02/09/2026
Waldbaden – Zeit für Körper, Geist und Seele
Kann ein Spaziergang im Wald dabei helfen, zur Ruhe zu kommen?
Beim Waldbaden geht es nicht darum, möglichst weit oder schnell zu laufen. Vielmehr steht das bewusste Wahrnehmen der Natur im Mittelpunkt.
Gerade für Menschen, die unter Hörstress, Tinnitus oder Gleichgewichtsbeschwerden leiden oder sich einfach nach einer Auszeit sehnen, können Ruhe, langsame Bewegung und Achtsamkeit wohltuend sein.
Ein paar Tipps zum Waldbaden:
Langsam werden
Kein Leistungsdruck – gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo und machen Sie Pausen.
Mit allen Sinnen wahrnehmen
Was sehen Sie? Welche Farben, Formen und Bewegungen entdecken Sie?
Bewusst hören
Lauschen Sie den Geräuschen der Natur – zum Beispiel dem Wind, Blättern oder einem Bach. Und nehmen Sie auch wahr, wie sich die Umgebung für Sie anhört.
Atmen und spüren
Nehmen Sie sich Zeit und achten Sie auf Ihren Atem, den Wind auf der Haut und die unterschiedlichen Temperaturen.
Die kleine Welt entdecken
Schauen Sie sich einen kleinen Ausschnitt des Waldes ganz genau an. Vielleicht entdecken Sie ein Blatt, einen Pilz, eine Rinde oder ein kleines Insekt, das Ihnen sonst entgangen wäre.
Entspannung statt Leistungsdruck
Es geht nicht darum, etwas leisten zu müssen. Einfach stehen bleiben, schauen, riechen, hören und den Moment genießen.
Gleichgewicht und Achtsamkeit
Auch einfache Übungen wie bewusstes langsames Gehen oder das Balancieren eines kleinen Astes können die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper lenken. Bei bestehenden
Gleichgewichtsbeschwerden bitte nur Übungen machen, bei denen Sie sich sicher fühlen.
Waldbaden bedeutet: raus aus dem Alltag und bewusst in die Natur eintauchen.
Dieser Beitrag entstand nach einem Vortrag über „Waldbaden“ von Frau Anke Bürger, Hörtherapeutin an der MEDIAN Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim.
Mit freundlicher Genehmigung von Frau Bürger.
Die Tipps dienen der Anregung und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Behandlung.