14/07/2017
HC Mate setzt Ausrufezeichen!!!
Umbruch geschafft…
Der Traditionsclub und „Beachhandball-Dino“ HC Mate erkämpft sich den 2. Platz beim internationalen Beachhandballturnier im Rahmen der Warnemünder Woche und meldet sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück.
Nachdem im letzten Jahr heftige Kritik an Spielern und Vereinsführung geübt wurde, waren die Erwartungen in diesem Jahr doch eher gedämpft. In den letzten 12 Monaten gab es eine Reihe von personellen aber auch strategischen Veränderungen. Ziel war die Neuausrichtung des Vereins, um den erhöhten Anforderungen an den Spitzensport gerecht zu werden.
zum Turnier:
Leider musste der Club auf viele Stammspieler wie Simon Herold, Jan Peveling, Maic Sadewasser und Eddi N. verzichten und ging somit ohne etatmäßigen Torhüter/Spezialisten ins Turnier. Das machte sich aber nur im ersten Spiel bemerkbar, als man sich noch im Abwehr- und Angriffsspiel orientieren musste. Hinzu kam die schwere Verletzung von Hein Wiebe, welcher bei der intensiven Erwärmung auf einen scharfen Gegenstand sprang und sich eine tiefe Fleischwunde zuzog. Dieser übernahm nun das so wichtige Zeitmanagement des Teams, während der Spiele und Pausen. Hinzu kam der temporäre Verlust eines anderen Spielers (Umstände sind bisher nicht bekannt), welcher aber im Laufe des Tages rechtzeitig zum zweiten Spiel erschien. Auch erneute nächtliche Exzesse waren sicherlich nicht förderlich. Lange Rede, kurzer Sinn! Das erste Spiel wurde ordentlich verhauen.
Nachdem sich die Mannschaft zusammenraufte und auch der Promillewert im Blut sank, ging das Turnier erst richtig los. Das neu formierte Team mit Tim Wiebe, welcher den oftmals unbeliebten Maic Sadewasser vertrat, überzeugte in jeder Sekunde. Nutzte seine Möglichkeiten sowohl im Mittelblock, als auch notgedrungen im Angriffsspiel der Nordlichter.
Mit nur einem Auswechselspieler musste man fortan das Turnier bestreiten. Hier ein großer Dank an die medizinische Abteilung und die Fitnesstrainer, welche die Spieler vor und während des Turniers hervorragend betreuten.
Nichtsdestotrotz sicherte man sich mit 3 Siegen in den weiteren Ansetzungen das Viertelfinale am Sonntag. Dies wurde auch mehr oder weniger in einigen Hotspots Rostocks zelebriert.
Das Auftreten am Sonntag war ohne Zweifel tadellos. Die Mannschaft spielte vielleicht den besten Beachhandball seit Gründung des Vereins. Die Abwehr agierte fehlerfrei und der Angriff überzeugte trotz einiger Ausfälle mit Pirouetten, Kempa und Durchsetzungswillen. Nun hieß es nur noch: „Jetzt oder nie!“ Der Club wollte den zweiten Titel nach 2015 nach Hause holen.
Das Finale vor einer eindrucksvollen Kulisse ging leider im Penalty verloren. Grund für die Niederlage war aber der enorme Kräfteverschleiß, welche sich vor allem im 2ten Durchgang bemerkbar machte. Spielerisch und taktisch war man den „Knochenbrechern“ klar überlegen. Mit nur einem Auswechselspieler ist es eben doch nahezu unmöglich, 2 Tage auf Topniveau zu spielen.
Trotzdem bleibt eigentlich nur zu sagen, dass der HC Mate zurück an der Spitze des Beachhandballs ist und den personellen und strategischen Umbruch mehr als geschafft hat. Die Mentalität, das Auftreten in der Öffentlichkeit, war überaus lobenswert. Auch die Sympathiewerte bei Zuschauern und Konkurrenten gingen in die Höhe. Sicherlich auch aufgrund der jungen, wilden und gutaussehenden Spieler.
Ein großer Dank gilt wie immer allen Fans, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern, die diese gottesgleiche Wiederauferstehung der „Magentafarbigen“ ermöglichten.
Das Team 2017:
Hein Wiebe (n. e.) und Tim Wiebe, Michael Höwt (n. e.), Florian Zemlin, Henning von Oesen, Tim Lehwald, Floyd, Rene Gruszka, Norman Flödl (Trainer)