Zur Geschichte:
1856 wurde in Stuttgart-Ost das Mineralbad Berg vom königlichen Hofgärtner Friedrich Neuner mit der Bezeichnung "Bad am königlichen Park" gegründet und eröffnet. Das Bad befindet sich im heutigen Heilquellenschutzgebiet. m Jahr 1508 wurde eine neue Mühle am Nesenbach etwa im Bereich Nißle-/Karl-Schurz-Straße gebaut. Jahrhunderts die sogenannte Bachmühle den Betrieb einstellte, kau
fte der Stuttgarter Baumwollfabrikant Karl Bockshammer das Gelände und errichtete dort 1810 die erste mechanische Baumwollspinnerei Württembergs. Da für den Betrieb der Spinnmaschinen ein gleich bleibender Wasserfluss notwendig war, der Nesenbach aber mal mehr und mal weniger Wasser führte, ließ Bockshammer zwischen 1830 und 1853 nach Quellwasser bohren. Schließlich waren in gut 45 Meter Tiefe insgesamt fünf Mineralquellen gefunden, die ihr Wasser an der Erdoberfläche in einen See ergossen. Juni 1856 eröffnete Friedrich Neuner das „Stuttgarter Mineral-Bad bei Berg“. Dieses Bad hatte von Beginn an ein gemauertes Schwimmbecken und ist deshalb das älteste bis heute existierende Schwimmbad in Stuttgart. Lange Zeit war es sogar das größte Mineralschwimmbecken in Deutschland. Die Stuttgarter bezeichnen das Mineralbad Berg umgangssprachlich als das „Neuner“ oder das „Berg“. Aus fünf Quellen fließen täglich 5 Millionen Liter natürliches Mineralwasser in die vier großen Innen- und Außenbecken mit Wassertemperaturen von 22 °C bis 34 °C und einer gesamten Wasserfläche von 1.380 m². Durch die hohe Schüttungsmenge der Quellen ist weder eine Chlorung noch eine Umwälzung oder eine Wasseraufbereitung notwendig. Das "Berg" ist eines von drei Mineralbädern in Stuttgart (neben dem Mineralbad Leuze und dem Mineralbad in Bad Cannstatt). Das Mineralbad Berg war 149 Jahre in Familienbesitz und ging zum Jahreswechsel 2005/2006 in den Besitz der Stadt Stuttgart über. In direkter Nachbarschaft ist geplant, ein Gesundheitszentrum nebst Hotel zu erstellen. Seit 2008 ist das Mineralbad Berg in verschiedenen Gremien (Gemeinderat, Bezirksbeirat Stuttgart-Ost, Bäderausschuss in der Diskussion wie eine wirtschaftliche Zukunft des Bades aussehen könnte. Am 12.Dezember 2008 hat der Bäderausschuss den Beschluss gefasst, eine Sanierung und Modernisierung des Bades auf Grundlage der Konzeptstudie der Architekten Geier & Geier gefasst. Gesamtkostenschätzung der Sanierung: 16 Mio. €! Aktuell:
Nach einem einem VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) hat die Stadt das in Stuttgart anssässige Planungsbüro "4a Architekten GmbH" mit der Detailplanung beauftragt. Es wurden insgesamt mehrere Sanierungsvarianten erarbeitet und vorgestellt:
1.) Variante I: Erhalt des Bades als innerstädtisches Sommer-Freibad im Park mit ausschließlichem Sommerbetrieb
2.) Variante II: Aufbauend auf Variante I, ergänzt aber um ein Warmwasserausßenbecken und einer Aufwärmhalle
3.) Variante III: Generalsanierung und grundlegende Optimierung des betrieblichen Ablaufs