27/08/2020
Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern, wie wir sind!
Und wie sind wir?
Wir (bzw. unser Ich oder Ego) sind ein Konstrukt aus all den unbewussten Verhaltens- und Denkmustern, die wir von unseren Eltern übernommen (und oftmals nie hinterfragt, geschweige denn überwunden) haben. Dazu kommen die Muster in unserem Denken und Verhalten, die wir für nützlich befunden und deshalb immer wieder wiederholt haben. So wurden sie dann irgendwann in unserem Streben nach Anerkennung und Liebe automatisch von uns abgespult. Nicht zu sprechen von all den kleinen und großen Traumata, die uns andere Menschen wissentlich oder unwissentlich mitgegeben haben. Alle Erfahrungen vom Anfang unseres Lebens bis heute, die uns geformt, gestutzt, emporgehoben, in den Dreck geworfen und glatt poliert haben. All die Werte, Härten, Erwartungen, Bequemlichkeiten und Grausamkeiten dieser kapitalistischen Leistungsgesellschaft im 21. Jahrhundert im Westen Europas, die uns geprägt und die wir mehr oder weniger unbewusst abgespeichert und integriert haben....
Solange all das und noch viel mehr unbewusst in uns schlummert und unser Denken und Verhalten beeinflusst, hat es Macht über uns. Solange sind wir ein Spielball unserer Emotionen und Geisteszustände, unserer Ängste, Wünsche und Abneigungen. Schauen wir uns aber an, warum wir so sind, wie wir sind, warum wir so handeln und denken, wie wir es nun mal tun, dann haben wir schon einen großen Schritt in Richtung Freiheit getan (wirkliche Freiheit, die Du nur in Dir finden kannst und nicht die, für die in diesen Tagen „demonstriert“ wird) ..... und können das Leben wieder in seiner Ganzheit genießen. Wir sind Lebewesen der Natur, also zutiefst geformt von den Umständen, in denen wir aufwachsen und leben. Ist uns das bewusst, können wir auch bewusste Entscheidungen treffen, mit was wir uns körperlich, geistig und menschlich füttern und in welcher Umgebung wir uns bewegen wollen.
Yoga und Meditation hilft uns dabei, die innere Beobachterin zu finden und zu stärken. Sie hilft uns unsere Muster zu durchschauen und langsam aber stetig das Leiden zu überwinden und zum natürlichen Zustand unseres Geistes und Herzen zurück zu kommen:
Weite und Offenheit, um die Magie des Lebens wieder spüren zu können.
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