Shettyhof Schwarme

Shettyhof Schwarme Ich biete Reitunterricht für Kinder ab 3 Jahren. Hier lernt Ihr Kind nicht nur Reiten sondern auch

17/09/2022

Samstags mit Julie von Bismarck: Kein Pferd möchte etwas falsch machen

Weil ich immer wieder Reiter und Pferdebesitzer sehe, die ihre Pferde strafen, möchte ich heute noch einmal dazu schreiben.
Kein Pferd macht absichtlich etwas falsch - im Gegenteil, alle Pferde, die ich kenne, geben sich die allergrößte Mühe, zu verstehen, was man von Ihnen möchte. Wenn ein Pferd nicht das vom Reiter Gewünschte ausführt, liegt das also in der Regel daran, dass der Reiter sich nicht klar genug/für das Pferd verständlich ausgedrückt hat - oder daran, dass das Pferd es körperlich nicht umsetzen kann. (Zum Beispiel aufgrund von Schmerzen, Erkrankungen oder Blockierungen.) Wie die meisten von Euch wissen, ist das mein Leitsatz Nr. 1 für alle Reiter: Die Fehler macht nie das Pferd. Wenn man den Pferden die Chance, und damit meine ich nicht nur klare Hilfen sondern auch die Freiheit gibt, zu verstehen, was man von ihnen möchte, werden sie alles daransetzen, es richtig zu machen. Pferde sind von Grund auf neugierig und freundlich. Es gibt in ihrem Gehirn überhaupt keinen Platz für planvolles Denken wie "Heute ärgere ich meinen Reiter". Aber: sie reagieren ebenso extrem auf Unsicherheit wie auf verlässliche Führungspersonen, sprich: Menschen, die fokussiert und selbstsicher sind. In Kurzform fühlen sie sich bei ersteren nicht sicher und werden dies zum Ausdruck bringen, in dem sie nicht "gehorchen" (z.B. nicht die Hufe geben, sich nicht einfangen lassen, den Besitzer am Strick durch die Gegend ziehen etc.), bocken, durchgehen o.ä. - gesunde Pferde wohlgemerkt, die all dies bei anderen Reitern nicht tun. Bei den sicheren, fokussierten Reitern haben sie hingegen das Gefühl, diesem Menschen folgen zu können, da er sie nicht in Gefahr bringen wird. Und ganz ehrlich: Damit liegen sie nicht falsch. (Ausführlich habe ich das in "Reitsport" und "Mit dem Pferd statt auf dem Pferd" behandelt.) Aber wenn wir einfach nur einmal zugrunde legen, dass jedes Pferd grundsätzlich erst einmal alles richtig machen möchte, dann sollte es jedem Reiter einleuchten, dass man Pferde nicht strafen darf. Mehr dazu in den o.g. Büchern - und demnächst in meinem Podcast. ©Julie von Bismarck

Ganz meine Philosophie.🏇🏇🏇🏇🏇🏇🏇🏇🏇
30/07/2022

Ganz meine Philosophie.
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Samstags mit Julie von Bismarck: Reiten.
"In meinen über vierzig Jahren als Reiterin habe ich alle möglichen Pferde geritten: faule, hektische, durchgehende, bockende, steigende, freche, sture, ängstliche.
Was mir allerdings bald klar wurde war, dass eben solche Beschreibungen den Pferden unrecht taten - denn für jedes Verhalten gibt es einen Grund.
Nach der Auffassung meiner Großmutter, bei der ich das Reiten lernte, war eben dieser Grund immer und ausschließlich beim Reiter zu suchen.
Es gab in ihren Augen keine schlechten oder guten Pferde, es gab nur gute oder schlechte Reiter.
Unter diesem Motto lernten wir den Umgang mit dem Pferd und: Reiten. In der Praxis sah das so aus, dass bereits das Reinholen von der Weide Regeln hatte und wer seinem Pferd hinterherlaufen musste, um es zu fangen, hatte etwas falsch gemacht.
Meine Großmutter war davon überzeugt, dass man jedes Pferd allein über den Sitz reiten und steuern könnte – so man denn das Durchhaltevermögen mitbrachte, um die dafür notwendige, disziplinierte Reitausbildung zu überstehen.
Diese Ausbildung ging zu Lasten des Reiters und nicht zu Lasten des Pferdes. Es wäre niemals infrage gekommen, einen Mangel an reiterlichem Können durch das in die Hand geben scharfer Zäumungen oder das Zulassen von Zwang und Gewalt zu kompensieren.
Ich muss gestehen, dass ich dies nicht immer toll fand und die Meinung meiner Großmutter durchaus nicht immer teilte.
Wenn ich beispielsweise wieder einmal auf einem ihrer als unreitbar von der Rennbahn geretteten und mir bei jedem Ausritt zuverlässig durchgehenden Vollblüter saß, der mich nicht nur komplett ignorierte, sondern tatsächlich vollkommen immun gegen jegliche Einwirkung meinerseits zu sein schien und ich mich in der mit Lichtgeschwindigkeit näherkommenden scharfen Kurve bereits unter dem weggerutschten Pferd liegen oder an der nächsten Kiefer kleben sah, dann verfluchte ich ihre stoische Gelassenheit und wünschte mir nichts sehnlicher als ein Pelham.
Heute kann ich darüber lachen denn ich weiß, dass ich in Wahrheit großes Glück hatte, so reiten zu lernen. Denn, machen wir und nichts vor: Wir werden davon geprägt, wie wir den Umgang mit dem Pferd und das Reiten zuallererst wahrnehmen."© Julie von Bismarck, "Mit dem Pferd statt auf dem Pferd"

