05/11/2021
DJK-SV Geisfeld - SV Stechendorf 2:0
Zum Rückrundenauftakt bereits vor der Winterpause war der SV Stechendorf zu Gast in Geisfeld. Für die Heimelf ging in der Vorwoche eine fünf Spiele andauernde Siegesserie in Mistendorf zu Ende, die Gäste, die sicherlich noch auf einen der Aufstiegsplätze schielen, holten im Spitzenspiel gegen den TSV Kleukheim ein Unentschieden.
Die Begegnung begann ausgeglichen, beide Seiten legten mutig los. Für die Heimelf hatte Kiczko die erste Gelegenheit nachdem er sich dynamisch an der Abwehr vorbeitankte, mit seinem strammen Schuss aber nur den Pfosten traf. Auf der Gegenseite wurde Arnold im Strafraum freigespielt, scheiterte mit seinem Abschluss jedoch am Geisfelder Schlussmann. Der Tabellenunterschied war spielerisch nicht festzustellen, die Heimelf ließ mutig den Ball laufen und konnte sich Torchancen erspielen. Nach 19 Minuten sorgte Bangura mit einem Traumtor für die nicht unverdiente Führung: Aus beinahe unmöglichem Winkel traf er den Ball aus der Drehung perfekt und die Kugel schlug unhaltbar zur umjubelten Führung ein.
Die Gäste reagierten mit einer Eckballvariante, in welcher der Ball flach durch den 16er an die Strafraumkante gebracht wird, zwei Angreifer den Ball passieren lassen und letztlich Didoff direkt abzog. Ruhl konnte parieren, den Abpraller vor dem einschussbereiten Stechendorfer konnte Fürstenhöfer mit einer sensationellen Rettungsaktion klären.
Der SVG schwächte sich nach 33 Minuten durch einen völlig unnötigen Platzverweis selbst, Stechendorf schöpfte natürlich Selbstvertrauen und intensivierte die Angriffsbemühungen deutlich. Immer wieder ging es über den besten Stechendorfer Didoff, doch die Abschlüsse gerieten zu unpräzise, ein Kopfball von Schatz nach einer Ecke ging an die Latte. Didoff war es kurz vor der Halbzeit, der durch einen ebenso unnötigen Feldverweis dafür sorgte, dass die numerische Gleichheit wieder hergestellt war.
Das stellte ein doppeltes Problem für die Gäste dar: Einerseits musste damit ihr bester Spieler vom Platz, andererseits war es mental schwierig nun wieder umschalten zu müssen, denn mit der Aussicht, 60 Minuten in Überzahl zu agieren, ging auch die Gewissheit einher, das Spiel sicher noch drehen zu können, diese war nun passé.
Das merkte man im zweiten Durchgang auch schnell. Stechendorf agierte zwar immer noch offensiv, aber viel weniger zielstrebig und insgesamt unsortierter. So ergaben sich schnell Konterchancen für die Heimelf. Bereits in der 51. Minute spielte Trainer Jonsson Beck einen herrlichen Pass mit dem Außenrist auf Bangura, dieser erreichte den Ball vor dem herauseilenden Torhüter, blieb auch angesichts des auf die Linie zurückgeeilten Verteidigers cool und schob zum 2:0 ein. Die Gäste hatten in Form von Gebhard eine Riesenchance zum Anschluss, doch alleine vorm Keeper scheiterte er an letzterem. Den Rest des Spiels drückte Stechendorf zwar, konnte die Angriffe aber größtenteils nicht vernünftig zu Ende spielen, während Geisfeld einige sehr gute Konterchancen liegen ließ.
Große Erwartungen hatte das Publikum kurz vor Schluss, als sich Kàri Jonsson Beck höchstselbst den Ball zu einem Freistoß aus vielversprechender Position zurechtlegte, um diesen mit seinem gefürchteten linken Fuß aufs Tor zu bringen. Aus Furcht vor möglichen physischen Konsequenzen, die der Coach in seiner Funktion durch Straftraining o.ä. verwirklichen könnte, wird an dieser Stelle über die Details der Ausführung und v.a. des Nachschusses lieber Stillschweigen bewahrt; das Ergebnis blieb jedenfalls unverändert.
In der Nachspielzeit kam Schatz aus sieben Metern nach einer Ecke frei zum Kopfball, lenkte den Ball aber genau auf das Knie des Schlussmanns und spätestens da war klar, dass Stechendorf an diesem Tag kein Tor mehr erzielen würde.
So bleibt am Ende ein verdienter 2:0 Sieg der Heimelf.