27/06/2016
Schon wieder mehr als eine Woche vergangen seit dem 11. Beachturnier....Zeit, für einen kleinen völlig ernst zunehmenden Bericht:
"Mehr als nur ein PARS DE DEUX"
SUHL. Auch dieses Jahr fuhr eine Auswahl des "Nicht der THC II" nach Suhl, um um den meist begehrten Beachhandball-Titel Deutschlands zu kämpfen.
Im Vorfeld des Turniers stand eine intensive Vorbereitung an - schließlich mussten die 3 Neuzugänge A. Wilke, V. Kathner und C. Conrad integriert werden. Selbstverständlich war wie jedes Jahr Training mit dem Ball oder im Sand verboten. Alle diesjährig nominierten Spielerinnen trafen sich indes in einem Tattoo Studio in Deutschland (Anmerkung Redaktion: Studio bittet um Nichtveröffentlichung des Namens). Um den Zusammenhalt der neuformierten Mannschaft zu repräsentieren, ließ sich jede Spielerin ein durch Zufall ausgewähltes großflächiges Tattoo auf den Arm stechen. Passend zu diesem optischen Highlight entschied man sich das Turnier in unseren extra neu in China entwickelten Auswärtstrikots Muster "Tutu" zu spielen.
Die Mannschaftszusammenkunft in Suhl gestaltete sich schwieriger als erwartet. Reisegruppe 1 opferte sich und tourte durch Gesamt-Mitteldeutschland, um F. Fuhrmann von einer Kanutour und die gerade rechtzeitig gelieferten Trikots im Norden Thüringens einzusammeln. S. Rutschow rettete Freitag Abend noch Leben und setzte sich motiviert und frisch geduscht Samstag Morgen 3:00 Uhr in den Zug, um rechtzeitig zur Mannschaftsvorstellung in Suhl einzutreffen.
Dass einige Teilnehmer bzw. Besucher nur nach Suhl kommen, um das neuste Mannschaftoutfit des Dauerbrenners zu erspähen, merkte man daran, dass die Mädels nach Ankunft kontinuierlich nach dem neuen Outfit ausgefragt wurden. Die Mannschaft ließ sich nicht durch isotonische, BerlinerLuft und Früchte enthaltende Getränke bestechen, hielt dicht und präsentierte ihr Spieloutfit erst am Samstagmorgen in der zwei Zuschauer umfassenden Mannschaftsvorstellung auf dem Parkplatz am angrenzenden Sportpark.
Bei den Frauen wurde das Turnier in zwei Gruppen mit je 3 Mannschaften ausgespielt. Die Gruppenspiele gegen Bad Neustadt und Im Po Sand aus Riesa/Oschatz gewann der "Nicht der THC II" jeweils klar mit 2:0.
Damit war der angestrebte Gruppensieg erreicht. Im Halbfinale musste der Gruppenzweite aus der Gruppe 2, die Haubitzen, besiegt werden, um den Einzug des "Nicht der THC II" ins Finale perfekt zu machen. Dies gelang den Damen wiederum mit 2:0. Da sich auch der Gruppenzweite der Gruppe 1 Im Po Sand im zweiten Halbfinale durchsetzte, kam es im Finale zur Neuauflage des Gruppenspiels. Da sich die Damen aus Riesa/Oschatz im Turnierverlauf zunehmend steigerten, war ein spannendes Finale zu erwarten. Die hochmotivierte Mannschaft des "Nicht der THC ll" setzte sich am Ende jedoch mit einer satten Torausbeute mit 2:0 durch und machte den neunten Titelgewinn bei der neunten Teilnahme perfekt.
Für den Erfolg entscheidend war letztendlich ein effektiver Angriff, der wiederholt mit Zwei-Punkt-Würfen durch K. Ackermann, S. Rutschow, V. Kathner und C. Conrad punktete. Kempas und Drehwürfe gehörten zum Repertoire aller 4 Spielerinnen und wurden vor allem dann eingesetzt, wenn durch die Turnierleitung eine Belohnung ausgerufen wurde. Natürlich ist klar, dass man im Angriff Spiele gewinnt, aber in der Abwehr Turniere. Vollen Einsatz zeigten dort A. Wilke, S. Rutschow und F. Fuhrmann, wobei zur Abwechslung mal nicht die Nase von F. Fuhrmann durch A. Voß, sondern von A. Wilke in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach einer fachmännischen Verarztung vor Ort, Wechsel des blutüberströmten Tutus und einem Bier später, war A. Wilkes Gesicht wieder eine glatte 10! Im Tor zeigte L. Zimmermann wie immer eine souveräne Vorstellung, mauerte ihr Tor regelrecht zu und zeigte bei feldüberfliegenden Torwürfen ein sicheres Händchen.
Während des Turniers übernahm dieses Jahr U. Mittag, unser herzensguter Importhit aus dem letzten Jahr, das Zepter an der Seitenlinie. Fachmännisch behielt sie den Spielstand sowie die Zeit im Auge und kümmerte sich um die Versorgung der Spielerinnen. Unterstützt wurde sie zeitweilig durch unsere am Knie verletzte Stammspielerin S. Gebbert, die sitzend auf ihrem Klappstuhl das Spielgeschehen aus einer ganz besonderen Perspektive aufmerksam analysierte.
Ebenso darf der Faktor des Wetters nicht unerwähnt bleiben. Während es Freitag angenehm den ganzen Tag mehr oder weniger stark durchregnete und somit unsere Kleidung angenehm kalt und feucht blieb, kam am Spieltag die extrem gefährliche Sonne durch, was einige Mannschaften bereits am Freitag zur Absage zwang. Nicht alle Mannschaften waren auf dieses Extrem vorbereitet und hatten es versäumt sich im Vorfeld mit entsprechenden Utensilien wie Sonnenbrillen und Sonnencremes auszustatten.
Am Ende das Tages wurde der 9. Titel ausgiebig im Partyzelt gefeiert. Die Teilnahme an der Siegerehrung und der Party war kurz gefährdet, da die "Mannschaft des THC II" im Anschluss an das Turnier von Joeys Pizza zu einer aufregenden und wutfördernden Dreistündigen-Warterei auf eine Pizzalieferung an den Parkplatz gebunden war.
Stimmen "Nicht der THC II":
Wir bedanken uns bei den Beachpionieren und allen teilnehmenden Mannschaften für das gut organisierte Turnier und die amüsanten Stunden.
Des Weiteren wollen wir uns auch in diesem Jahr beim Rewe Fachmarkt bedanken. Durch das Sponsoring von sogenannten DRY-FEET-Obsttüten, konnten die Spielerinnen des "Nicht der THC II" durch Überstülpen am Freitag Abend die ersten Ententanzrunden trockenen Fußes absolvieren.
Wir freuen uns auf das nächste Jahr und unser 10-jähriges Jubiläum!