Utiseta

Utiseta utiseta - draussen sitzen

Warum es so wichtig ist, zu trauern...Das Trauern scheint in unserem Kulturkreis etwas zu sein, mit dem wenige etwas zu ...
06/02/2024

Warum es so wichtig ist, zu trauern...

Das Trauern scheint in unserem Kulturkreis etwas zu sein, mit dem wenige etwas zu tun haben wollen und doch betrifft es uns alle in allen Zeiten und allen Kulturen.

Denn unser Leben ist vergänglich. Wir wollen es oft nicht sehen, aber wir alle werden älter, können Krankheiten bekommen und werden irgendwann sterben. Dass wir geliebte Menschen, Tiere, Orte, einen Arbeitsplatz, unsere eigene Gesundheit oder anderes verlieren, gehört zu unserem Leben. Auch nie erfüllte Sehnsüchte wie eine Kindheit voller Liebe oder ein Kinderwunsch können Verluste sein. Solche Verluste zu betrauern, ist essentiell für ein Weitergehen mit Lebensfreude.

Dazu kommen heute auch kollektive Themen wie Kriege, Instabilität, Ausbeutung, Artenschwund, der krisenhafte Zustand der Erde - alles Aspekte, die es wert sind, Tränen zu vergießen.

Egal ob bei den individuellen Themen oder kollektiven Schmerzen - ohne das Trauern, können Emotionen wie Traurigkeit, Angst oder Wut unsere Lebendigkeit blockieren, die Lebensfreude mindern, uns handlungsunfähig machen oder sich in körperlichen Symptomen oder Krankheiten äußern, denn der Schmerz sucht sich immer einen Weg.

Sich diesen unangenehmen Gefühlen in uns zuzuwenden, braucht einen Rahmen, der Sicherheit bietet und vor allem braucht es eine Gemeinschaft, braucht es Kontakt, um den Schmerz zu transformieren.

Trauern ist auf eine Art ein Plädoyer und tiefe Wertschätzung für das Leben und die Lebendigkeit in uns! Ein Weg, um auch inmitten von Krisen präsent bleiben zu können.

Vom 29.02. bis 03.03. veranstalte ich mit Nela und Magdalena von den „Wandlungsräumen“ ein Trauerritual. Mit einem großen und erfahrenen Team möchten wir alle Menschen willkommen heißen, die sich in Gemeinschaft mit ihren Verlusten beschäftigen möchten.

Heute spendet die Schafgarbe mir Trost. Sie ist meine Lieblings-Unterstützer-Pflanze beim Trauern. Schon der Anblick ihr...
31/01/2024

Heute spendet die Schafgarbe mir Trost.

Sie ist meine Lieblings-Unterstützer-Pflanze beim Trauern. Schon der Anblick ihrer Blüten erinnert mich an weiche Wolken, auf denen ich mich ausweinen kann. Und ihr Tee umhüllt mich wohlig und zärtlich mit Geruch und Geschmack, so dass ich mich aufgehoben und getragen fühle. Interessant, dass sie ausgerechnet nach dem griechischen Helden Achilles benannt ist, der sich intensiv mit der Unsterblichkeit beschäftigt hat, weil er durch das Bad im Fluss Styx, der die Unterwelt von der Oberwelt trennet, unsterblich geworden ist. Und doch ist auch Achilles gestorben, er wurde getroffen an seiner verwundbarsten Stelle, seiner Ferse.

Und damit ist auch sein Körper in den Kreislaufs des Lebens weitergegangen, ist zerfallen, ist essbar geworden für die vielen Mikroorganismen im Boden und damit zu neuem Leben herangereift. Für die Entstehung von neuem Leben braucht es immer auch ein wenig Sterben. Was für ein Geschenk, dass wir Menschen trauern können!

Mehr zum Trauern in meinem neuen Blog-Artikel auf meiner Homepage

oder bei unserem Trauer-Ritual in der Gemeinschaft Sulzbrunn Ende Februar

Was ermöglicht uns die Trauer?Tatsächlich ist Trauer inzwischen eines meiner lieberen Gefühle & Prozesse. Weil ich einen...
29/01/2024

Was ermöglicht uns die Trauer?

Tatsächlich ist Trauer inzwischen eines meiner lieberen Gefühle & Prozesse. Weil ich einen Umgang mit ihr gefunden habe. Einen Umgang für mich selber und auch einen Umgang, wie ich damit in Gemeinschaft sein kann.

Trauerrituale, wie das Trauerfeuer von Circlewise, welches Elke Loepthien-Gerwerth entwickelt hat, ist einer der heilsamsten Räume, die ich in meinem Leben erfahren habe.

