27/08/2014
Letzte Tagesetappe: Homburg/Saar bis Kloster Hornbach.
Eigentlich um die 24km... wenn man denn den Weg findet! Was bei mir NICHT der fall war. Vor allem zwischen den Unikliniken in Homburg und der Stadt Zweibrücken - wo ich den Jakobsmuscheln nachgelaufen bin, die mich allerdings in Richtung Blieskastel führten, so dass ich nach 2 Stunden zusagen wieder an meinem Startpunkt in der Nähe des Hotels war - aber auch nach ZW das erste Stück im Wald, sind die Markierungen entweder falsch, 'unsichtbar', schwer zu finden, oder überhaupt nicht da. Da half das Guidebook auch nur bedingt, ich bin hauptsächlich mit Vermutungen gelaufen, die im Nachhinein dann stimmten... und mit dem Bus... es war spannend. Ab dem Moment wo man nach ZW aus dem Wald rauskommt geht es dann aber wieder entspannter: man folgt einfach den gelben Markierungen bis Hornbach.
Die letzte Etappe ist jedesmal 'schwer'. Ich weiss, dass es 'das letzte mal' ist, und das gibt mir ein eigenartiges Gefühl: es ist eine Art Traurigkeit, eine Wehmütigkeit... Fernweh... der Körper hat sich nach einer Woche an das Gehen gewöhnt - Füsse und Beine stimmen - der Kopf ist auch ok, mein ganzes Wesen hat sich an die Langsamkeit gewöhnt und ich merke, es tut mir gut... und dann muss man aufhören. Stehnbleiben und stop.
Das Ankommen ist eine Zeit für sich. Ich habe mir ein stück Torte und ein Tee gegönnt, und die Ruhe genossen die in mir war. Ich habe an die letzten Tage zurückgedacht, an das was ich mitnehme, das was ich vermissen werde... und ich denke an die Menschen, die mit mir gegangen sind, in echt und in meinem Herz, und ich freue mich sie wiederzusehen. Es ist eine Entscheidung wieder in den 'Alltags-Rhytmus' hineinzugehen, das Auto anzumachen, auf die autobahn, schnell, Stau... und dann: zu HAUSE! DAS ist ein gutes Gefühl.