Doris Gleichmann (ehem. Weiß) Reitunterricht

Doris Gleichmann (ehem. Weiß) Reitunterricht Reiten und Voltigieren mit Spaß !!!

10/07/2022
11/02/2022

Seid Ihr schon gerüstet?

18/09/2021

Er war stets bemüht

Nirgendwo ist dieser Spruch zutreffender als im Parcours. Wirklich. Manche Pferde wollen echt und ehrlich springen - nur leider stört der Reiter da oben drauf extrem. Weil Pferde per se nette Kreaturen sind, nehmen sie ihn aber meist mit … sofern es denn irgendwie machbar ist. Falls nicht geht der olle Reiter obendrauf mal verloren und kriegt dann noch vom Reitlehrer den Satz mit: “Kannst froh sein, dass der springt, an dir liegt’s jedenfalls nicht.” So gescholten geht’s dann zurück in den Sattel, wo das Pferd dann wieder versucht das Unmögliche möglich zu machen.

Ist aber auch schwer. Manchmal kann die Distanz einfach nicht passen, aber Reiter geben gerne mal ihr Hirn ab, wenn da lustig bunte Stangen auf dem Platz stehen und dann reiten sie einfach gar nicht mehr, sie lassen sich mit ihrem Pferd sehenden Auges einfach das Hindernis zutreiben und spielen dann Lotto: Springt’s oder springt’s nicht? In beiden Fällen holen sie anschließend gerne ihren Segelschein nach, denn damit es jetzt passt, muss der Sprung schon enorm sein und das Pferd Vermögen haben. Vielleicht bleibt man dann drauf. Hat das Pferd kein Vermögen, aber ist echt bemüht, springt es halt trotzdem und macht entweder nen Köpper ins Hindernis oder reißt halt alles runter, während der Reiter sich ängstlich an die Ständer klammert.

Die andere Variante ist der spontane Stopp, wo das Pferd sich denkt: Hömma, bei aller Liebe, aber das geht nicht. Und weil der Reiter eben nur blinder (denn sehen können die nicht, sonst würden sie ja reagieren) Passagier ist, findet er sich irgendwo anders wieder. Auf dem Sprung, im Sprung, am Ständer, an der Bande oder direkt zwischen den Pferdehufen. Völlig zurecht, wenn man mich fragt, denn wer doof ist, soll das auch merken (und denkt nicht, dass ich nicht doof bin, ich bin mal stumpf in ner Kurve nach dem Sprung abgesegelt, einfach weil ich alles eingestellt habe: reiten, denken, atmen und festhalten).

Aber die bemühten Pferde bringen uns irgendwie schon durch den Parcours. Sie versuchen jeden Fehler auszubügeln, den wir machen und dafür sollten wir ihnen die Hufe küssen. Wir wissen nämlich spätestens dann, was wir an dem bemühten Pferd hatten, wenn man uns eins hinstellt, das keine Lust hat, sich um deinen Kram zu kümmern. Du sagst da oben nichts? Na, dann stell dich mal auf nen Sliding Stop ein. Ach, du passt nicht auf, dass wir passend kommen? Geh ich halt durch das Hindernis. Was soll das gewesen sein? Ne Parade? Dass ich nicht lache. Ich glaube, ich muss dich mal erinnern, wer hier Chef ist (und dann wird im Parcours eben auch mal Rodeo geritten). Das böse Erwachen kommt immer mit so einem Pferd.

Da stellt man dann nämlich fest, dass Springen nicht einfach “Augen zu und durch” ist, nur weil das Pferd sich so bemüht, sondern, dass Springen auch Reiten ist und man das bekanntlich nicht tut, indem man doof im Sattel sitzt und gar nichts macht. Manche verstehen das nur mit einem Leihpferd, andere wiederum erkennen das, wenn sie nicht immer dasselbe Tier reiten. Aber die Erkenntnis schleicht sich irgendwann definitiv ein. Ist ja nicht so, als könnten Reiter nicht lernen.

Foto: Hält vom Bemühen nichts ...

15/09/2021

Sitz-Expertin Dr. Lysan Massmann erklärt, warum der Knieschluss ein Ammenmärchen ist und Reiter ohne ihn sicherer und harmonischer Reiten – auch beim Springen und in Notsituationen.

Lektion 1 Pferfeführerschein 🤣🤣🤣
10/09/2021

Lektion 1 Pferfeführerschein 🤣🤣🤣

Das angebundene Pferd

Man sollte ja meinen, dass von so einem angebundenen Pferd keine Gefahr und keine Störung ausgeht. Denn es ist ja festgebunden und sollte daher keine Möglichkeit haben, sich oder andere umzubringen, Sachen zu zertrümmern oder sonstwie negativ aufzufallen. Da haben alle Pferde jetzt mal kurz gelacht und dann wieder irgendwas zertrümmert. Sich, den Reiter, den Anbinder oder was sie sonst noch gefunden haben. Angebundene Pferde sind tickende Zeitbomben. Selbst das bravste Pferd kann dabei sonstwas anstellen. Deswegen bekommt man ja auch von klein auf beigebracht, dass man sie nicht unbeaufsichtigt lässt und wenn man mal weg muss, einem Mitreiter Bescheid gibt.

Das ist übrigens eine der größten Lügen der Reiterei. Kaum einer sagt jedes Mal, wenn er kurz weggeht, Bescheid. Neben “Wir tanzen nicht hinter dem Pferdehintern”, ist das auf jeden Fall die am meisten gebrochene Regel. Deutlich häufiger geht sie allerdings schief als die Hinternregel. Warum eigentlich? Na, weil Pferde einfach sehr gerne für das totale Chaos sorgen. Du biegst nur kurz um die Ecke, kommst mit nem Sattel wieder und dann fehlen drei Pferde am Putzplatz, vier Reiter rennen wie die aufgescheuchten Hühner rum und die Reithalle brennt, während dein Pferd fragend mit einem Huf im Strick hängt und sagt: Ey, da ist was falsch.

Der Strick ist also wichtig. Und das Halfter. Passt das beides nicht zum Pferd hat man schon die erste Gefahrenquelle. Zu lange Stricke animieren zu Akrobatiknummern und zu große Halfter zu Houdini-Aktionen. Besonders amüsant ist es, das wieder zu korrigieren, denn ein Pferd, das einmal gelernt hat, aus dem Halfter zu schlüpfen, hat ein Elefantengedächtnis. Noch schlimmer sind die, die zwar nicht aus dem Halfter kommen, sich aber trotzdem, wie ein trotziges Kleinkind, hinwerfen, weil dann auf jeden Fall jemand angerannt kommt, um einen loszumachen. Mein Pferd hatte das übrigens mal ein paar Wochen installiert, dann ist er mal wieder zurückgesprungen und hat mit dem Hinterteil den Birnbaum erwischt. Die Birnen, die daraufhin auf ihn gefallen sind, haben ihn so nachhaltig beeindruckt, dass er das NIE wieder gemacht hat.

Dann ist da noch das Umfeld. Manchen Pferden darf man ÜBERHAUPT GAR NICHTS in die Nähe stellen. Die lecken am Huffett (ist das eigentlich das Pendant zu den Kindern, die am Prittstift lutschen?), stellen ihre komplette Hinterhand in den Putzkasten, oder werfen die Utensilien daraus herum und machen sich dann in die Hose, weil sie umgeben von blauen Bürsten und grünen Hufkratzern sind (und jeder weiß, dass die beißen). Man muss einfach alles in Sicherheit bringen, sonst ist es kaputt. Und von Sätteln oder Trensen in Reichweite fangen wir besser gar nicht erst an, sonst wird der Spaß richtig teuer. Decken darf man ihnen auch keine geben, die liegt garantiert danach im Dreck - im besten Fall. Im schlimmsten Fall hat sich das Pferd die durch die Nase gezogen oder um drei Beine gewickelt, während es zitternd darauf wartet, dass man es befreit.

Auch zu nah oder zu weit weg von anderen darf man manche Exemplare nicht anbinden. Die einen möchten in ihrer Intimsphäre nicht verletzt werden und die anderen möchten unbedingt die Intimsphäre von anderen verletzen und in sie hineinkriechen. Falls beide Exemplare zu nah aneinander sind, gibt es einfach zwingend Beef. Häufiger, wenn eine Stute involviert ist. Hört man also aus der Ferne so ein fieses Quietschen, weiß man schon direkt: Wäre ich mal besser nicht weggegangen. Also, liebe Kinder - nicht weggehen, wenn das Pferd angebunden ist. Okay, schön … dann wenigstens nicht jammern, wenn das Pferd mit dem halben Anbindebalken in den Sonnenuntergang rennt.

Foto: Hat auch schon ein paar Putzplatzverbrechen auf dem Kerbholz.

20/08/2021

Schulpferde sind wichtig

Hin und wieder bin ich ein bisschen erschrocken, wie Reiter von Schulpferden reden. In einigen Augen sind das ausschließlich fette Ponys, die sich dadurch zum Schulpferd qualifizieren, weil sie zu faul sind, um die Leute runterzubuckeln. Dass ein Schulpferd dann doch etwas mehr können muss, das will nicht in ihren Kopf. Aber so eröffnen manche “Reitlehrer” ja auch ihren Trainingsbetrieb und wiederum inserieren Verkäufer ihre Tiere so als “Therapiepferd” - zu faul um wegzugehen heißt NICHT Therapiepferd! Sonst wäre mein Pferd auch ein Therapiepferd. Und das ist er sicher nicht. Bin ja nicht bescheuert.

So habe ich früher auf den Turnieren häufiger mitbekommen, wenn es an die höheren Klassen ging: “Was? Das ist ein Schulpferd? Na, bestimmt nicht.” Oh, no! Das Schulpferd ist L-platziert. Ja … und? Es kann nicht nur scheintote Schluffis ohne Können geben, denn sonst könnten Reiter ja niemals überhaupt lernen, wie sie in den höheren Klassen sich was erreiten. Außerdem absolvieren sie auf solchen Pferden auch ihre Reitabzeichen, wo sollen die Leute ohne Pferd denn sonst eins herkriegen? Das bekommt man nicht, wenn man nicht reitet. Und zum reiten braucht man ein Pferd. Hat man kein eigenes, oder keine Reitbeteiligung - na? Wo soll’s herkommen. Na, klar, von der Reitschule. Und dafür braucht man geeignete Pferde mit einem gewissen Vermögen.

Leider wird das den Schulpferden manchmal komplett abgesprochen. Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber wir hatten damals teilweise ausrangierte S-Pferde im Schulbetrieb, die noch mal so eine Stunde am Tag den Reitern feine Hilfen beigebracht haben. Allein dafür schon ist es enorm wichtig gut ausgebildete Pferde zu haben. Am stumpfen Schulpferd Pucki lernt man zwar sich durchzusetzen, aber feines Reiten sicher nicht! Und das Schulpferd, was sich eben nicht alles gefallen lässt und seine Reiter auch mal in den Dreck befördert, das bringt einem bei, manche Dinge besser zu unterlassen. So ist auch immer mal wieder ein totaler Freak dabei. Kann nicht jeder reiten. Aber man ist stolz, wenn man es endlich lernt!

Es muss gute Schulpferde geben, sonst gibt es keine guten Reiter. Ganz einfache Sache. Man lernt nicht von Pferden, die nichts können und nichts wollen und sich ihre Qualifikation nur deswegen verdient haben, weil sie aussehen, wie ein Pferd und nicht gleich weglaufen, wenn ein Volldepp aufsteigt, der noch nie draufsaß. Das geht vielleicht, um mal ein bisschen Gefühl für ein Pferd zu kommen. Aber der Reiter wächst irgendwann (in seinem Können). Und dann reicht das nicht mehr. Deswegen können Schulpferde eben doch was. Warum ist das so verwunderlich?

Denn man muss ja auch noch die verschiedenen Menschen abdenken. Zum Beispiel mit grundguten Pferden für die ängstlicheren Reiter, aber auch sensiblen, für die Fortgeschrittenen. Und es ist doch auch einfach viel schöner, wenn man sich ein bisschen was erarbeitet hat als Reitschüler und dann mal mit einem Turnier belohnt wird, wo man seine Leistung bewerten lassen kann. Es geht da auch ein bisschen um Motivation und die Bereitschaft mehr zu lernen.

Schulpferde sind die Pferde mit dem gewissen Extra und die Pferde, die meinen allergrößten Respekt haben. Nicht jedes Pferd hat einen so vorzüglichen Charakter, dass es sich dafür eignet und nicht die entsprechende Ausbildung genossen, die es ihm möglich macht, seine Passagiere etwas zu lehren.

Foto: Würde den Leuten nur Quatsch beibringen und ist daher vollkommen ungeeignet als Schulpferd.

