12/07/2026
Schlamm, Spaß und Spitzenplätze: Skiclub Ruhpolding stürmt den „Woid-Wegal-Lauf“
Wenn in Eisenärzt der Startschuss zum traditionellen „Woid-Wegal-Lauf“ fällt, verwandelt sich die Region in eine Sportarena der Extraklasse. Das Event gilt völlig zurecht als eines der schönsten und abwechslungsreichsten Rennen für Groß und Klein im gesamten Umkreis. In diesem Jahr knackte die Begeisterung alle Rekorde: Über 700 hochmotivierte Starter ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Sie bezwangen eine anspruchsvolle Strecke voller Hindernisse, bei der vor allem eines im Vordergrund stand: der pure Spaß am Sport.
Wie groß die Begeisterung im Nachwuchsbereich ist, zeigte sich schon an den nackten Zahlen. Allein bei den Bambinis drängten sich über 170 Kinder an der Startlinie. Auch das Feld der Jugendlichen und Erwachsenen war mit mehr als 170 Teilnehmern erstklassig besetzt. Mittendrin und nicht zu übersehen: der Skiclub Ruhpolding. Mit einer stolzen Delegation von 50 Athletinnen und Athleten stellte der Verein das mit Abstand größte Aufgebot des gesamten Renntages.
Besonders viel Energie brachten die jüngsten Ruhpoldinger mit. Knapp 20 Bambinis stürmten auf die rund einen Kilometer lange Strecke, um sich dort so richtig auszutoben. Das absolute Highlight für die Kids war zweifellos die integrierte, 20 Meter lange Wasserrutsche. Hier gab es kein Halten mehr: Mit Vollgas ging es abwärts, ehe die Nachwuchstalente unter lautem Lachen klatschnass und überglücklich mitten im Schlamm landeten.
Trotz allem Spaß steckte in dem Event auch eine gehörige Portion sportliche Brisanz. Da die schneearmen Winter der letzten Jahre zu einigen Rennausfällen geführt hatten, floss der „Woid-Wegal-Lauf“ in die Wertung der renommierten Infomax-Serie mit ein. Entsprechend groß war der Ehrgeiz im Starterfeld, wichtige Punkte für den Winter zu sammeln.
Die enormen Teilnehmerzahlen brachten jedoch auch Herausforderungen mit sich. An engen Passagen der Strecke kam es immer wieder zu Staubildung, was den Rhythmus brach und manch sicher geglaubte Top-Platzierung kostete. Zudem verlangte das Wetter den Läufern alles ab. Die drückenden, heißen Temperaturen setzten einigen Kindern schwer zu und saugten die Kräfte förmlich auf. Umso bewundernswerter war der Kampfgeist, mit dem sich die Ruhpoldinger durchbissen.
Am Ende durfte sich der Skiclub Ruhpolding über hervorragende Ergebnisse freuen. Allen voran Fabian Schnellbächer, der über die 1,7-Kilometer-Distanz ein fabelhaftes Rennen zeigte. Vom Start weg setzte er sich an die Spitze des Feldes und führte das Rennen bis zum allerletzten Element souverän an. Erst auf den letzten Metern musste er die Führung hauchdünn abgeben. Der Lohn für den packenden Fight war ein überragender zweiter Platz. Eine reife Leistung, wenn man bedenkt, dass Fabian erst seit wenigen Wochen in der Abteilung Skilanglauf trainiert und seither in jedem Training und Wettkampf mit enormer Motivation glänzt.
Einen echten Start-Ziel-Sieg feierte zudem Linna Schade. Die talentierte Läuferin, die fleißig beim Skiclub mittrainiert, dominierte ihre Altersklasse bei den Mädchen nach Belieben und holte sich den hochverdienten Tagessieg.
(Hinweis der Redaktion: Da bis zum Redaktionsschluss noch keine offizielle Ergebnisliste vorlag, konnten die weiteren Platzierungen der Ruhpoldinger Starter leider noch nicht berücksichtigt werden.)