07/08/2024
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Das soll mal Friedrich Schiller gesagt haben.
Dieser Spruch trifft eins zu eins auch auf den Sport zu.
Wir, beim SV Fortuna Pöhla e.V., sind im Skispringen zuhause.
Was hat sich da nicht alles geändert in den letzten Jahren.
Früher wurde aus Luken gefahren – heute gibt es Startpodeste und der Skispringer fährt von einem Startbalken los.
So wie im Aufsprunghang, lagen früher auch im Anlauf Matten. Heute wird eine Spur mit Seitenbegrenzung benötigt. Fahren wie auf Schienen ist das Motto.
Die Aufsprunghänge sind wesentlich breiter als früher und haben ein flacheres Profil. Alles muss mit Banden abgesichert sein.
All das erfordert enorme Investitionen. Wer nicht investiert ist raus. Je nachdem welche Wettkämpfe man ausrichtet, sind Schanzenzertifikate vom Deutschen Skiverband oder von der FIS erforderlich. Ohne Zertifikat kein Wettkampf.
Aus diesem Hamsterrad heraus hat der SV Fortuna Pöhla 1884 e.V. in den letzten 25 Jahren mehr als eine Milllion Euro investiert.
1999/2000 ist der Aufsprunghang der 60-Meter-Schanze verbreitert, neu profiliert und mit neuen Matten belegt worden.
Den Umbau im Anlauf von Luken auf Startgates haben wir 2003/2004 gestemmt.
Im Anschluss wurde die Schanzenbaude um- und angebaut.
2022 drohte, kurz vor dem Ladies Cup, das Schanzenzertifikat der FIS nicht verlängert zu werden. In einer Nacht und Nebelaktion wurde eine neue Spur montiert.
Vor einem Jahr haben wir begonnen, unsere Kinderschanzen umzubauen. Mittlerweile sind wir mit der 10- und 20-Meter-Schanze gut vorangekommen.
Was jetzt noch auf dem Plan steht, ist die Erneuerung unserer 40-Meter Schanze. Dieses Schanzenformat ist sehr wichtig, um das Training unseres Nachwuchses abzusichern. Der Sachsenpokal, eine Wettkampfserie des Skiverbandes Sachsen, erfordert Schanzen von 10 bis etwa 40 Metern. Für die Austragung eines DSV Schüler Cups wären die 40er und die 60er genau richtig. Auch internationale Nachwuchswettkämpfe der FIS erfordern abgestufte Schanzengrößen von 10 bis 60 Metern. Unsere Anlage würde gut in das Raster passen.
Wir rechnen nicht mehr mit Zuschüssen von Land, Kreis und Kommune. In deren Kassen ist nicht mehr viel drin. Das, was noch für Baumaßnahmen im Skisport ausgegeben wird, landet bei den Bundesstützpunkten.
Wir hoffen auf eine Schwarmfinanzierung der Skisprungfamilie. Viele Hände - schnelles Ende sollte doch auch hier funktionieren.
Wir haben auf unserer Homepage unter https://www.skispringen-poehla.de/spenden/ eine Spendenseite mit mehreren Möglichkeiten eingerichtet.
Bitte helft uns, damit wir noch bleiben können!