31/08/2023
Eine kleine Anekdote zur Überstimulation bei mir?
Vor einigen Jahren habe ich für einen Coachingkollegen - wir arbeiteten damals für das gleiche Unternehmen - einige Fotos gemacht. Wir waren dazu zu dritt in einem bezaubernden Waldstück mit mystisch-anmutender Quelle unterwegs - ein wunderbarer Kraftplatz, unterwegs. Es war früh im Jahr und es kamen gerade die ersten Frühlingsboten heraus. Die Sonne blitzte durch die noch kahlen Bäume. Der Boden war nass vom getauten letzten Schnee und an schattigen Stellen war noch ein leichter, weißer Schneeflaum geblieben. Es war eine herrliche Stimmung: wärmende Sonnenstrahlen, Winter-Frühlingskälte, unterschiedlicher Waldduft von erdigem oder steinigem Boden, Tannen- oder Laubbaumgeruch. Geräusche von Tropfen, die zur Erde fallen, erste Insektchen, die Gespräche meiner Kollegen, und ich mit dem Kameraobjektiv zwischen Fern & Nah, neuen Entdeckungen und Geschichte in Bildern entstehen lassen - im Flow dahingezogen & geführt. ... leise plätschernde Quelle aus dem steilen Hang, vereister oder tief matschiger Boden auf dem schmalen Waldweg. ... während ich das so schreibe, ist das alles wieder sehr präsent in mir: Farben, Geräusche, Gerüche ...
Und dann - so beeindruckt und noch voll in der Stimmung dieses reichen Tages - habe ich mich gleich an die Bearbeitung der Bilder gesetzt. Voller Euphorie im Taumel all dieser wunderbaren, intensiven Sinneseindrücke habe ich durchgearbeitet. Mir keine Pause oder nächtlichen Schlaft gegönnt, so voller Energie hat mich dieser Tag gepusht. Verhältnismäßig schnell fertig und die Bilder sollten ja auch zügig für die Weiterverarbeitung für ein neues Coachingprogramm zur Verfügung stehen ...
And then: 😜 im Rausch dieses Tages habe ich nicht mehr unterscheiden können, welche Fotos noch relevant sind. Ich konnte die Fotos nicht reduzieren ... über 300 Stk. ⚡und ich bemerkte es nicht! In dieser anhaltend hohen Stimulation, die mir durch Mark & Bein schoss, "ballerte" ich meinen armen Kollegen mit den Fotos zu. Er war ziemlich platt & ich habe auch erst später verstanden, was bei mir los war.