18/06/2018
Das Hobbymannschaftsturnier in Sassenberg vom 16.06.2018:
„Ob wir als GW United FH das Sassenberger Turnier nochmal besuchen werden ist unklar.“
Für GW United ging es am Samstag das erste Mal in 2018 wieder auf das frische Grün. Schnell war für die Truppe von Rene Simon und Tobi Schwienhorst klar, das Sassenberger Hobbymannschaftsturnier erneut zu besuchen, weil es das letzte Jahr sowohl mit der Organisation als auch mit der Qualität der Mitbewerber überzeugen konnte.
Daher hieß es nach einer kurzen Nacht wieder 9.30 Treffen an der Bushalte. Im Anschluss wurde der Weg nach Sassenberg wieder mit der Leeze zurückgelegt. Durstig und motiviert dort angekommen, bewaffnete sich die Equipe der GWU erst einmal mit zwei Biermetern, um die Morgenmüdigkeit in den Griff zu bekommen. Erfreulicher Weise waren dieses Jahr alle Mann an Board und zusätzlich dazu, konnte Nils Helmer als Neuzugang in das Rund der Mannschaft aufgenommen werden. Spielerisch stand also alles auf Titel.
Im Vorfeld haben Management und Trainer den Kampf zum Double ausgerufen. Das heißt der Titel im Meterpokal, als auch der Fußballpokal mussten dieses Jahr nach Freckenhorst gehen. Das Team Trink, angeführt von Kapitän Averhoff, musste in Sachen Personal jedoch deutliche Verluste verzeichnen. Nach mehreren kurzfristigen Absagen und Ausreden, fanden sich im Team Trink lediglich acht stabile Trinker wieder, die motiviert und bereit für die Titelverteidigung waren. Trotz der Kooperation mit Team Spiel, war von Beginn an klar, dass die Titelverteidigung extrem schwer werden würde, zu Mal man im Vorfeld über unterschiedlichste Kanäle gehört hatte, dass das Team Milte II dieses Jahr auch hungrig auf den Titel war und sich groß angekündigt hatte. Die Tagesprognose viel also erst einmal ernüchternd aus. Aus Respekt vor dem gastgebenden Heimteam, entschied man sich wie im letzten Jahr auch dafür, auf das grüne Trikot zu verzichten und wich auf das zweite Trikot der GW United aus.
Nun zum spielerischen:
Im ersten Spiel stand die GWU der Stiftung Wadentest gegenüber. Eine sehr sympathische Truppe, die jedoch mit 1:0 bezwungen werden konnte. Den einzigen Treffer markierte Neuzugang Helmer, der mit seiner spielerischen Dynamik direkt Lust auf mehr machte.
Anschließend ging es gegen eine Mannschaft namens „Pacovis“. Keiner Ahnung was das bedeuten sollte, jedoch konnte man dort mit den Treffern von Mersmann und Helmer den nächsten Dreier einfahren und katapultierte sich an die Spitze der Tabelle.
Im dritten Spiel der Gruppe ging es dann gegen die Jungs als Milte, die nicht nur am Brett sondern auch am Ball die stärkste Bedrohung für unsere Mission darstellen sollten. Im Spiel schenkte man sich nichts, neben einigen fulminanten Paraden von Keeper Berse und einem Lattentreffer von Helmer gab es auf Seite der GWU keine nennenswerten Aktionen. Endstand 0:0. Nach einem netten Plausch mit den Jungs in Rot Weiß, einigte man sich das Duell am Brett zu entscheiden.
Im vierten Spiel ging es dann gegen Blau Weiß Viertel. Eine extrem sympathische Truppe, die leider nach einem Doppelschlag von Simon und einem Treffer von Helmer, mit einem deutlichen 3:0 zurück auf die Tribüne geschickt wurde. Ärgerlich war dabei der Kurzeinsatz von Kramer, der sich nach 30 Sekunden Einsatz und einem einzigen Zweikampf das Handgelenk brach und im Krankenhaus behandelt werden musste. An dieser Stelle wünschen wir unserem ambitionierten Boxer nochmal gute Genesung und alles Gute für die OP!
Das Verletzungspech suchte die GWU fortwährend heim und ließ nach einem 2:0 Sieg gegen den SC Quasi einen angeschlagenen Theres und Helmer zurück, die trotz Dessen weiter kämpften. Die Tore im letzten Spiel markierten Schwienhorst und Helmer.
Resümiert man nun die Gruppenphase kam man aus der Euphorie beinahe nicht heraus. 11:0 Tore ließen einen gelangweilten Berse im eigenen Tor zurück, der nach echten Herausforderungen lechzte, sich aber dadurch mehr dem Trinksport widmen konnte. Auch am Meterpokal sah es erst einmal sehr gut aus. Mit einer durchgängigen Führung von 1-3 Metern, konnte man immer auf Milte II herab lächeln.
An dieser Stelle ist die Versorgungslage der Veranstalter positiv hervorzuheben. Belegte Brötchen für 50cent, Bier für 1€, ne Manta für 3,50€. Echt fair und lecker!
Beflügelt von der Gruppenphase ging es für den langsam angeschickerten Haufen der GWU nun gegen die Freitagabendkicker aus Sassenberg. Durch einen satten Strahl von Neite ging man schon früh mit 1:0 in Führung und konnte durch einen Treffer von Sternberg mit 2:0 nachlegen. Nach der Hälfte der Spielzeit musste Keeper Berse nach einem netten Spielzug der Sassenberger das erste Mal hinter sich greifen. Der eingewechselte Risse konnte eine Hereingabe von Theres verwerten und erhöhte wieder auf 3:1. Das zweite Jokertor erzielte Meier, mit einer Direktabnahme und beendete das Viertelfinale mit 4:1 für GW United. Wir waren im Halbfinale!