Seitdem ich diesen Umgang mit Trauer kenne, weiß ich, dass nach dem Durchleben von Trauer auch wieder Lebensmut kommen kann. Und das ist nicht nur kognitives Wissen, sondern Erfahrung. Ich habe erfahren, dass mein Ohnmacht, Verzagtheit, Hoffnungslosigkeit sich verändern kann. Immer wieder, in kleinen Schritten. In Mut, mit dem präsent und da zu bleiben, was da ist. Auch mit dem Verlust, dem Schmerz, der Krise, dem Kollaps da zu bleiben.

Am Leben zu bleiben, auch wenn vieles in mir oder um mich herum stirbt. Neuen Mut zu schöpfen für das Leben in mir und auf diesem Planeten - wie immer es in Zukunft aussehen wird.

„When despair for the world grows in me
and I wake in the nightat the least sound
in fear of what my lifeand my children...
17/01/2024

„When despair for the world grows in me
and I wake in the night
at the least sound
in fear of what my life
and my children’s lives may be,
I go and lie down
where the wood drake
rests in his beauty on the water,
and the great heron feeds.
I come into the peace of wild things
who do not tax their lives
with forethought of grief.
I come into the presence of still water.
And I feel above me
the day-blind stars
waiting with their light.
For a time
I rest
in the grace of the world,
and am free.“

Wendel Berry

Was für ein zauberschöner Anblick.
Soviel Eis.
Die Welt steht still für einen Moment.
Und ich kann mir diesen einen Moment,
diesen einen Atemzug
Zeit nehmen
für Rückzug.
Für Trauer.
Für Schönheit.
Für Vergänglichkeit.
Fürs Sterben.
Für Akzeptanz.
Für Ganzheit.
Für Liebe.

Wildrose - by Wendell Berry„Sometimes, hidden from me in daily custom and in ritualI live by you unaware, as if by the b...
10/01/2024

Wildrose - by Wendell Berry
„Sometimes, hidden from me in daily custom and in ritual
I live by you unaware, as if by the beating of my heart.
Suddenly you flare again in my sight
A wild rose at the edge of the thicket where yesterday there was only
shade
And I am blessed and choose again,
That which I chose before.”

So wunderschön die Wildrose im Sommer mit ihrer Blüte die Landschaft schmückt, so schön leuchten im Winter in der kahlen Winterlandschaft die reifen Früchte. Diese sammel ich bei den ausgiebigen Spaziergängen durch die karge Winterlandschaft, säubere und trockne sie. Danach kann ich sie bei Bedarf eine Handvoll zu Pulver zermahlen und auf mein Porridge streuen.

Im Hagebuttenpulver befindet sich eine Menge der Nährstoffe der Rose in konzentrierter Form. Hagebutten enthalten z.B. mehrfach so viel Vitamin C wie Zitronen. Außer enthält das Hagebuttenpulver weitere Stoffe:
⁃ sekundäre Pflanzenstoffe, die helfen freie Radikale zu binden
⁃ Ballaststoffe wie Pektine, die die Verdauung unterstützen,
⁃ B-Vitamine, wichtig für den Stoffwechsel
⁃ Pro-Vitamin A für Haut und Haare
⁃ Caratinoide, die zeltschützend und antioxidativ wirken

Das hier ist kein Post über die Wintersonnenwende oder die Rauhnächte. Ganz viele meiner geschätzten Kolleg*innen und Fr...
22/12/2023

Das hier ist kein Post über die Wintersonnenwende oder die Rauhnächte. Ganz viele meiner geschätzten Kolleg*innen und Freund*innen haben schon wunderschöne Texte und Bilder dazu geteilt in diesen Tagen. Es braucht vielleicht keine weiteren dazu.

Dies ist hier ist Post für all die Menschen, die sich einsam fühlen.

Heute.
In den nächsten Tagen.
Das ganze Jahr.

Egal, ob sie in Familie oder Gemeinschaft wohnen oder alleine.

Wenn du dich einsam fühlst, dann ist der Post hier für dich.

Wisse, ich fühle mit dir.
Ich schicke dir Verständnis und Mitgefühl.
Nimm dir davon, wieviel du magst.

Ich fühle mich so oft so einsam,
dass ich gar nicht mehr weiß,
wie es anders geht.

Du bist nicht allein damit.
Lasst uns gemeinsam einsam fühlen.

Vielleicht ein bisschen wie die Pilze.
Von außen sichtbar sind sie nicht verbunden.
Und durch die Fäden in der Erde,
tief drinnen im Dunklen,
sind sie es doch.
Mit ganz ganz vielen
ihrer eigenen Art und
vielen anderer Art.

