17/03/2024
Was wird über den Auszugstest geprüft? Oder: Warum der Auszugstest alleine reicht nicht!
Ich erlebe es im Rahmen von Seminaren immer wieder: Der Auszugstest ist in vielen Konfektionen immer noch das Maß aller Dinge, wenn es um die Bewertung der Crimpqualität geht. Leider! Warum das so ist? Sehr oft, weil vom Kunden einfach nichts anderes gefordert wird. Oder weil Schliffbilderstellung voraussetzt, dass man eine Investition in ein Schliffbildlabor tätigt. Oder weil es einfach zu Zeitaufwendig ist. Oder weil man das schon immer so gemacht hat. Oder…
Was genau prüfen wir denn mit dem Auszugstest? NUR die mechanische Festigkeit einer Crimpverbindung. Mehr nicht!
Eine Crimpverbindung mit einer schlechten Verpressung hat einen hohen Übergangswiderstand und kann trotzdem den Auszugstest bestehen. Also die mechanischen Anforderungen erfüllen. Jeder, der sich intensiv mit Crimpqualität beschäftigt, weiß das. Und er weiß auch, dass eine schlechte Verpressung in Verbindung mit einer hohen Strombelastung zum Verbrennen der Crimpverbindung führen kann. Über eine Schliffbildbewertung würde man das erkennen können. Und eine optimale Verpressung, lässt den berechtigten Rückschluss auf einen guten Übergangswiderstand zu! (Und wenn man es perfekt haben möchte, dann kann man auch den Übergangswiderstand messen.)
Bedeutet: Nur die Kombination von Sichtprüfung, Messen der Crimpmaße, Auszugstest UND Schliffbild, sichert die Crimpqualität! UND das bei der Inbetriebnahme von Werkzeugen ebenso, wie während der Fertigung!
Und natürlich sollte der Auszugstest richtig durchgeführt werden. Wie das genau geht, zeigt das Video!
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