17/07/2022
25/06/2022

Samstags mit Julie von Bismarck: Wer reiten will muss reiten lernen

Es sind eben nicht nur „die gequälten Pferde aus dem großen Sport“ (auch wenn es dort unbestritten auch eine Vielzahl von Reitern gibt, denen man lieber eine andere Sportart empfehlen würde), die jeden Tag unter den mangelnden Fähigkeiten ihrer Reiter leiden.
Jeder Reiter sollte wissen wie man ein Zaumzeug verschnallt (nicht so!), dass ein derart dünnes Gebiss dem Pferd Schmerzen zufügt, und dass der Schoner an den Backenstücken nicht dagegen hilft, dass das Zaumzeug schlicht nicht passt.
Ein Reiter sollte außerdem die absolute Grundregel kennen, dass man sich NIEMALS an den Zügeln festhalten darf.
Natürlich hat jeder Anfänger erst einmal Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht, dem Sitz, den Hilfen und der unabhängigen Hand. Aber dafür beginnt man ohne Zügel (und immer wieder ohne Bügel) an der Longe. Erst, wenn man dort so gut sitzt und ausbalanciert ist, dass man das Pferd in keiner Gangart stört und selbst bei einem Bocksprung oder einem plötzlichen zur Seite springen mit der Bewegung mitgehen kann, darf man eigentlich die Zügel in die Hand nehmen.
Reiter und Reitlehrer unterschätzen meiner Meinung nach häufig, wie schwer es ist, wirklich reiten zu lernen. Das nötige Gefühl und die Balance zu entwickeln dauert Jahre. Es ist nicht möglich das in 10 Reitstunden zu erreichen. Bei vielen Reitern kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es ihnen ausschließlich darum geht, Lektionen oder Sprünge absolvieren und „cool“ zu sein.
Daher meine Empfehlung: Lasst euch beim Reiten fotografieren (das macht ihr ja eh für eure social media accounts ;) ) und schaut auf den Fotos dann zur Abwechslung mal nicht darauf, ob ihr gut ausseht, sondern guckt in das Gesicht eurer Pferde. Das könnte für den einen oder anderen ein Zeugnis seiner Reitkünste sein, das ihm nicht gefallen wird, aber vielleicht überlegt man sich dann zumindest noch einmal, ob die in jeder Bildunterschrift beteuerte Pferdeliebe wirklich so stark ist wie man meint. Denn wer sein Pferd wirklich liebt, arbeitet an sich und seinen Fähigkeiten. ©Julie von Bismarck

Saturdays with Julie von Bismarck: Who wants to ride must learn to ride

It is not only "the tortured horses in the big sport" (even if there are undoubtedly a lot of riders to whom one would rather recommend another sport) who suffer every day because of the lack of skills and knowledge of their riders.
Every rider should know how to fit a bridle (not like this!), that a thin bit like this causes severe pain, and that the padding on the cheek pieces does not help against the fact that the bridle simply does not fit.
A rider should also know the absolute basic rule of NEVER using the reins as a support strap to hold on to when afraid of falling.
Every beginner has difficulties with balance, seat, aids and independent hand at first. But that is why you start without reins (and every now and then without stirrups) on the lunge line. Only when you are so well seated and balanced that you don't disturb the horse in any gait and can keep up with the movement even if the horse bucks or suddenly jumps to the side, can you actually take the reins in your hand.
In my opinion, riders and riding instructors often underestimate how difficult it is to really learn to ride. It takes years to develop the necessary feeling and balance. It is simply not possible to achieve that in 10 riding lessons. With many riders, you can't help but get the impression that they are only concerned with flying changes or jumps and being "cool".
My recommendation: Have your picture taken while riding (you do that for your social media accounts anyway ;) ) and when you look at the photos don´t look at how you look for a change, but look into your horse´s face. For some this could be a testimony of their riding skills, which they will not like, but maybe that can at least get them thinking whether the extreme love for horses that is affirmed in every caption is really as strong as they think. Because if you really love your horse, you willl work on yourself and your skills. ©Julie von Bismarck to ride

