25/01/2023
HSG Uni Rostock – Stralsunder HV 19:23 (10:13)
HSGirls zeigen starke Leistung gegen den Tabellenführer
(LW) Am Sonntagnachmittag stand den HSGirls ein schwerer Gegner bevor. Niemand anderes als der ungeschlagene Tabellenführer aus Stralsund war an diesem Sonntag zu Gast. Die Stralsunderinnen gingen somit als klarer Favorit ins Spiel, zumal die Rostockerinnen auch nur mit dünn besetzter Bank auflaufen konnten.
Nichtsdestotrotz war es die Heimmannschaft, die den besseren Start erwischte. Torhüterin Juliane Quasdorf parierte in der ersten Minute direkt einen Siebenmeter, setzte damit sicherlich ein Zeichen und signalisierte den Stralsunderinnen, dass die HSGirls dieses Spiel keinesfalls kampflos hergeben würden. Gepusht durch diesen starken Rückhalt waren es die „Annes“ (Münickel & Ihde), die aus dem Rücktraum die ersten beiden Tore erzielten. Nun waren alle HSGirls hochmotiviert. Stralsund hingegen machte fast einen nervösen Eindruck und hatte in den ersten Minuten Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, erwartet hatten sie diesen Start ins Spiel vermutlich genauso wenig wie die HSGirls selbst. Kurz darauf fanden dann auch die Gäste ins Spiel, zogen schnell nach und konnten in der 8. Minute den Ausgleich erzielen (3:3). Nun zeigten die Stralsunderinnen, warum sie an der Spitze der Tabelle stehen und zogen bis zur 19. Minute auf fünf Tore davon (4:9). Wer glaubte, dass nun der befürchtete „Abschuss“ kommen würde, irrte sich aber. Mit ungewohnter Ruhe statt mit Hektik versuchten die HSGirls den Abstand wieder zu verringern. Im Angriff wurden wenig Fehler gemacht und häufig sicher eingenetzt, sodass die Heimmannschaft sukzessive verkürzen konnte. Ende der ersten Halbzeit wurde Münickel, die einen Sahnetag erwischt hatte, in Manndeckung genommen. Daraufhin stellten die HSGirls um und stellten neben Katharina Hein zusätzlich die eigentliche Rückraumspielerin Sarah Müller an den Kreis. Die Manndeckung blieb und so war durch die zwei Kreisspielerinnen viel Platz in der Mitte. Anfangs schienen die HSGirls davon selbst überfordert, wussten es kurz darauf aber vor allem durch Josefine König zu nutzen. Die Rückraumspielerin war es dann auch, die zur Halbzeit auf 10:13 verkürzte.
In der Halbzeit war man sich einig, dass das Spiel für die HSG trotz Rückstand gut lief und hier auf jeden Fall noch einiges möglich war. Wichtig sei es, gut in die zweite Halbzeit zu starten, unnötige Fehler zu vermeiden, um keine Konter zu fangen und in der Abwehr noch konsequenter zu arbeiten.
Nach vierzig Sekunden dieser zweiten Halbzeit befanden sich die HSGirls jedoch prompt in Unterzahl. Doch auch das war an diesem Tag kein Problem und so netzte Böttger von Linksaußen ein und verkürzte auf 11:13. Kurz darauf traf Münickel dann sogar zum 12:13 und so langsam wagte man in den HSG-Reihen zu hoffen, dass hier heute womöglich ein kleine „Sensation“ möglich ist. Die HSGirls agierten konsequent in der Abwehr und hatten mit Quasdorf und Glumm über 60 Minuten ein starkes Torhüter-Duo im Rücken. Im Angriff zeigten die Rostockerinnen die nötige Ruhe und doch Tempo in den entscheidenden Momenten. Zudem gab es – untypischerweise – wirklich wenig technische Fehler. Trotz dieser guten Leistung fehlte hier und da die Treffsicherheit im Abschluss, sodass der Ausgleichstreffer nicht gelingen wollte. Dennoch war beim 19:20 in der 53. Minute noch alles offen. Als Glumm dann in der 57. Minute einen Siebenmeter parierte (19:21), war die Hoffnung auf zumindest einen Punkt noch nicht erloschen. Kurz darauf traf Stralsund allerdings zum 19:22 und den HSGirls sollte es nicht mehr gelingen, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen. In den letzten 20 Sekunden erzielte Stralsund dann noch einen letzten Treffer zum Endstand 19:23.
Schlussendlich hatten es die HSGirls also leider nicht geschafft, zumindest einen Punkt aus dem Spiel mitzunehmen. Dennoch fühlte sich heute vermutlich niemand als Verlierer, denn das Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer über 60. Minuten hinsichtlich des Endergebnisses offen zu halten, ist auf eine sehr gute Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr zurückzuführen, sodass die HSGirls die Halle am Sonntagabend trotz zwei Minuspunkten mit einem Lächeln verließen.
Vielen Dank auch an die Rostocker Handballfreunde, die uns wieder einmal über 60 Minuten lautstark unterstützt haben!
Nun haben die HSGirls erst einmal eine etwas längere Spielpause, die sie nutzen werden, um am 25.02.23 um 15.30 Uhr im Spiel gegen den Ribnitzer HV Punkt zwei Punkte aus der Bernsteinstadt mit nach Hause nehmen zu können.
Siebenmeter: HSG: 4/4, SHV: 4/6
Zeitstrafen: HSG: 2, SHV: 1
HSG Uni Rostock: Glumm (TW), Quasdorf (TW), Böttger (3), Hein, Ihde (2), König (2), Müller (1), Münickel (11/4), Thiel, Zerbe
MV-A: Lara-Isabell Wunderlich, MV-B: Laura Schön