Nun kommt der Teil, auf den die Meisten sicherlich gewartet haben und der es schaffte den Tag für alle völlig zu ruinieren. Auch wir haben uns überlegt und lange diskutiert ob und wie wir uns dazu überhaupt äußern sollen, haben uns nach internen Diskussionen allerdings dafür entschieden, das ganze nicht einfach unter den Tisch zu kehren. Zur Sache:
Von Anfang an teilten wir uns den rechten Flügel der Tribüne in friedlicher Koexistenz mit den Super Kickers aus Ennigerloh, die gleichzeitig auch unser anstehender Gegner im kommenden Halbfinale waren. Zwar harmonierte man nicht ähnlich wie im letzten Jahr mit Vorwärts Ahlen, allerdings wurden keinerlei Unsportlichkeiten zwischen beiden Lagern ausgetauscht. Das sollte sich allerdings ändern. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass ein Spieler der Ennigerloher berechtigter Weise zwei unserer Spieler aufforderte deren Sitzbereich zu verlassen, diese Aufforderung aber mit derartigen Beleidigungen versah, dass man dieser Aufforderung nicht kommentarlos nachkommen konnte. In Folge dessen kam es zu einer Rangelei zwischen einer sich mehrenden Anzahl an Menschen, in der es auch zu mehreren intensiven Körperkontakten kam 😉. In der Retroperspektive muss man sagen, dass sich einige Spieler der GWU auch nicht wie Unschuldsengel verhalten haben, die aggressive Initiative allerdings von den Super Kickers ausging. Inwiefern bei einem Hobbymannschaftsturnier und einer Nichtigkeit wie dieser Morddrohungen angebracht sind, sei einmal dahingestellt.
Nach dem sich alle Seiten etwas beruhigen konnten, ging es im Anschluss dann direkt in das Spiel gegen die besagte Truppe. Nach einem frühen Führungstreffer der United, verlor man allerdings mit einem Gegentreffer in der letzten Sekunde mit 1:2 und war aus dem Turnier ausgeschieden. Das Milte II die Gegner aus Ennigerloh mit mehreren Spielern während der Partie unterstützte und man letztlich gegen einen Mix aus Super Kickers und Milte II spielte wurde von den Veranstaltern gekonnt ignoriert und führte zu schmerzhafter Wut in unseren Reihen. Letztlich hat man aber sportlich verloren und hätte weitaus mehr machen können, weshalb das unfaire Verhalten der Milter, wohl auch der spielerischen Leistungen geschuldet, keinen Einfluss auf das Spiel hatte, jedoch ein beißendes Ungerechtigkeitsgefühl hinterließ.
Nach dem Spiel luden die Milter die Super Kickers auch noch vor unseren Augen zu sich an den Tisch ein, um von nun an gemeinsam für den Meterpokal zu trinken. Was uns zur zweiten Begleiterscheinung des Tages führt. Milte war in Sachen Meterpokal schon im Vorfeld negativ aufgefallen, mehrfach Cola und Fanta Meter gekauft zu haben und wurde sogar dabei erwischt, wie sie einen Meter reines Wasser wegschütteten. Teilweise wanderten die Meter auch mit halbvollen Bieren zurück an den Tresen. Gegen Bierquälerei! Letztlich ist es ein Definitionsproblem der Veranstaltung, die sich mit der Beschreibung „Meterpokal“ das Hintertürchen für alkoholfreie Getränke natürlich aufließ und den Miltern jede Berechtigung für ihr Verhalten gibt. Inwiefern man dann im Vorfeld aber große Töne bezüglich des Saufpokals spucken muss, sei ebenfalls dahingestellt. Für Gelächter sorgte noch die Rechtfertigung eines Milters, der das konsumieren von Cola auf den Ramadan schob, der erstens vorbei war und zweitens auch das Trinken von Cola verbieten würde. Die Milter machten den Wettkampf dadurch zu einem reinen „Geldduell“, auf das wir uns nicht einlassen wollten.
Nach diesen Geschehnissen war die Laune der Mannschaft am Tiefpunkt angekommen und so verzichtete man auf das Elfmeterschießen um den dritten Platz und das Geldduell und verließ, auch um die Gemüter zu beruhigen und weitere Eskalationen zu vermeiden, die Veranstaltung. Anschließend fuhr die GWU zum Feldmarksee und ließ den doch sehr fragwürdigen Tag entspannt mit einigen Sassenberger Kickern von „Wacker Durchsaufen“ ausklingen. An dieser Stelle Danke für das Bier und den netten Abend mit euch!
Welche Konsequenzen wir schlussendlich aus dem Tag ziehen ist noch offen. Fakt ist, dass die Sassenberger Organisatoren die Definition des (Bier)-Meterpokals unbedingt konkretisieren müssen. Des Weiteren sind die Organisatoren für ihr Wegsehen bezüglich der Teamfusionen von Super Kickers und Milte II zu kritisieren. Über das Verhalten von den Super Kickers und vor Allem Milte II war man als GWU geschlossen enttäuscht zu Mal man sich nach dem Spiel in der Gruppenphase noch gut mit den Miltern verstanden hatte.
Ob wir als GW United FH das Sassenberger Turnier nochmal besuchen werden ist noch unklar.
-GW United Freckenhorst-Hoetmar, Juni 2018