12/06/2026
🔴⚪️🔴 Relegation beim SSV Schwäbisch Hall 🔴⚪️🔴
Heute 18.00 Uhr in der Ziehl-Soccer-Area
SpVgg Unterrot - SV Tüngental
Wer Spiel nächste Saison Kreisliga A?
Am heutigen Freitagabend treffen in der Relegation Unterrot und Tüngental
in Schwäbisch Hall aufeinander.
Hoffen auf Revanche
Gaildorf/Schwäbisch Hall. „Wir sind davon ausgegangen, dass wir absteigen müssen. So hatten wir auch schon geplant.“ Unterrots Sportlicher Leiter Ahmet Sahin gibt unumwunden zu, dass die doch noch erreichte Relegation für die Spvgg überraschend kommt. Auch die Unterroter profitierten von dem Rückzug des TSV Schornbach aus der Bezirksliga, da dadurch die Anzahl der Absteiger in der Kreisliga A3 von drei auf zwei sank. Mit nur elf Punkten aus 18 Spielen, aber eben als Drittletzter der Staffel darf Unterrot also den letzten Strohhalm zum Klassenerhalt doch noch ergreifen. Gegner ist der Vizemeister der Kreisliga B6, der SV Tüngental.
„Unsere Vorrunde war noch in Ordnung. Aber danach hatten wir Probleme und auch einen Trainerwechsel“, blickt Sahin zurück. Momcilo Pavlovic trat nach einem 0:9 in Vellberg zurück. Batuhan Sahin, Neffe von Ahmet Sahin, übernahm als Spielertrainer das Zepter und stabilisierte das Team wieder. „Er macht es gut. Alle sind wieder füreinander da und kämpfen zusammen. Das war zuvor eines unserer Probleme“, hat Ahmet Sahin beobachtet. Unterrots verlor, außer bei der besagten Klatsche in Vellberg, die Partien meist nur knapp, so auch am letzten Spieltag gegen den Meister TSV Ilshofen II 3:4. „Die Leistung war gut gegen einen sehr starken Gegner.“ Daher geht Sahin optimistisch in die Relegation. „Der Druck liegt nicht bei uns, weil wir damit gar nicht mehr gerechnet haben“, sagt der Sportliche Leiter der Unterroter. Die drei Studenten im Team beispielsweise sind eigentlich mitten in der Prüfungsphase, trotzdem haben es W***y Frey, Diyar Bozan und Florentin Stahl aber hinbekommen, heute verfügbar sein zu können. Stahl fällt am Ende jedoch verletzt aus, genauso wie seit Wochen Leistungsträger Jona Brumm.
Die Unterroter kennen den Relegationsgegner SV Tüngental noch gut, schließlich trafen beide Teams auch schon letztes Jahr in der Relegation aufeinander, damals mit den umgekehrten Vorzeichen. Unterrot war der Vizemeister in der B-Klasse und Tüngental der Abstiegsrelegationsteilnehmer aus der Kreisliga A. Unterrot gewann die Partie mit 3:1 in Braunsbach. „Aber daraus kann man keine Rückschlüsse mehr ziehen. Bei uns sind nur noch vier, fünf Spieler von der Aufstiegsmannschaft da. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Ahmet Sahin.
Hoffen auf Revanche
Auf Tüngentaler Seite ist man sich auch der Schwere der Aufgabe bewusst. „Wir gehen als Außenseiter in die Partie. Wir wissen noch aus dem letzten Jahr, was für eine Hausnummer so ein Relegationsspiel ist. Wir hoffen aber natürlich, dass uns die Revanche glückt“, sagt Tüngentals Sportlicher Leiter Stefan Häberle. „Nach dem Abstieg haben wir unser ohnehin junges Team weiter verjüngt. Unser Ziel vor Saisonbeginn war es auch nicht, gleich wieder aufzusteigen. Von daher ist die Relegation ein Bonusspiel für uns. Wir können da auch ohne Druck spielen“, erklärt Häberle.
Für manche Tüngentaler wird es bereits das dritte Relegationsspiel ihrer Karriere sein. Denn schon der Aufstieg in der Saison 2021/22 von der Kreisliga B in die Kreisliga A gelang in der Relegation gegen den Tura Untermünkheim II (3:0). Im vergangenen Jahr gab es dann das bereits angesprochene 1:3 gegen Unterrot. „Wir wollen diese schlechte Erfahrung aus dem Vorjahr umwandeln und diesmal als Sieger vom Platz gehen. Aber das manche von uns jetzt das dritte Relegationsspiel bestreiten dürfen, ist schon besonders. Normalerweise sagt man, dass sowas nur einmal in der Fußballerkarriere vorkommt“, verdeutlicht Häberle. Aber diese Partien vor einer großen Kulisse sind eben sehr speziell. Personell können die Tüngentaler fast aus dem Vollen schöpfen. Sowohl aus Unterrot, als auch aus Tüngental startet ein Fanbus mit dem Ziel Ziehl-Soccer-Arena, der Spielstätte der SSV Schwäbisch Hall.
Bericht Haller Tagblatt Viktor Taschner Foto: Archiv Hans Buchhofer