18/09/2020
Im Nachgang der Renaturierungsmaßnahmen an der Lippe in Olfen laufen derzeit Gewässeruntersuchungen, die unter anderem Tauchgänge erforderlich machen. Aufgrund persönlicher Kontakte des mit der Untersuchung beauftragten Geographen zur DLRG Ortsgruppe Selm wird seine Arbeit durch Einsatzkräfte unserer Ortsgruppe abgesichert. Sowohl für die eigentliche Gewässeruntersuchung als auch die Absicherung jener liegen gültige Genehmigungen der Behörden vor. Trotzdem wurden die am ersten Untersuchungstag vor Ort befindlichen Sanitäter und speziell in den Gefahren fließender Gewässer geschulten Rettungsschwimmer bereits bei ihrer Ankunft am Einsatzort von Anwohnern der Straße „Zum Krähenbusch“ angeschrien und beschimpft, obwohl sie bereits Einsatzkleidung trugen, für eine Rettung aus Fließgewässern nötige Rettungsgeräte mit sich führten und somit eindeutig als Einsatzkräfte zu erkennen waren. Eine noch bösere Überraschung erwartete sie jedoch nach erfolgter Absicherung, denn ein Abrücken von der Einsatzstelle wurde durch einen zwischenzeitlich und mutmaßlich von weiteren Anwohnern positionierten Baumstamm verhindert, obwohl im Fahrzeug von außen gut sichtbar und für Jedermann transparent sämtliche behördliche Genehmigungen hinter der Windschutzscheibe ausgelegt waren. Durch diesen selbstjustizhaften Akt wurde nicht nur die Arbeit unserer Wasserretter behindert, sondern zugleich auch der Rettungsweg für im Notfall zu alarmierende Kräfte von Rettungsdient und Feuerwehr, was besonders dramatisch ist, da sich am Ende des Weges ein bei Radtouristen und Wanderern beliebter Aussichtsturm an der Lippe befindet und dort trotz Badeverbot bei gutem Wetter viele Menschen in der Lippe schwimmen.
Bei allem Verständnis für manchen Anwohner wegen der dort regelmäßig widerrechtlich geparkten Fahrzeuge, muss ich doch gerade von Menschen, die immer wieder auf die Einhaltung von Regeln und Verboten pochen, erwarten, dass auch diese sich an geltendes Recht halten. Hier wünsche ich mir einen differenzierteren Blick und insbesondere einen respektvolleren Umgang mit den Einsatzkräften, die im Zweifel für das Gemeinwohl ihr eigenes Leben riskieren – im Falle der DLRG sogar zu 100 Prozent ehrenamtlich. Ein erster Schritt wäre eine Entschuldigung der für diesen Vorfall verantwortlichen Personen…