29/01/2024
RLT - Rodgau Lauftreff e.V. - Der Klassiker im Ultralaufbereich. 50 Kilometer, verteilt auf 10 Runden à 5 Kilometer.
2007 lief ich dort zum ersten Mal, es war mein 11. "Marathon und länger". Damals, am 27.01.2007, brauchte ich 4:50:30 Stunden.
2008 war ich wieder dort, dann war es mein 29. "Marathon und länger". Damals, am 26.01.2008, brauchte ich 4:46:59 Stunden.
Dann kam lange nichts mehr in Sachen Rodgau. Und nun, am 27.01.2024, auf den Tag 17 Jahre nach meinem ersten Finish dort, war ich also wieder da.
Ein wenig älter geworden, ein wenig schwerer geworden und deutlich weniger trainiert und routiniert. Und es war mein 291. "Marathon und länger", immerhin.
Ich wusste, dass ich es mit einer "6er Zeit" gar nicht probieren musste. 6:30 Minuten / km sollte meine Anfangszeit sein mit der Befürchtung, hinten raus nicht mehr laufen zu können. "Unter 6 Stunden bleiben" war also mein Ziel.
Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr und endet um 16.00 Uhr, offiziell. Aber ich habe im Vorfeld den Veranstalter angeschrieben, ich habe von meinen körperlichen Defiziten und Sorgen berichtet und ich bekam gesagt, dass es die Aufgabe wäre, spätestens um 16.00 Uhr "die letzte Runde begonnen" zu haben.
Ein wenig Verlängerung also, zu meiner Beruhigung.
Außerdem, so der Veranstalter, könnte ich den Frühstart um 9.00 Uhr wählen. Also zeigt der "worst case", dass ich nach 7 Stunden die letzte Runde begonnen haben muss. Das sollte machbar sein, dachte ich, egal, was da auch sonst so passiert.
Erst brachte ich Marita zur 42km Wanderung von Frank Over nach Alt-Hürth, an der ein großer Teil der Kölnpfad-Familie teilgenemmen hat, und fuhr dann gleich weiter Richtung Rodgau, aber ein Stau auf der A3 schien meinen Zeitplan zu durchkreuzen. Nach Rodgau, an der Startnummernausgabe vorbei gefahren, über die Brücke, auf einen Parkplatz.
Über die Brücke zurück, die Startnummernausgabe, aber wo ist der Start.
Ach ja, über die Brücke, am geparkten Auto vorbei, dort nach links und in den Wald, dann nach rechts. Nun kamen mir die Handvoll Frühstarter entgegen. Weiter bis zur Startlinie, mit den Zeitnehmern gesprochen und mit drei Minuten Verspätung auf die Frühstartert losgedackelt.
6:30 Minuten pro Kilometer, das sind 32:30 Minuten pro Runde, sei bloß nicht zu schnell. "Hinten raus kackt die Ente" heißt es ja immer so schön, also halte Dich an Deinen Plan und reduziere Dein Tempo.
Mir blieb in Erinnerung, dass ich die beiden letzten Marathons, bei denen ich für 4:45:00 gepaced hatte, um bis zu 7 Minuten verkackt hatte. 2023 war läuferisch einfach ein gräßliches Jahr für mich.
32:07 Minuten für die erste Runde, fast perfekt im Plan, aber schon in der zweite Runde blieb ich mit 33:08 Minuten 38 Sekunden hinter diesem Plan. Also doch etwas mehr Gas geben ...
32:04 Minuten für die Runde 3, die Runde 4 war dann mit 31:52 Minuten meine schnellste Runde, 32:11 Minuten, 32:33 Minuten für Runde 6.
30 Kilometer waren nun auf der Uhr und ich merkte, dass ich mich jetzt wohl anstrengen muss und es nicht mehr von alleine läuft. Und ich wurde langsamer, die Schritte wurden kürzer, der Puls stieg höher.
32:51 Minuten, 33:32 Minuten, 34:34 Minuten und sogar 35:53 Minuten für die letzte, die zehnte, Runde.
Aber ich bin komplett durchgelaufen, Wandern "war nicht" am vergangenen Samstag.
5 Stunden 25 Minuten wären es gewesen, wenn ich die 6:30er Pace durchgelaufen wäre, 5 Stunden, 30 Minuten und 41 Sekunden waren es nachher tatsächlich.
Es geht besser, denke ich, aber es geht auch schlechter.
Meine Marathondurchgangszeit waren 4:35 Stunden, eine Beruhigung für meine drei kommenden Marathons, bei denen ich für 4:45 Stunden pace. Und ich bin mal wieder wettkampfmäßig 50 km durchgelaufen.