08/09/2026
Es gibt dieses eine hartnäckige Vorurteil in der Pferdewelt, sobald das Wort Bedürfnisorientierung fällt: „Ach ja, die Wattebausch-Fraktion. Die lassen dem Pferd ja alles durchgehen.“
Spoiler: Nein. Genau das ist es nicht.
Falls du den Spruch im Stall auch schon gehört hast – hier sind die Fakten:
❌ 1. Keine Grenzen setzen
Falsch. Pferde brauchen einen klaren Rahmen. Grenzen geben Verlässlichkeit und Orientierung und damit Sicherheit. Der entscheidende Unterschied liegt darin wie wir Grenzen setzen.
❌ 2. Dem Pferd alles durchgehen lassen
Falsch. Bedürfnisorientierung ist kein Laissez-faire oder blindes Wegsehen. Es geht darum, Ursachen zu verstehen: Warum zeigt das Pferd dieses Verhalten gerade? Welches Bedürfnis oder Signal steckt dahinter? Und dadurch sind wir in der Lage Themen wirklich zu lösen und nicht nur Symptome zu überdecken.
❌ 3. Die eigenen Bedürfnisse vergessen
Falsch. Du gehörst genauso zum Team! Deine Sicherheit, deine physischen Grenzen und deine Emotionen sind genauso wichtig wie die deines Pferdes. Wenn du dich selbst übergehst, kannst Du nicht präsent für Dein Pferd sein.
Bedürfnisorientierung ist keine Grenzenlosigkeit. Sie sieht Verhalten als Kommunikation, statt es einfach nur zu verurteilen.
Kanntest du diese Mythen auch? Welcher hängt dir am meisten zum Hals heraus? Schreib es mir in die Kommentare! 👇