12/06/2026
Sitzen unterbrechen wirkt.
Viele denken bei Gesundheit zuerst an Sport: Training, Fitnessstudio, Joggen, Kurse.
Aber ein großer Teil unserer Gesundheit entscheidet sich auch dazwischen:
am Schreibtisch, im Auto, auf dem Sofa, in Besprechungen oder bei langen Bildschirmzeiten.
Denn langes Sitzen bedeutet: wenig Muskelaktivität, geringer Energieverbrauch und häufig weniger Bewegung im Alltag. Die WHO beschreibt sitzendes Verhalten als Phasen mit sehr niedrigem Energieverbrauch – zum Beispiel beim Sitzen, Liegen oder Zurücklehnen im Wachzustand. Gleichzeitig betonen internationale Leitlinien: Erwachsene sollten sich mehr bewegen und weniger sitzen.
Wichtig dabei:
Es geht nicht darum, sofort alles perfekt zu machen.
Du musst nicht jede Stunde ein Workout einbauen.
Du musst auch nicht deinen kompletten Alltag umstellen.
Oft reicht schon ein kleiner Anfang:
Alle 30–60 Minuten kurz aufstehen.
1–3 Minuten gehen.
Telefonate im Stehen führen.
Die Treppe nehmen.
Den Drucker, das Wasser oder kleine Wege bewusst nutzen.
Nach dem Essen eine kurze Runde machen.
Die Kernbotschaft ist einfach:
Mehr bewegen. Weniger sitzen.
Auch kleine Mengen körperlicher Aktivität sind besser als keine. Die Physical Activity Guidelines for Americans fassen es sehr alltagstauglich zusammen: Erwachsene sollten sich über den Tag mehr bewegen und weniger sitzen; etwas körperliche Aktivität ist besser als keine.
Und ja: Auch wenn du regelmäßig trainierst, lohnt es sich zusätzlich, lange Sitzzeiten im Alltag zu reduzieren.
Denn Gesundheit entsteht nicht nur in der einen Sporteinheit.
Sie entsteht auch durch die vielen kleinen Entscheidungen dazwischen.
Nicht perfekt starten.
Einfach öfter aufstehen.
Was wäre für dich heute die einfachste Möglichkeit, eine Sitzpause einzubauen?
Quellen: WHO; HHS/ODPHP – Leitlinien zu körperlicher Aktivität und sitzendem Verhalten