28/05/2026
⚠️‼️🔝„Woaßt as no?!“
im Rundfunkmuseum und bei „Schwaben & Altbayern“ im BR 🔝‼️⚠️
Wilting: In unregelmäßigen Abständen ändern die Demenzverzögerer des SV Wilting ihr gewohntes Präventionsprogramm. So auch in den letzten Tagen, als sie die Räume des Vereinsheims mit denen des Chamer Rundfunkmuseums tauschten. Dabei wurde ihnen aus 150 Jahren die Technik rund um die ganze Welt der Radio- und Fernsehgeschichte und vieles mehr vor Augen geführt. Unterstützt von Hans Schweiger führte Michael Heller die Wiltinger Besucher höchstpersönlich zurück in die Zeit um 1870, als die Telekommunikation im weitesten Sinne ihre Anfänge nahm. Anhand von unzähligen Beispielen, Experimenten und Ausstellungsstücken nahm er die Besucher mit auf eine grandiose Zeitreise. Dabei weckten so manche Exponate Erinnerungen an eigene Erlebnisse. Das Café Nostalgie zum Beispiel ist der mechanischen Schallaufzeichnung gewidmet. Die Geräte, die zu sehen sind, werden rein mechanisch betrieben. Elektrischer Strom und elektrisches Licht waren um 1900 noch Luxus und kamen erst langsam in die Häuser, erst recht im ländlichen Raum. Natürlich wird im Museum auch die dunkle Zeit der deutschen Geschichte dargestellt. Es ist das Original-Mischpult von Thomas Gottschalk und Günther Jauch zu sehen, über 500 Kinder-, Kitsch- und Kultradios und noch vielen mehr. In über 100 Mitmachstationen konnten die Wiltinger Besucher selbst Hand und Ohr anlegen. Ein besonderes Highlight war der Karaoke-Auftritt von Karl und Rita, die gekonnt und wohlklingend Lolitas Seemann träumen ließen. Nach Kaffee und Kuchen zeigte Michael Heller noch spektakuläre elektrische Experimente und Phänomene im Hochspannungsbereich. Alles in allem war es wieder ein gelungener Ausflug in die Vergangenheit, die viele Erinnerungen weckte und zur Wiederholung anregt, weil so viele interessante Ausstellungsstücke aus Zeitgründen nicht näher beleuchtet werden konnten.
Mit der Demenverzögerer-Gruppe hat der SV Wilting seit mehr als vier Jahren ein weiteres Erfolgsprojekt gestartet. Gut 25 Frauen und Männer jeden Alters finden sich regelmäßig mittwochs um 14 Uhr im Vereinsheim in Wilting ein, um unter Anleitung von ausgebildeten Demenzverzögerern dem Ausbruch der Alzheimer-Krankheit vorzubeugen. Aus Augenmerk liegt dabei auf Vorbeugung und nicht, wie viele meinen auf der Behandlung von erkennbaren Symptomen. Niemand aus der Gruppe hat die Diagnose einer Demenzerkrankung. Und damit das noch möglichst lange so bleibt, ist Jedermann und Jederfrau herzlich eingeladen.
Darauf wurde jüngst auch das Bayerische Fernsehen aufmerksam. So bekam Wiltings „Woaßt as no?!-Projekt“ kürzlich Besuch von einem Aufnahmeteam unter der Leitung von Birgit Fürst. In der Sendung „Aus Schwaben und Altbayern“ soll über die Idee der Demenzverzögerung berichtet werden. Dabei stehen dann mit Gisela Pfitzenmaier und Thea Schollerer zwei Gruppenmitglieder im Mittelpunkt des Geschehens. Die Ausstrahlung des Berichts ist voraussichtlich am Sonntag, den 7. Juni um 17:45 Uhr im Bayerischen Fernsehen.