Da kommt uns doch so manches bekannt vor 🤣
19/08/2021

Da kommt uns doch so manches bekannt vor 🤣

Wenn der Reiter nur Watte im Kopf hat

Hin und wieder ist dem Reiter alles zu viel. Er merkt es nur nicht direkt, sondern erst dann, wenn er im Sattel sitzt, oder mit seinem Pferd irgendwie umgang hat. Und dann sagt jemand Gemeines so was wie: “Das rechte Bein.” Was jetzt? Pferdebein? Mein Bein? Vorderbein? Hinterbein? Und welches Rechts meint der überhaupt? Hirn aus, Reiter wird zum sabbernden Wrack im Sattel. Man munkelt zwar, man solle das Denken den Pferden überlassen, weil die den größeren Kopf haben, aber das ist natürlich Unsinn. Das Pferd wird irgendeinen Weg wählen. Über den Sprung oder an der Weggabelung und überhaupt - das hilft einfach nicht.

Es ist also nicht immer einfach mit sich selbst und dem Pferd klarzukommen. Klar, der Reiter ist ja nicht ausschließlich Reiter (in der Regel) und selbst wenn er das ist, so ist er manchmal trotzdem einfach völlig gestresst und nicht Instinktgesteuert. Das fängt an solchen Tagen schon in der Sattelkammer an, wo man sich sicher sein kann, dass man dreimal gehen muss. Mindestens. Weil man alles vergisst. Eventuell hat man aber auch schon zuhause die Reithose oder die Reitstiefel vergessen und muss jetzt improvisieren. Außerdem kann man sich sicher sein, dass die gewaschene Sc******ke noch auf dem Wohnzimmertisch liegt - in den Stall hat man sie sicher nicht mitgenommen (habe gestern erfolgreich drei Bananen ins Auto gebracht, bin in den Stall gefahren, habe die Bananen wieder aus meinem Auto geholt und zurück in die Obstschale gelegt … die sollten eigentlich ins Pferd).

Dann auf dem Pferd natürlich. Da wird es plötzlich eine Unmöglichkeit Beine und Arme zu koordinieren und dann noch auf das Pferd zu reagieren. Und jetzt komm bloß nicht mit so Sachen wie: “Linke Hand!”. Reiter leiden grundsätzlich an einer Rechtslinksbehinderung und das schon in der Hardcore-Variante, da hilft es überhaupt nicht, wenn dann auch noch im Kopf ein absolutes Vakuum herrscht, das mit “Geradeaus” schon überfordert ist. Solchen Reitern darf man in der Halle auf gar keinen Fall in die Quere kommen, sonst ist man auch schon mal platt. Der Reiter im Sattel würde nicht mal mitbekommen, wenn eine Oma mit Rollator den ersten Hufschlag kreuzt. Vielleicht doch ganz gut, dass das Pferd wenigstens ein bisschen mitdenkt.

Manche machen damit die Pferde auch ganz wuschig. Oder ratlos. Nach dem Motto: “Herr Berg, irgendwas stimmt mit Hasi nicht.” Andere sagen: Okay, ich probiere mal. Vor allem Springpferde sind es gewohnt, dass ihre Reiter den Kopf pünktlich beim Einreiten in den Parcours abgeben und leben nach dem Deal: “Lässt du mich in Ruhe, springe ich dir das. Fasst du mich an, gnade dir Gott.” Solche Pärchen sieht man häufig vollkommen hirntot durch den Parcours springen - aber irgendwie funktioniert’s für manche. Andere Pferde wollen schon ein gewisses Mitdenken vom Reiter und bestrafen die totale Leere im Kopf gnadenlos. “Wenn der schon nicht denkt, warum soll dann ich?” Das sind die, die an der Bande landen, oder sich mal kurz trennen müssen.

Aber ein Gutes hat es ja, falls der Reiter mal auf den Boden plumpst, ist das Vakuum gebrochen und die Gedanken können wieder fließen. Fast muss er dem Pferd ja schon dankbar sein, dass es ihn zum Denken animiert hat. Auch wenn man danach eigentlich nur denkt: “Aua! Das tut weh!”

Foto: Denkt halt einfach auch nicht mit, wenn du nicht denkst.

20/06/2021
Ein heller Fuchs, ein Brauner, ein Schimmel 🤣
17/06/2021

Ein heller Fuchs, ein Brauner, ein Schimmel 🤣

So fühlt man sich manchmal wirklich. 🤣

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