10/05/2016
Tolles Ergebnis bei den Württembergischen Landesmannschafts-Meisterschaften der U 15
Am 30.04.2016 realisierte die Wettkampfmannschaft der U 15 in Nürtingen ein Ziel, auf welches sie seit dem 17.11.2013 hingearbeitet hat, nämlich einen Podestplatz auf den Württembergischen Mannschaftsmeisterschaften der U 15. Vor 2,5 Jahren wurde nämlich genau diese Mannschaft im ältesten Jahrgang der U 12 Württembergischer Mannschaftsmeister, von denen heute noch 7 Judoka in der aktuellen Wettkampfaufstellung dabei sind. Einen ähnlichen Erfolg wie 2013 wollten die Judoka im ältesten Jahrgang der U 15 wieder erreichen und darauf hat sich die Mannschaft nunmehr 2 1/2 Jahre vorbereitet und das Konzept der Trainer mit ihrer Mannschaft ging auf. Die Latte in der U 15 liegt dabei jedoch um einiges höher als in der U 12. Die Mannschaftsmeisterschaft der U 15 war mit 14 Mannschaften sehr stark besetzt. Mit Sindelfingen, Backnang, Stuttgart, Esslingen und Heubach waren namhafte große Vereine aus Nord-Württemberg am Start und mit Reutlingen, Ravensburg, Erbach und Gastgeber JV Nürtingen alle starken Vereine aus Süd-Württemberg vertreten. Eine sehr harte Aufgabe für das Sigmaringer Judoteam. Den ersten Gegner Winnenden hatten die Sigmaringer vollkommen unterschätzt und in ihrer Mannschaftsaufstellung nicht gleich die stärksten Judoka gesetzt, das hätte sich fast gerächt. Mit einem 4:4 und einer Unterbewertung von 37:35 wurde der Kampf nur knapp gewonnen. Die nächste Begegnung fand gegen die TSB Backnang statt. Hier schien nach einer Führung zur Mitte des Kampfes für die Sigmaringer alles klar zu sein, jedoch leisteten sich gerade in diesem Kampf die routiniertesten Kämpfer eine Schwäche und die Mannschaft gab den Kampf in der Endphase mit 4:4 (30:40) ab. Das warf die Mannschaft zunächst aus der Hauptrunde heraus, mit einem gewonnenen Kampf gegen Backnang hätte die Mannschaft im Viertelfinale gegen SS West gestanden, dem Wunschgegner von Trainer Hartenstein, so warf es sie auf Platz 9 zurück. Das Judozentrum Heubach wurde danach mit 6:2 (60:20) deutlich geschlagen und danach stand das Süd-Derby auf dem Programm, Sigmaringen gegen seinen langjährigen Bezirksrivalen TSB Ravensburg. Nach der Begegnung stand es 4:4 (40:40). Das war kein Deja-vu, denn bereits 2013 erlebte die U 12 genau dieselbe Situation und gewann dann erst in den ausgelosten zusätzlichen Begegnungen. Nachdem 3 weitere Begegnungen gelost und ausgekämpft waren, zeige die Tafel 7:4 (67:40) an, denn in den zusätzlichen 3 Begegnungen konnte Ravensburg keinen Stich mehr machen. Somit wiederholten sich die Ereignisse im Süd-Derby wie 2013. Damit stand die Mannschaft gegen die Jugend des Bundesligavereins KSV Esslingen auf der Matte im kleinen Finale um Platz 3. Die Esslinger Judoka sind eine routinierte Mannschaft, die sich nur gegen den TSV Erbach eine Niederlage leisteten und zuvor mit einem 7:1 die Turnerschaft Göppingen förmlich von der Matte fegten und auch im Kampf gegen Vaihingen/Enz mit 5:3 nichts anbrennen lies. Sowohl die Sigmaringer und auch die Esslinger wollten jetzt den Erfolg. Sigmaringen hatte durch den frühen Rauswurf aus der Hauptrunde schon eine Begegnung mehr absolviert. Während der Begegnung leistete sich das Kampfrichtergespann im Kampf von Kevin Pries eine unglaubliche Fehlleistung und bewertete eine Aktion des Esslingers mit Wazari, bei der Kevin lediglich auf dem Hintern gelandet ist, was heute keine Wertung mehr geben darf. Dabei machte Kevin den Kampf seines Lebens und führte bis wenige Sekunden vor Schluss als Gelbgurt gegen einen Blaugurt mit Wazari. Die Empörung auch neutraler Vereine über diese Fehlleistung war groß. Im nächsten Kampf wurde ein Kämpfer der Esslinger Mannschaft mit der 4. Verwarnung wegen Inaktivität und Heraustreten aus der Kampffläche disqualifiziert. Eine extrem harte Entscheidung. Jetzt brannte die Luft, denn was das Sigmaringer Team als gerechten Ausgleich empfand, fand die Esslinger Mannschaft höchst ungerecht. Am Endergebnis änderte das aber nichts mehr, denn am Ende wurde der KSV Esslingen mit 5:3 (47:21) sehr deutlich geschlagen und auf den 5. Platz verwiesen. Die Judoka des Sport-Club Sigmaringen erkämpften sich in insgesamt 5 harten Begegnungen den 3. Platz gemeinsam mit den Stuttgarter Judoverein SS West und wurden mit der Bronzemedaille geehrt. Mit einem 2. Platz wäre sogar die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft realisiert worden, dorthin darf der neue Meister TSV Erbach und der Vizrmeister TSG Backnang, die dort den Landesverband Württemberg vertreten. Für den Sport-Club Sigmaringen war es einer der wichtigsten Mannschaftswettkampf im Württembergischen Judo-Verband und auch in der Vereinsgeschichte, den das Trainerteam und die Mannschaft mit einem sehr großen Erfolg beendet hat. Im kommenden Jahr haben die Jungs Gelegenheit, als ältester Jahrgang im Württembergischen Mannschaftspokal der U 16 noch einmal einen Mannschaftseerfolg anzustreben. Gegen Ende des Jahres werden die Trainer mit ihrer Mannschaft neue Ziele definieren müssen, denn die meisten Jungs kommen 2017 in die U 18, wo aufgrund noch höherer Anforderungen andere Hobbys neben Judo kaum noch möglich sind, wenn man den Judosport dort als Wettkampfsport erfolgreich betreiben will. Gleichzeitig gilt es für die 8. Klässler auch die wachsenden Herausforderungen der Schule zu meistern. Viele Judoka der Mannschaft haben sich aber auch bereits die Lizenz zum Sportassistenten Judo erarbeitet und haben Spass an der Arbeit mit dem Judonachwuchs und können langfristig die Trainerausbildung anvisieren. Sie können dem Judonachwuchs so manchen guten Tipp für eine erfolgreiche Wettkampflaufbahn geben, sind Vorbilder für die jungen Judoka und so profitieren alle Sigmaringer Judoka von den tollen Erfolgen dieser herausragenden Mannschaft, die nicht ohne Grund zur erfolgreichsten Jugendmannschaft des Landkreises Sigmaringen gewählt wurde.