Am 04.06. waren wir das erste Mal nach der langen Coronapause mal wieder mit auf einem Turnier. Mit drei Ponys, fünf Kin...
21/06/2022

Am 04.06. waren wir das erste Mal nach der langen Coronapause mal wieder mit auf einem Turnier. Mit drei Ponys, fünf Kindern und einigen Eltern haben wir uns zum Rittergut Remeringhausen auf gemacht. Das Turnier war ein Teil der Veranstaltung "British weekend" und war so mit vielen Besuchern der Veranstaltung gut besucht.
Bei strahlendem Sonnenschein war die Stimmung bei allen Beteiligten sehr gut was sich dann auch im Ergebnis bemerkbar gemacht hat.
Für drei der Kinder und ein Pony war es das allererste Turnier und so war die Spannung nach der Pause um so höher.
Alle Kinder haben zu Hause fleißig geübt und mit den Ponys gearbeitet so das alle gut vorbereitet waren.
Insgesamt haben wir 6 Starts absolviert. Im Ergebnis waren es dann 3 Siege, 1x der 2. Platz und 2x der 3. Platz. Besser hätte der Einstand nicht laufen können.
So sind alle glücklich und zufrieden nach Hause gefahren.

Sehr stotz bin ich auf unser Nachwuchspony Molly Melone die es manchmal noch Faustdick hinter den Ohren hat. Sie präsentierte sich von ihrer besten Seite und lief ohne Fehler durch die Parcours obwohl sie so mache Aufgabe, wie das Überqueren einer Matratze und auf selbiger stehen bleiben, noch nie gemacht hat benahm sie sich wie ein Vollprofi. Bin gespannt wie sie sich noch weiter entwickelt.

25/05/2022

Ein zu hohes Gewicht von Reiterin oder Reiter belastet den Pferderücken erheblich und kann Gesundheit und Wohlbefinden von Freizeit- und Turnierpferden beeinträchtigen. In einer aktuellen Broschüre gibt der Schweizer Pferdesportverband wichtige Tipps...

22/05/2022

Fatal Attack und der Anhänger ein Kapitel für sich. Das letzte Mal als wir ihn auf einen Anhänger gestellt haben, er ist vorher nur mit dem Transporter gefahren, ist er ja ganz lieb eingestiegen. Aber als er dann zwischen den Wänden stand und die Stange hinter ihm zu war bekam er Panik, schlug wie wild um sich und zerlegte den Anhänger ein wenig. Dem Pferd ist zum Glück nichts passiert und der Anhänger konnte repariert werden.
Hier haben wir mal angefangen wieder Vertrauen zum Anhänger aufzubauen. Erstmal ohne Trennwand damit der junge Mann Platz hat. Eigentlich hat er keine Platzangst. In der Startmaschine steht er auch tip top.
Das ganze hier hat jetzt 30 Minuten gedauert und werden wir wohl noch ein paar Tage wiederholen. Dann versuchen wir es mit Trennwand. Wird schon!
Mit Geduld und Spucke fängt man die Mucke 😀😀😀😀

Olaf war beim Friseur und es sind zwei neue Pferde entstanden. Ein elegantes und ein lustiges. Ich würde sagen, Aufgrund...
21/05/2022

Olaf war beim Friseur und es sind zwei neue Pferde entstanden. Ein elegantes und ein lustiges. Ich würde sagen, Aufgrund der Menge an Haaren, war der Termin überfällig! 😀

Wenn die Kinder im Geschicklichkeitspacour unterwegs sind!
11/05/2022

Wenn die Kinder im Geschicklichkeitspacour unterwegs sind!

11/05/2022

Neues von Helmut 🐎
Heute das erste Mal ohne Longe unterwegs. Wir haben ihn erst wie immer kurz an der Longe gearbeitet und dann entspannt ein paar Runden im Schritt ohne Longe um den Reitplatz gedreht. Ich finde, dafür das man vor 6 Wochen nicht einmal mit dem Sattel in seine Nähe kommen durfte, macht er das sehr entspannt mit. Das wird ein richtig toller Kumpel!

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