Lasst uns wie die Pilze sein.

„It is the wound that makes us. It is our shared pain that is the cord of our belonging. …. a reminder that the wound is the way community gathers. People who are complete don’t need each other.” Bayo Akomolafe

Ab heute heisst dieser Account _rewild_yourself_ nun _utiseta_. Vor vielen Jahren ist mir das Wort utiseta zugeflogen, g...
12/12/2023

Ab heute heisst dieser Account _rewild_yourself_ nun _utiseta_.

Vor vielen Jahren ist mir das Wort utiseta zugeflogen, grade als ich auf intensiver Suche nach einer Beschreibung für das war, was mich beschäftigt und ich co-kreieren möchte. Nach einiger Zeit recherchieren, überlegen, diskutieren, vor und zurück und wieder vor und zurück habe ich mich entschieden.

Denn rewilding passt nicht mehr für mich. Nach Auseinandersetzung mit verschiedenen indigenen Stimmen verstehe ich ein bisschen mehr, dass Wildnis ein kolonialistisches Konzept ist. Das Wort Wildnis, die Idee einer von Menschen unberührten Landschaft, gibt es erst seit dem 15. / 16. Jahrhundert.

Die Landschaft, in der wir leben, ist auf viele Weisen belebt ist - mit vielen Mit-Wesen, menschlichen und nicht-menschlichen, gefährlicheren und ungefährlicheren. Wir Menschen gehören genauso zu der Landschaft wie die nicht-menschlichen Wesen. Wir werden jeden Tag genährt, geatmet, getragen, gesehen von dem Land, mit dem wir leben.

Deshalb mag ich, mit ganz viel Wertschätzung für all das - was ich in Wildnisseminaren gelernt habe - für mich nicht mehr unterscheiden zwischen Wildnis und Kultur. Ich mag mehr forschen, recherchieren, spüren, erahnen, beten, erträumen, erlauschen wie unsere menschlichen Vorfahren in Verbindung waren mit dem Land, mit dem sie lebten.

Darum benenne ich grade heute, an diesem Tag, in denen in mehreren Regionen der Welt viel an Vorfahren, Ahn*innen etc. gedacht wird, meinen Account um. Mögen wir durch den Kontakt mit den menschlichen und nicht-menschlichen Ahn*innen ein wenig verlernen von dem, was uns die letzten Jahrhunderte voneinander getrennt hat. Und ein bisschen mehr lernen, was Verbundenheit in diesen besonderen Zeiten bedeutet und von uns brauchen kann. Ich wünsche euch gutes Lauschen in diesen Tagen!

Ich freue mich über Feedback und Sichtweisen von euch!

Es ist die dunkelste Zeit des Jahres – die Zeit der Rauhnächte nach der Wintersonnenwende. Die Nächte sind lang, die Tag...
19/11/2023

Es ist die dunkelste Zeit des Jahres – die Zeit der Rauhnächte nach der Wintersonnenwende. Die Nächte sind lang, die Tage kurz und oft dunkel. Vieles ist verlangsamt. Die großen und kleinen Pflanzen haben sich weitestgehend in die Erde zurückgezogen, die Tiere ruhen mehr als sonst.

In den Rauhnächten geht das Jahr zu Ende. Es war sowohl ein Jahr voller Krisen, Katastrophen und Konflikte auf unserem Planeten. Und gleichzeitig ein Jahr voller Leben und Lebendigkeit, neu geborener Menschen und Tiere, voller Freude und Magie.

Auch wenn durch die Klimakrise bei uns die schneereichen Tage und eiskalten Nächte selten geworden sind, so dreht sich die Erde immer noch verlässlich in ihrer Laufbahn um die Sonne. Und damit können uns die Sonnenwendtage (und auch die Mondbewegungen) weiterhin verlässliche Anker für eine naturverbundene Kultur sein.

Wie wollen wir aus diesem Jahr gehen? Und wie können wir die Erfahrungen dieses Jahres in Unterstützung und Heilsames für das Neue Jahr verwandeln? Was nehmen wir mit, was wollen wir wandeln und was herbei träumen? Wie wollen wir uns ausrichten?

Wir können verlangsamen, Innehalten und unsere eigenen Qualitäten, Werte und Intentionen mit Unterstützung der Landschaft, auf welcher wir leben überprüen und neuausrichten. Die Erkenntnisse, die aus diesem Prozess hervorkommen, können uns das Jahr hindurch als Kompass, Orientierung und Nordstern in herausfordernden Zeiten dienen.

