06/01/2016
Chronologie einer Tragödie
Prolog
2015 war alles, was gutes Hollywood-Kubbdrama ausmacht, dabei. Trennungsschmerz, neue Lover, Seitensprünge und Versöhnung. Zu Saisonbeginn warfen uns unüberbrückbare Anwesenheitsdifferenzen mehrfach vernichtend zurück ehe wir auf der Zielgeraden der Kubbsaison begriffen, dass wir ohne den RZKKC nichts waren. Alle noch so erfolgreichen Fremdgänge waren für den Moment erhebend und ließen doch nach wenigen Tagen nichts weiter als eine Leere zurück. Die längst überfällige Wiedervereinigung in Berlin führte zwangsläufig zum größten Teamerfolg aller Zeiten.
Der Tragödie erster Akt: Exposition
Kiff und Matthes erreichen nach Platz 2 mit dem durstigen Holz in Osterbelgien einen achtbaren 3. Platz beim Gipfeltreffen mit Raketen-Macheten-Erich und Edelhool Rochen. Matthes haut die Hiobsbotschaft raus, dass er in Schindhard fehlen wird, worauf Erich und Kiff überhastet auf die Siegerehrung verzichten. Matthes bemerkt dies nicht, da mit NDH-Heiko und Minion-Micha zwei weitere Personen neben ihm auf dem Podest stehen.
Der Tragödie zweiter Akt: Steigerung
Kiff hatte die Zeit seines Lebens in Schindhard, genoss mit Kubbings-David und –Robert und Bitch-Klaus die malerische Szenerie in der Pfalz, begleitete die Krabbelgruppe NDH in die grüne Hölle und feierte großen Erfolg mit selbiger beim örtlichen Turnier. Als Matthes in sein Kissen heulte, erreichte zu allem Überfluss ein folgenschwerer Anruf, der ihm die Tragweite seiner Abwesenheit bewusst machte. Übermannt von seinen Gefühlen fasste er einen finsteren Entschluss. Er würde sich am Vorabend der Paradies Kubb Open bis zur Besinnungslosigkeit ein Vorbild an Schindhard-Klaus nehmen.
Der Tragödie dritter Akt: Höhepunkt
Das Jena-Dresden-Wochenende ist legendär. Wir sagen nur: Handy, Zug, Verschlafen, Pfeffiflaschen-Dome, Elli, Casa de Franz; Holzheiko, schlechtestes Viertelfinale aller Zeiten, 2 Viertelfinalplatzierungen.
Der Tragödie vierter Akt: Retardierendes Moment
Mit der BRN begann die Ära des Fremdelns. Wir nahmen beide teil, spielten jedoch getrennt und hatten im Gegensatz zu Benjamin Schüßler wenig Spaß. Matthes hatte schnell wieder genug von Kiff und sparte sich daraufhin die Teilnahme an der Paddeltour im Spreewald. Mit dem dritten Platz, gemeinsam mit Borat-Badeanzug-Fralu und Meatman, bekam Matthes einen weiteren Nackenschlag und spielte prompt beim Bitch-Kubb, wie im Vorjahr, mit Vadder und Bruder.
Als dort die silberne Ananas noch nicht fertig war und immer noch keine diesjährige glorreiche Trophäe im Wandschrank verstaubte. War die Notwendigkeit des Teamcomebacks mit Händen zu greifen. Die beiden tapferen Warnowhechte rissen sich zusammen, planten nach Ewigkeiten ein gemeinsames Turnier und konnten sich nach aufreibenden Wochen dank Eheberater Henrik EM-Dritter nennen und sich damit einen Kindheitstraum der frühen 2010er erfüllen. Wenig überraschend wurden sie mit Olé thirsty US-Champions-Trophy Champions und konnten einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern. ABER DANN…
Der Tragödie fünfter Akt: Katastrophe
Das Jahr 2016 steht unter keinem guten Stern. Unsere jungen Helden werden flügge und fangen zur Hälfte ihr Referendariat an. Zeit bleibt damit, wenn überhaupt, nur in den sächsischen Schulferien. Abgesehen von der EM gibt es wenig Hoffnung auf gemeinsame Turnierteilnahmen, aber es gibt ja noch ein Jahr 2018.
Epilog
Vielen lieben Dank an die diesjährigen Mitspieler Grille, Henrik, Ole, Eric, Chrissie, Rambo, Elli, Micha, Max, Robert, Anke, Franz, Max, Darth Vadder und Johanakin, Claudi, Schütti, David, Robert, Robby, Andi, Klaus, Miguel, Lim, Fisch, Oli, Köhler, Shezzler, Dome.
Es war uns ein großes freudiges Fest. Wir freuen uns, dass wir mit euch unsere Kubbeziehungen pflegen konnten und so unsere eigenen Probleme verdrängen konnten ;-)
Johann Christian von Groethe und Wiechrich Dürrenmattrich
Quellenangabe: http://www2.leuphana.de/campusgruen/wp-content/uploads/2009/12/800px-Regeldrama_Aristoteles.jpg