05/08/2013
Kurzer Bericht von der German Open in Heiligenhafen: Leider waren insgesamt nur 10 Schiffe am Start- die Veranstaltung an sich wurde hervorragend durchgeführt und Wetter u Windbedingungen waren auch nicht zu verachten. Ich entschied mich mit 2012er North Segeln (Gross u Fock) und dem bewährten 12 Jahre alten Incidence SPi zu starten. Vom Crewgewicht hatten wir ca 80 kg zu wenig. Am ersten Wettfahrttag mussten wir leider nach 2 Rennen aufgrunde von "Bruch" aufgeben und in den Hafen zurück, welches uns 2 Rennen weniger Erfahrung u 2 x DNS kostete. Meine Crew, komplett "1. Lehrjahr" ohne Melges u Gennaker Erfahrung, musste von mir durch die Manöver "geprügelt" werden und wir schafften es auch am zweiten Tage in 4 Rennen nur einmal "Grossbaustellenfrei" über den Parcour zu kommen um ein Rennen auf Platz 4 zu beenden. Sehr frustrierend auch für unseren 15 jährigen Benjamin Leopold, der mitansehen musste -wie schnell es geht vom 3 Platz an der Luvtonne auf den letzten "durchgereicht" zu werden wenn der Gennaker nicht hoch bzw runter will...
Besonders stolz bin ich auf meine Crew am letzten Tag, wo wir es schafften als Erste die Luvtonne zu runden und uns vor dem letzten Upwind am Gate uns nur Plato u Navy Sailing geschlagen geben mussten und gut verteidigten. Das dann Bostik in der Zone in die Überlappung schoss und unsere Tonnenrundung vermasselte freute die bis dahin an 5ter Stelle liegende "Hangover" Crew die dann 4 Sekunden vor uns als 3te ins Ziel gingen.
Fazit letzter Tag - Alle Upwinds vorderes Drittel, ein Rennen 2 Baustellen Letzter, Einmal mit einem größeren Problem 7ter und einmal wie oben beschrieben 4ter.
Das Schiff fährt gut getrimmt sehr schnell, die Manöverfehler schlugen verdient zu Buche - schade nur das die beiden DNS des ersten Tages - wo wir eigentlich nur einmal als letzte ins Ziel hätten fahren müssen, um 9. statt insgesamt 10ter zu werden.
Vielen Dank an Adrian, der mich lehrte Geduld zu wahren auch wenn der Gennaker in der Halse mal nach Luv gezogen wurde und die Fock bei den Tonnenrundungen auch schonmal back stand. Unser Doktor an Bord hat am letzten Tag auch richtig Gas gegeben, nur einmal zuviel, da er fasst den ganzen Gennaker mit durch die Mastrolle zog.
Ich denke auch unser Benjamin "Leo" hat Quantensprünge gemacht und hat dank der harten Schule von Marcus, die Voraussetzungen hat nicht nur ein feiner Kerl zu sein, sondern auch ein "knallharter" Gegner an der Startlinie zu werden.
Der letzte Dank gilt der Möbel Wikinger Gmbh und der Segelwerkstatt Warnemünde für die treue Unterstützung, Fotos folgen!