Nur wenig von diesem Prozess können wir alleine tun, für den größeren Teil brauchen wir einander. Wir brauchen die Gemeinschaft, um die wahren Schätze in unserer Jahresreflektion in uns zu finden und uns gemeinsam neu auszurichten, auf eine lebenswerte Zukunft, mit mehr Miteinander und Füreinander, mit der menschlichen und der nicht-menschlichen Gemeinschaft.

Mehr zu meinem Rauhnächte-Kurse auf meiner Seite unter utiseta.org

“I am not sure what the ‘individual’ is anyway anymore,when we find microbial communitiesliving in our guts,and viruses ...
11/10/2023

“I am not sure what the ‘individual’ is anyway anymore,
when we find microbial communities
living in our guts,
and viruses living within bacteria.
Post-humanist processes are always involved”
Bayo Akomolafe

Wie mich das beruhigt und berührt, dass es mich als getrenntes Individuum nicht wirklich gibt. So sehr Teile von mir befürchten, sich aufzulösen, wenn ich mich ganz in meine Interconnectedness hineingehen, so sehr wünschen sich andere Teile von mir zutiefst, ein Teil des Netzes zu sein. Ein Teil des Netzes, welches sich selber kreiert. In jedem Moment. Wie tröstlich.

-humanist

„Berge sind stille Meisterund machen schweigsame Schüler“Johann Wolfgang von GoetheIn diesen Tagen bin ich in den julisc...
29/09/2023

„Berge sind stille Meister
und machen schweigsame Schüler“

Johann Wolfgang von Goethe

In diesen Tagen bin ich in den julischeu Alpen unterwegs. Diesmal nicht rauf auf die höchsten Gipfel mit der weitesten Aussicht. Diesmal eher unten, im Tal. An den Bächen und Flüssen. Im Wald, auf den Wiesen, in den Wäldern. Mit einer anderen Geschwindigkeit. Mit menschlichen Freunden. Menschen kennenlernen, die hier wohnen. Neue Perspektiven hier unten. Ha, wie schön es sein kann, mich selber neu kennenzulernen….

“Water does not resist. Water flows. When you plunge your hand into it, all you feel is a caress. Water is not a solid w...
26/09/2023

“Water does not resist.
Water flows.
When you plunge your hand into it,
all you feel is a caress.
Water is not a solid wall,
it will not stop you.
But water always goes where it wants to go,
and nothing in the end can stand against it.
Water is patient.
Dripping water wears away a stone.
Remember that, my child.
Remember you are half water.
If you can't go through an obstacle,
go around it.
Water does.”

Margaret Atwood

„They appear overnight,on the stump of a cedar tree.What for, in the night,do they use to live by?What is the cottony, g...
19/09/2023

„They appear overnight,
on the stump of a cedar tree.
What for, in the night,
do they use to live by?
What is the cottony, gilled thing
under the bud of the oak tree?
What is the big, woody stem
of that tree, that tree?
What is there that's hauntingly sweet
and comes from the edge of the dark?
What is there that's scented and female
and comes from the edge of the dark?
Why did the mushrooms come,
why do they startle me?“

Margaret Atwood

Ich liebe diese Jahreszeit. Denn jetzt werden „sie“ immer mehr sichtbar. In den leisen Tiefen der Wiesen und Wälder spielen Pilze eine entscheidende Rolle in der Natur. Sie sind die stillen Helfer, die das Gleichgewicht in unseren Ökosystemen kreieren. 🌍🍃 Wir sehen sie so selten, obwohl wir beständig auf ihnen leben, wandeln, sie in uns tragen und sie uns verzehren…

In vielen mythologischen Geschichten sind Pilze Symbole für Transformation und Verbindung. Ihre mysteriösen Formen und ihre Fähigkeit, im Verborgenen zu wachsen, erinnern an die Schleier zwischen den Welten. In manchen Geschichten werden sie mit Magie und dem Unbekannten in Verbindung gebracht, ein Symbol für das Mysterium der Natur selbst.

Pilze sind sowohl Zersetzer, als auch Vermittler. Sie kommunizieren in stiller Eintracht mit den Pflanzenwurzeln, und ihre Mykorrhiza-Netzwerke sind die unsichtbaren Fäden, die das Leben unter der Erde verweben. 🌱🌿🍄🔍

Mehr zu Pilzen, vor allem zum Fliegenpilz, meiner Liebe zu ihm auf meinem Blog (Homepage siehe Profil oben)

Adresse

Sulzbrunn 2
Sulzberg
87477

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Utiseta erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen