10/08/2026
Wenn der Bumerang zurückkommt, ist die Begeisterung groß
Ferienprogramm Konstanz: Zehn Kinder bauen und werfen ihre eigenen Bumerangs
Ein Stück Holz fliegt durch die Luft, dreht seine große Kurve und kommt – mit etwas Glück – wieder zum Werfer zurück. Für zehn Kinder wurde dieses faszinierende Flugphänomen beim Bumerang-Workshop im Rahmen des Ferienprogramms Konstanz zum ganz besonderen Erlebnis.
Am Donnerstag war Andreas Auer als Dozent und Kursleiter beim Verein für Sport, Natur und Kultur Konstanz (VSNK) zu Gast. Sechs Jungen und vier Mädchen tauchten dabei in die Welt des Bumerangs ein. Sie bauten unter Anleitung ihre eigenen Fluggeräte und erfuhren gleichzeitig, was hinter dem scheinbar magischen Rückkehrflug steckt.
Mit Säge, Feile und Schleifpapier ging es zunächst ans Werk. Aus einem Stück Holz entstand Schritt für Schritt ein eigener Bumerang. Dabei lernten die Kinder nicht nur handwerkliche Grundlagen, sondern bekamen auch einen Einblick in die Physik des Fliegens: Was ist Auftrieb? Warum kann ein Flügel fliegen? Welche Rolle spielen Form, Drehung, Wurftechnik und Wind?
Anschließend wurde das Erlernte auf der Wiese ausprobiert. Die ersten Würfe verliefen dabei nicht immer so, wie geplant. Doch genau das machte den Reiz aus. Wurf für Wurf wurde ausprobiert, korrigiert und verbessert. Und wenn der Bumerang schließlich tatsächlich seine Kurve flog und zurückkam, war die Freude entsprechend groß.
Für Andreas Auer war der Workshop zugleich ein kleines Jubiläum. Seit 30 Jahren begleiten ihn Bumerangs durch sein Leben. 1996 baute er während eines Zeltlagers der Kolpingsfamilie am Bieler See seinen ersten eigenen Bumerang. Aus diesem ersten Versuch entwickelte sich eine Leidenschaft, die bis heute anhält.
Seine Begeisterung gibt Auer inzwischen seit vielen Jahren an Kinder und Jugendliche weiter. Dabei geht es ihm um weit mehr als das Werfen eines Sportgeräts.
Der Bumerang verbindet Handwerk, Bewegung, Naturwissenschaft und die unmittelbare Erfahrung, dass physikalische Gesetzmäßigkeiten tatsächlich funktionieren.
Und genau das konnten die Kinder an diesem Tag selbst erleben – ganz ohne KI und ohne komplizierte Technik. Ein wenig Handwerkskunst, Techniktipps, Kenntnisse über Aerodynamik und Auftrieb und vor allem die Bereitschaft, selbst auszuprobieren, reichten aus, um die Bumerangs zum Fliegen zu bringen.
Am Ende des Workshops nahmen die zehn Nachwuchs-Bumerangwerfer nicht nur ihre selbstgebauten Bumerangs mit nach Hause, sondern auch viele neue Erfahrungen – und vielleicht bei dem einen oder anderen die Lust auf ein neues Hobby.
Für Auer schließt sich damit nach 30 Jahren ein schöner Kreis: Was 1996 mit einem Stück Holz am Bieler See begann, begeisterte nun die nächste Generation in Konstanz.
Denn manchmal ist es eben genau wie beim Bumerang: Was man mit Begeisterung auf den Weg bringt, kommt irgendwann wieder zurück.