22/05/2026
Viele Frauen trainieren ab 45 weiterhin nach dem gleichen Muster wie in jüngeren Jahren – mit Ausdauerkursen, intensiven Cardioeinheiten oder langen Workouts.
Trotzdem stellen viele fest, dass Gewichtszunahme, weniger Energie und Veränderungen der Körperform zunehmen. Ein wichtiger Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren.
Der sinkende Östrogenspiegel beeinflusst nicht nur den Zyklus, sondern auch den Stoffwechsel, die Muskelmasse, die Knochengesundheit und die Fettverteilung.
Gerade deshalb gewinnt Krafttraining in dieser Lebensphase an Bedeutung. Während klassisches Ausdauertraining vor allem Kalorien verbrennt, hilft Krafttraining dabei, Muskulatur zu erhalten und aufzubauen.
Mehr Muskelmasse unterstützt wiederum den Energieverbrauch und kann helfen, den Stoffwechsel aktiv zu halten. Zusätzlich trägt regelmäßiges Training mit Widerstand dazu bei, die Knochendichte zu stärken und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Empfohlen werden zwei bis drei strukturierte Krafteinheiten pro Woche mit Übungen, die mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen. Ergänzend können moderate Ausdauer- und Beweglichkeitseinheiten sinnvoll sein. Ebenso wichtig sind ausreichende Erholungsphasen und guter Schlaf.
In den Wechseljahren geht es deshalb nicht um mehr Training, sondern um ein Training, das besser zu den veränderten Bedürfnissen des Körpers passt.