19/01/2022
Nach langer Abstinenz, ein Lebenszeichen von mir. Es gibt Höhen und Tiefen im Leben und ich merke, dass ich langsam wieder in die Höhe komme. Die letzten zwei bis drei Jahre waren in meinem Leben eine Herausforderung, ich durfte viele Erfahrung sammeln.
Ich habe mein ganzes Leben umgekrempelt. Meinen alten, gewohnten Job aufgegeben um etwas ganz Neues zu wagen. Etwas wovon ich früher nicht zu träumen gewagt hätte, etwas wofür es viel Mut gebraucht hat.
Ich habe ein Studium begonnen und mich nebenbei als Yogalehrerin selbstständig gemacht. Ich habe mich von Beziehungen und Menschen getrennt, die mir einfach nicht mehr gutgetan haben. Ich stand zwischendurch vor einem Scherbenhaufen meines alten Lebens, habe viele Tränen geweint und es gab viele Momente des Zweifels.
Viele Menschen kamen zu mir und haben mir geholfen und mich unterstützt. Manche haben mich für verrückt gehalten. Und ich bin weitergegangen. Ich verspüre große Dankbarkeit für die Menschen die mich bis hierhin begleitet haben und mir immer wieder Mut zugesprochen haben.
Die Tage war ich bei einer Freundin zum Tee eingeladen und mein „Teeorakel“ hat mich zum schmunzeln gebracht. Es bringt alles auf den Punkt.
„Es ist nie zu spät, das zu werden, was man sein könnte.“
Und wer, wenn nicht ich, kann hier nur laut JAAAA rufen, genauso ist es. Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich. So sehr.
Ich war so viele Jahre gar nicht „echt“…ich habe das Leben anderer gelebt und habe mich immer gefragt, ob das alles ist und was Glück überhaupt bedeutet?
Jetzt studiere ich Soziale Arbeit und es ist verdammt hart, neben Job und Kind, ABER ich bin so glücklich. Ich spüre Glück in jeder Zelle meines Körpers. Was nicht bedeutet, dass ich jeden Tag freudestrahlend aufstehe und das Glück jetzt „gefressen“ habe…nein, aber ich habe verstanden, was es bedeutet glücklich zu sein. Ab heute strebe ich jeden Tag nach Glück und ich stehe erst am Anfang der Leiter. Ich spüre, da kommt noch sooooo viel mehr und so viel Großes auf mich zu.
Heute in meinem Studium im Modul „Didaktik“ kam das Thema „HALTUNG“ vor.
DEINE HALTUNG GEGENÜBER DEINEN MITMENSCHEN
Worum geht es dabei? Es ist genau das, woran ich mich jeden Tag erinnere und was ich in meinem Job mit den Kindern, aber auch in meinem Yogaunterricht einfließen lasse.
Es geht darum, deine Mitmenschen in deinem Umfeld zu beobachten, damit du auf sie eingehen kannst, an sie glauben, ihnen Kraft geben, sie zu unterstützen, damit sie sich wohl fühlen und herausfinden was sie begeistert und dies dann fördern, damit sie mit Freude selbstständig und automatisch das tun, was ihnen im Leben Kraft und Stärke gibt. Und um das vermitteln zu können, bedarf es Selbstreflexion, du solltest dich mit dir selbst beschäftigen. Denn wie willst du deinen Mitmenschen etwas vermitteln, wenn du es selbst noch nicht erfahren hast.
Ich sehe so viele Menschen um mich herum, die einfach so unglücklich mit sich und ihrem Leben sind. Die so in ihrem selbst erschaffenen Leid gefangen sind. Ich selbst habe so viele Jahre meines Lebens gelebt.
Bleibe immer neugierig auf das Leben und deine Mitmenschen. Sei „GIERIG“ auf Neues. Das ist das Eingangstor zu deiner Lebenskunst (ich zitiere hier meine Dozentin).
Eure Nicole