03/05/2023
Tag 13/14
Auf einem oberen Abschnitt der Valbona hatten wir richtig Spaß. Er bewegte sich so bei 3 bis 4, verblockt, die Durchfahrten meistens auf den ersten Blick nicht so zu erkennen, steil und vor allem für die weniger erfahrenen durchaus fordernd. Einfach ein toller Bachabschnitt in jeglicher Hinsicht, der fast allen Beteiligten ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Dieses war so schön, dass etliche Paddler der Gruppe am nächsten Morgen nochmals einen Run auf diesem Abschnitt gönnten, der fahrtechnisch sicherlich noch ein klein wenig über der Moraca lag. Manche, so wie ich, nahmen einfach das Gefühl eines richtig coolen runs mit auf die Heimreise inclusive der ersten erfolgreichen Rolle im Wildwasser. So kam jeder auf seine Kosten und auf Erlebnisse und Eindrücke, die sich fest im Paddler-und Tour -Gedächtnis eingraben. Nach dem Run heute machten wir uns auf einer panoramatechnisch einmaligen Geburgsstraẞe auf den Weg nach Tirana. Felix hatte die geniale Idee, ein Restaurant am Meer aufzusuchen , welches auf Stelzen im Meer eine Art Cabanas bietet, in denen man als kleine oder größere Gruppe wunderbar zusammensitzen und sich lokale Köstlichkeiten zu Gemüte führen kann. So verlebten wir einen wirklich in jeglicher Hinsicht traumhaften letzten Abend, an dem sich die Autofahrer bereits auf die Heimreise machten, während der Rest der Truppe versuchte, durch regelmäßige Gaben von Destillat jeglicher Art, den Moskitos Herr zu werden. So, und jetzt kommt's... irgendwann waren die Betreiber der Gaststätte verschwunden, wir labten uns noch am restlichen Alkohol, und dann bezogen wir mehrere von diesen Hüttchen im Meer um unser Lager für die Nacht zu bereiten, in der Hoffnung, weitestgehend von Moskitos verschont zu bleiben. Einige bauten ihr Zelt auf und wir schliefen mehr oder weniger im Restaurant. Könnte man auch etwas vergleichbares in Deutschland vorstellen? Eine Mega Location, die der Wirt einfach offen lässt für uns, incl. Sanitärgebäude? Das sind die Momente, von denen man noch Jahre später erzählen wird mit " Weißt du noch .......?"
Ich zumindest erfreue mich daran, weil das einfach ein absolut konträres Konzept für einen Urlaub darstellt, fernab jeglichen Pauschaltourismusses. Momente , Eindrücke und Erlebnisse , die sich tief ins Herz einbrennen und mich persönlich mit einem breiten Grinsen und unbändiger Freude zurücklassen. Vielen Dank an alle, die diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebniss gemacht haben, denn jeder hat seinen Beitrag auf seine Weise geleistet, und zu diesen unvergleichlichen Erlebnissen beigetragen, die mit Pauschaltourismus so gar nichts am Hut haben. Vielleicht habt ihr ein wenig Spaß mit meinen Tagesberichten gehabt, was mich freuen würde, und vielleicht hat der ein oder andere Bericht auch wieder eine " Mensch stimmt, so war das damals, hatte ich völlig vergessen" , Erinnerung wieder bewusst gemacht. Herzlichen Dank an alle für diese tolle Reise und Gemeinschaft, die es so wohl nur einmal in Deutschland, bei Holger-Heuber-Abenteuer.de zu finden gibt.
Nachdem die Autofahrer aufgebrochen waren, mussten wir natürlich versuchen, unsere Trauer heftig mit einer großen Desinfektionsrunde in den Griff zu bekommen, was trotz ärztlicher Betreuung nur mittelmäßig gelang. So liegen wir nun, beschwingt in unseren Zelten oder den kleinen Hüttchen auf Stelzen über dem Meer und lassen die Bilder im Kopf R***e passieren. Und über allem steht ein großes Dankeschön an den Cheffe, der alles perfekt organisiert und gemanaged, und uns zu einer kleinen, verschworenen Gemeinschaft geformt hat. Lieber Holger, herzlichen Dank für diese und auch vorherige und zukünftige Reisen.