28/09/2023
UPDATE zum Stand unseres Projektes und sonnige Grüße vom neuen Idarkopf Turm:
Als Unternehmer muss man schon sehr ausdauernd sein, wenn man im Land RHEINLAND-PFALZ ein Projekt unserer Größenordnung umsetzen möchte. Wenn das Projekt auch noch in einer strukturschwachen Region realisiert werden soll, welche weit weg von der Landeshauptstadt Mainz liegt, dann anscheinend umso mehr. Glücklicherweise ist dies in anderen Bundesländern anders, wenn es darum geht die finanzstärkste und immer noch am schnellsten wachsende touristische Zielgruppe der Mountainbiker, mit professionellen Angeboten zu begeistern, und somit unseren Sport in der Natur gezielt zu kanalisieren.
Mit unserem Konzept zum Start der Projektentwicklung am Idarkopf, waren wir vor mehr als zehn Jahren, einer der Vorreiter dieser Entwicklung in deutschen Mittelgebirgen.
In Kooperation mit der Ortsgemeinde Stipshausen, der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen, den Waldeigentümern und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Birkenfeld haben wir große personelle und finanzielle Herausforderungen gemeistert. Der Kommunalpolitik ist hier in keinster Weise ein Vorwurf zu machen. Für uns ganz wichtig, dies auch nochmals zu betonen, da wir oft das Gefühl haben, dass Landes- und Kommunalpolitik in der öffentlichen Diskussion über einen Kamm geschert werden. Die Region steht absolut geschlossen hinter unserem Vorhaben.
Gemeinsam haben wir umfangreiche Naturschutzgutachten erstellt und diese durch namhafte Juristen auf Rechtssicherheit prüfen lassen. Auch unsere geplanten Ausgleichsmaßnahmen werden, den unbestrittenen ökologischen Fußabdruck unseres Projektes, mehr als kompensieren. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Biotopvernetzung in unserer Region, rund um und mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Auch die Audi Nines hatten wir unter großen Bemühungen aller Beteiligten nach Deutschland geholt, um die Wartezeit auf unser Projekt, mit Sport von Weltformat, zu verkürzen.
Wie ihr also seht haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und stets hart für unser Ziel gearbeitet. Eine gemeinsame Kraftanstrengung einer ganzen Region. Eine Region die uns bis heute motiviert dran zu bleiben. Gleiches gilt für die deutschsprachige Mountainbike Community und die Community in den angrenzenden Nachbarländern, welche uns bis heute mit Nachrichten und viel Unterstützung pusht, an dem Projekt weiterzuarbeiten. Es gibt also durchweg viel positives zu berichten und dies ist auch der Grund warum wir euch heute nach unzähligen Anfragen wieder mit einem Update versorgen.
Nun aber direkt zu den negativen Aspekten:
Einige wenige Menschen, in einer entsprechenden Verwaltungsposition, sind offensichtlich in der Lage solch ein Engagement enorm auszubremsen und somit die wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region zu hemmen. Das ist erstmal mehr als bedauerlich.
Die Landesforstverwaltung in Rheinland-Pfalz, welche dem Umweltministerium in Mainz angegliedert ist, verweigert unserem Projekt schlichtweg die Genehmigung über das zuständige Forstamt Idarwald. Noch zu Beginn unserer Projektierungen haben wir mit diesem Forstamt partnerschaftlich zusammen gearbeitet, das heutige Betriebskonzept abgestimmt und somit auch im guten Glauben weiter in das Vorhaben investiert. Als offensichtlich klar wurde, dass naturschutzrechtliche Belange das Projekt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verhindern werden und der Bebauungsplan beschlossen wird, hat die Landesforstverwaltung gegen unser Projekt scharf geschaltet. Alle Kompromissvorschläge unsererseits verliefen im Sande und so bleibt nichts als den Rechtsweg zu bestreiten.
Dieser wird auch jetzt unmissverständlich vorangetrieben werden. Die zuständigen Juristen und sogar der Gemeinde- und Städtebund prophezeien beste Erfolgsaussichten. Es steht also die nächste Hürde an.
Man fragt sich nur, warum unser Projekt hier so ausgebremst wird, wenn man bei der Landesforstverwaltung doch wissen müsste, dass der Rechtsweg in einer Niederlage enden wird. Die wahren Gründe werden immer offensichtlicher und sie sind ein wirklicher Skandal. Dazu werden wir dann aber zu gegebener Zeit nochmals berichten.
Mit der hart kritisierten Novellierung von Landesjagdgesetzen, höchst defizitären Haushalten mit Millionenverlusten, sowie einem Chef, welcher inzwischen in der öffentlichen Kritik wegen jagdlicher Vergehen steht, hat die Landesforstverwaltung ja eigentlich genug zu tun. Da wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht noch ein weiteres Fass in der öffentlichen Diskussion zum Überlaufen bringen und konzentrieren uns lieber auf unsere nächsten Schritte.
Wäre unser Budget, genau wie Holz und dem der Landesforstverwaltung offensichtlich in unendlichen Mengen zur Verfügung stehenden Steuergeld, ein nachwachsender Rohstoff, dann könnten wir gerne auch noch ein paar Jahre Projektentwicklung dran hängen. Als Unternehmen sind wir aber in der Pflicht zu wirtschaften und unsere kommunalen Partner wollen eine Region touristisch entwickeln. Die Kosten eines Rechtsstreits der Landesforstverwaltung tragt übrigens ihr als Steuerzahler. Wie gesagt…ein nachwachsender Rohstoff. Das Projekt zu verhindern kostet also nicht nur unser Geld, sondern geht auch auf eure Kosten.
Aber in unserem Sinne, dem Sinne einer ganzen Region und im Sinne der Mountainbike Community suchen wir jetzt gemeinsam mit unserem Partner - der Ortsgemeinde Stipshausen - die Entscheidung, ohne weitere Kompromisse.
Zum einem für die Gerechtigkeit, dass sich einzelne Personen im Staatsdienst, mit offensichtlich rein persönlichen Interessen, nicht gegen eine ganze Region durchsetzen. Zum anderen gegen die Bevormundung des Landes gegenüber einer kleinen Ortsgemeinde mit Planungshoheit, und für die Entscheidung von kommunalen Waldbesitzern, ihren Wald nicht rein forstwirtschaftlichen und jagdlichen Interessen, sondern in Teilen auch der Erholung von Besuchern zur Verfügung zu stellen.
Aber vor allem für ein gutes Projekt zur nachhaltigen touristischen Entwicklung einer ganzen Region.
Danke für Euren Support…wir bleiben dran! 🙌🏽