.
Nachdem das Elfmeterschießen zwischen den ausgeschiedenen Halbfinalisten geschafft war (und sich der FC Marokko durchsetzen konnte), ging es also los mit den letzten fußballerischen 50 Minuten des Jahres. Von Beginn an sollte es ein würdiges Finale werden. Nach einem soliden Beginn mussten wir allerdings früh das 0:1 quittieren. Ein platzierter Distanzschuss ins untere rechte Eck sollte die Führung für den SVWD bedeuten. Dennoch zeigten wir weiter großes Engagement, ohne allerdings zwingend zu sein. Nach einem Ballverlust war es dann wieder ein gegnerischer Distanzschuss, der vom Pfosten abprallte und unglücklicherweise per Abstauber verwertet werden konnte. Mit einem 2:0 Rückstand ging es in die Halbzeit.
Feinjustierungen wurden vorgenommen, das Ding war noch nicht durch. In der zweiten Halbzeit machten wir über weite Phase das Spiel, während sich unsere Gegner mit der Führung im Rücken vor allem auf ihre Defensive konzentrierten. Dennoch erarbeiteten wir uns Chancen um Chancen um Chancen, doch mal stand ein Verteidiger auf der Linie, mal bekamen wir den Ball nicht auf, sondern neben das gegnerische Tor, mal hielt der Wacker-Keeper stark, mal verhinderte das Aluminium den Anschlusstreffer. Der Fußballgott schien uns am heutigen Tag nicht gewogen zu sein. So überrascht es auch nicht, dass ein verwandelter Elfmeter durch Alex W. für das 1:2 sorgen musste. Es sollten ganz spannende letzte zehn Minuten werden. Paarbier warf nochmal alles nach vorne und kam immer wieder zu guten Chancen, doch das gegnerische Gehäuse blieb wie vernagelt. Nach einer Unterzahl fingen wir uns dann noch das 3:1. Die Entscheidung in diesem spannenden und intensiv (aber fair) geführten Finale.
Wie schon 2019 mussten wir uns im Endspiel geschlagen geben. Dennoch können wir mit der gezeigten Leistung absolut zufrieden sein. Stabile Defensive, feinste Technik, vollster Einsatz - all das legten wir an den Tag und können uns nur vorwerfen die nötige Kaltschnäuzigkeit und das Quäntchen Glück vermisst zu haben. Darauf lässt sich im Sommer doch aufbauen, um den großen Pott zu verteidigen.
Vielleicht treffen wir dabei ja wieder auf den SVWD, der seinen ersten Titel einfahren konnte. Wer diesen Winter jedes Spiel gewonnen hat, ist ein würdiger Titelträger. Gratulation. Ebenfalls Chapeau an die beiden Halbfinalisten FC Køpinnacken und FC Marokko. Vielen Dank außerdem an die Verantwortlichen vom Hochschulsport, die die Winterliga trotz Corona ermöglicht haben. Auch sämtlichen Fans und besonders natürlich denjenigen, die uns am Spielfeldrand unterstützt haben, gebührt unser Dank. Hoffentlich sehen wir uns ab April in der Campusliga wieder. Bis dahin ist allerdings erstmal Regeneration und Kekse essen angesagt, bevor es mit Volldampf ins neue Jahr geht.
Besinnliche Feiertage,
euer Paarbier