24/01/2024
Das Team ist entsetzt: Skandal-Urteil vom Berliner Fußball-Verband!
Am vergangenen Freitag stand die Neuansetzung der Verhandlung zur Partie SV Tasmania Berlin II und Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 Berlin II an.
Eigentlich wurde die Verhandlung im Dezember angesetzt, jedoch wurde diese nach bereits wenigen Minuten von seitens der gegnerischen Vereinsverantwortlichen abgebrochen. Am vergangenen Freitag nun die Wiederaufnahme.
Gegenstand der Verhandlung war der Spielabbruch am 13. Spieltag am 26.11.2023, der laut Unparteischen durch unsere Fans und deren angeblichen Fehlverhalten entstanden ist. Die Gemüter aller Gäste waren bereits erhitzt, als der Schiedsrichter in der Mitte der ersten Halbzeit eine extreme Fehlentscheidung traf. Seitdem war die Stimmung zwar angespannt, aber definitiv nicht aggressiv.
Endgültiges Unverständnis entwickelte sich im Endspurt eines sehr guten Kreisligaspiels: Beim Stand von 2:0 aus Sicht der Gäste, machten die Tasmanen einen sehenswerten Anschlusstreffer in der 85. Spielminute und unser Keeper Vincent Wolff klammerte im Liegen den Ball, um ein schnelles Fortsetzen des Spielens vom Heimteam zu unterbinden. Dieser wurde allerdings zunächst von einem, kurz danach von einem zweiten und am Ende sogar von einem dritten Tasmanen physisch attackiert – einer von Ihnen trat sogar mehrfach gegen den Hinterkopf unseres Keepers.
Der Schiedsrichter, der übrigens eine Vergangenheit beim Gastgeber aufweist, ignoriert diese Taten absichtlich, obwohl er mehrfach auf dem Platz daraufhin hingewiesen wurde. Unser Kapitän Mohammed Abou Nasser und weitere Mitspieler trennten die Spieler mit voller Kraft von unserem Torhüter, was sich in einer Rangelei fortsetzte.
Selbst unser Co-Trainer Tim Hahn durfte nach mehrmaligen Fragens beim Schiedsrichter den Platz für die Behandlung unseres Torhüters nicht betreten und musste – trotz klarer Kopfverletzung (später wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert) – den Platz umlaufen, um zu unserem Spieler zu gelangen.
Die Unruhe der Spieler setze sich noch weitere Minuten fort und ist bereits bis an die Mittellinie gelangt und beruhigte sich anschließend wieder. Laut Zeugenaussagen brach der Schiedsrichter auf Zuruf eines Tasmania-Spielers das Spiel darauf einfach ab.
Zurück zum Verhandlungstag:
Nach Zeugenaussagen von Blau-Weißen Spielern und Co-Trainer Hahn wurde festgestellt, dass „sich ja niemand die Rückennummern der (angeblichen) Angreifer gemerkt hat“. Das lag unter anderem daran, dass wir zu diesem Zeitpunkt weder wussten, dass es später von erheblicher Bedeutung sein sollte (bei einem gebildeten Schiedsrichter hätte es hier mindestens zwei Platzverweise für die Gastgeber und eine Verwarnung für Keeper Vincent Wolff geben müssen) noch, dass es später zum Spielabbruch und einer Verhandlung kommen sollte. In allererster Linie wollten unsere Spieler nur ihren Mitspieler vor weiteren Angriffen und schwerwiegenden Verletzungen schützen. Dabei merkt man sich wahrlich keine Rückennummern!
Der letzte Satz wurde uns dann zum Verhängnis, denn das Gremium des Berliner Fußball-Verbandes verkündete parallel zum Urteil, dass sie es „höchst merkwürdig“ finden, dass sich niemand an die Rückennummern der Spieler erinnern kann. Leider trifft das nicht ganz zu: Unser Cheftrainer Alexander Pinetzki konnte die Rückennummern der Spieler ausmachen und entsprechend dokumentieren. Pinetzki ist ebenfalls Schiedsrichter im Berliner Fußball-Verband. Durch seine Aus- und Weiterbildung beim Verband wurde ihm unter anderem eine entsprechende Erfassungsgabe gelehrt – nun schien aber sein schriftlicher Bericht beim Verband selbst keine Beachtung gefunden zu haben und wurde im Laufe der Verhandlung regelrecht ignoriert.
Der Verband nutzte seine Abwesenheit wegen seiner Abstinenz (aus beruflichen Gründen) aus. Kurios: Hätte die Verhandlung am ursprünglichen Termin im Dezember stattgefunden, hätte unser Trainer problemlos aussagen können. Weshalb dieser Termin nicht stattfand, wurde bereits erörtert.
Jetzt kommen wir zu dem skandalwürdigen Urteil des Verbandes:
Die drei Angreifer wurden mangels an Beweisen freigesprochen, unser Kapitän Abou Nasser wurde trotz Mangel an Beweisen und keinem Geständnis, mit einer Sperre von drei Spielen belegt!
Wir stehen unter Schock, dass eine Institution wie der Berliner Fußball-Verband, der regelmäßig gegen Gewalt auf Berliner Fußballfeldern erinnert, eine klare Gewalttat ignoriert! Stattdessen bestraft man einen Spieler aufgrund eines vermeintlichen Wortgefechtes.
Co-Trainer Hahn schockiert: „Stetig appelliert der Verband gegen Gewalt auf unseren Fußballplätzen, betreibt entsprechend Kampagnen und will ein Organ sein, das klare Exempel statuieren will. Und jetzt dieses Urteil!?
Dieses Urteil ist ein Schritt in die falsche Richtung und signalisiert, dass man jederzeit Gewalt auf dem Spielfeld betreiben kann, solange man dafür sorgt, dass die eigene Rückennummer nicht erkennbar ist!“
Im Übrigen sollen beide Vereine Strafen zahlen und das Spiel soll wiederholt werden!
Die Blau-Weiß Vertreter werden im Laufe der nächsten Wochen tagen und über eine mögliche Berufung sprechen.
FuPa Berlin SpVg Blau-Weiß 1890 e.V. Berliner Fußball-Verband e. V. Fußball-Woche turus