26/11/2013
Lazio gewinnt italienischen Klassiker!
Das gestrige Spiel sollte für die Kuffer ein ganz besonderes werden: War man bis zur aktuellen Saison noch das einzige Team mit italienischen Wurzeln, bedient sich seit dieser Saison auch ein neues Team der Uniliga der südlichen Mentalität: Die Kicker des FC Petrisberg bestreiten ihre Spiele in Trikots der Süditaliener aus Neapel. Zusätzliche Motivation stellte zudem der Fakt dar, dass sich auch in den Reihen der Kuffer zahlreiche Spieler und Fans befinden, die sich an den Vorzügen der Petrisberger Wohngegend ergötzen. Es ging um mehr als drei Punkte, es ging um die Vormachtsstellung in sämtlichen Bereichen. Der Großteil der in weiß agierenden Kuffer erschien demzufolge auch hochkonzentriert und im oft zitierten „Tunnel“ zum Spiel. Lediglich der Rückhalt des Teams in Form von Benedikt Hohmann sollte später für interne Diskussion verantwortlich sein, da er kurz vor Spielbeginn mit 4 Oettinger Export Stubbi´s erst einmal zu sich kommen musste, „damit er überhaupt bei eisigen 0°C auf Betriebstemperatur ins Spiel gehen konnte!“ (O-Ton)
Lazio startete an diesem Abend unter Flutlicht in Bestbesetzung: Neben der altbewährten Abwehrreihe rund um Willi Junior Richter agierten davor auf den Außen die Flügelflitzer Dean Niemann und Felix Petrat, in der Mitte als 6er Tobias Arens. Für Tore in der Spitze sollte heute Raphael Roenspieß sorgen. Von Anfang übernahm Lazio das Zepter und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Sagen auf dem Petrisberg hat. Nach Vorlage von Tobias Arens war es Felix Petrat, der den Torreigen eröffnete und cool und platziert zum 1:0 abschloss. Nachdem einige dicke Möglichkeiten ausgelassen wurden, konnte Nils Müller nach einem schön vorgetragenen Angriff über die rechte Seite nach Vorlage von Dean Niemann Mitte der ersten Hälfte auf 2:0 erhöhen. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeitpause. Unmittelbar nach Wiederanpfiff müllerte es durch einen trockenen Schuss in den Winkel erneut zum 3:0. Endlich stellte der rotzfreche Akteur in Reihen der Kuffer seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor mit diesem Doppelpack unter Beweis. Zuvor klagte er jedoch über seine ein paar Nummern zu kleinen Fußballschuhe. Dass er ausgerechnet mit nicht passenden Schuhen einen Doppelpack schnüren konnte, regt hier zum Nachdenken an. Nachdem die Petrisberger einmal im Mittelfeld den Ball erobern konnten, schlossen sie nach einem schnell vorgetragenen Konter durch einen eiskalten Torschuss zum 3-1 ab.
Schnapper Benedikt Hohmanns Bilanz sah somit wie folgt aus: 1 Torschuss, 1 Gegentor, 4 Stubbis. Vorwürfe seitens der Fans, er habe sich während des Spiels mittels Flachmann auf Temperatur gehalten, dementierte er mit leicht angeschlagenem Sprachzentrum vehement. Kurz darauf erhöhte Tobias Arens wieder auf 4:1, bevor Raphael Roenspieß nach dem schönsten Angriffszug des Spiels über Felix Petrat und Dean Niemann, bei dem nicht wenige mit der Zunge schnalzten, den 5:1 Endstand herstellte. Ohne den starken Keeper der Petrisberger, hätte das Ergebnis auch gut und gerne 1-2 Tore höher ausfallen können.
Nun ist es also amtlich. Trierer Szenenkenner des erfrischenden Hopfengenuss wussten es schon vorher, nun weiß es auch die Trierer Studierendenliga: Mit der überzeugenden 5-1 Vorstellung machten die Kuffer klar, wer über den Petrisberg regiert. Zeuge dieser reifen und absolut geschlossenen Mannschaftsleistung der Kuffer war zudem kein geringerer als Jürgen Klopp. Wohl veranlasst durch das Auflaufen der Petrisberger in den Trikots des SSC Neapel trug Klopp am Spielfeldrand seine berühmte Kauleiste spazieren. Gegenüber unserer mittlerweile treuesten Fans Pat und Herrn Ramananthan äußerte sich der Cheftrainer der schwarz-gelben Borussia wie folgt: „Die Spielweise der Jungs von Lazio ist mittlerweile über die Grenzen der Studierendenliga hinaus wahnsinnig bekannt und angesehen. Besonders in Insiderkreisen genießt sie einen sehr guten Ruf! Da trifft es sich ganz gut, dass ich mir die Jungs heute mal anschauen durfte und für das morgige Champions League Spiel gegen den SSC Neapel eventuell den ein oder anderen taktischen Kniff `wie ein Chinese´ abkupfern kann, um das typische italienische Cattenaccio zu überwinden. Die Kuffer haben das heute auch wahnsinnig gut umgesetzt!“ Dieses Kompliment dürfte für alle Kuffer wahre Musik in ihren Ohren sein. Jedoch brachte das heutige Meisterschaftsspiel auch einen Wehrmutstropfen mit sich. Der einst bekannte Mythos der Lazio-Tifosi scheint, verwöhnt durch die erfolgreiche Spielweise der vergangenen Jahre, erschöpft und vom Aussterben bedroht. Schaffen es bei Lazio-Spielen zur Zeit immer nur ein paar Versprengte, sich in die Tar-Frost-Arena zu schleppen, zeigten vor Allem die Vorspiele am gestrigen Abend um 21:00 Uhr, welch enorme Fan-Unterstützung auch in der Studierendenliga möglich ist. Wir bitten darum, dass sich alle führenden Köpfe der Lazio Fan-Gruppierungen Gedanken über diese für den Verein wohl untragbare Situation machen.
Erfreuliche Randnotiz: Der zuletzt arg gebeutelte und sich mit Verletzungssorgen rumplagende Kader der Laziali konnte heute mit Defensivneuverpflichtung Nico Heinz einen weiteren Thekenkrieger begrüßen, der sich mit einer sehr überzeugenden Leistung für zukünftige Schlachten empfahl.