12/06/2026
Abschlussfahrt 2026 – Mehr als nur eine Mannschaft, eine Familie
Was macht den TSV Ronsdorf eigentlich so besonders? Wer die Abschlussfahrt nach Mallorca miterlebt hat, kennt die Antwort: Es sind nicht die Ergebnisse auf dem Platz, sondern die Menschen, die Kameradschaft und der Zusammenhalt, die diesen Verein außergewöhnlich machen.
Los ging es traditionell in der legendären „Stimmungskabine“, wo bei bester Laune und den ersten Kaltgetränken die Vorfreude auf die Reise spürbar war. Um 3 Uhr morgens stand das Taxiunternehmen Oppermann bereit und brachte die Mannschaft geschlossen zum Düsseldorfer Flughafen. Schon dort zeigte sich, was den TSV auszeichnet: Niemand reist allein, man erlebt alles gemeinsam.
Kaum auf Mallorca angekommen und im Hotel eingecheckt, führte der erste Weg natürlich zum Deutschen Eck. Dort wurde bei Schnitzelfrühstück und kühlen Getränken die Mannschaftskasse direkt auf Belastbarkeit getestet. Die Stimmung? Überragend.
Anschließend ging es gemeinsam an die Playa de Palma zum traditionellen Mannschaftsfoto. Und genau dieses „gemeinsam“ zog sich durch die gesamte Reise. Von Montag bis Mittwoch war die Mannschaft nahezu komplett unterwegs. Trotz unterschiedlicher Lebenssituationen, Berufe und Interessen waren stets über 90 Prozent des Teams zusammen unterwegs. Das Besondere dabei: Zwischen dem jüngsten Spieler Noa Fischer ( 21 Jahre ) und dem ältesten Teammitglied Hansi Nörenberg (55 Jahre ) liegen ganze 34 Jahre Altersunterschied. Trotzdem war davon nichts zu spüren. Im Gegenteil – genau diese Mischung macht den TSV Ronsdorf aus. Jung und Alt feiern, lachen und erleben gemeinsam unvergessliche Momente.
Ein besonderes Beispiel für die Verbundenheit zum Team lieferte Nico Langels. Nach seiner Schulterverletzung im vorletzten Meisterschaftsspiel hatte er die Abschlussfahrt zunächst schweren Herzens abgesagt. Doch je näher die Reise rückte, desto klarer wurde ihm, dass er seine Mannschaft nicht alleine ziehen lassen konnte. Kurz vor Abflug sagte er schließlich doch noch zu und reiste mit. Eine Entscheidung, die zeigt, welchen Stellenwert diese Mannschaft und diese Gemeinschaft für jeden Einzelnen haben. Denn manche Dinge sind wichtiger als jede Verletzung – und dazu gehört die Zeit mit seinen Jungs.
Ein weiterer Gänsehautmoment folgte am Dienstagabend. Während die Mannschaft gemeinsam beim Essen saß, gab es plötzlich überraschenden Besuch. Der ehemalige Co-Trainer Ralf Schnitzler der Mannschaft tauchte völlig unerwartet auf Mallorca auf und sorgte bei allen für große Freude. Auf die Frage, warum er sich diesen Weg auf sich genommen habe, antwortete er nur:
„Ich kann meine ehemalige Mannschaft doch nicht alleine lassen.“
Ein Satz, der wohl besser als jede lange Erklärung beschreibt, was den TSV Ronsdorf ausmacht. Selbst ehemalige Trainer und Spieler fühlen sich diesem Team weiterhin verbunden. Die Freundschaften und Beziehungen enden nicht mit einem Vereinswechsel oder einer anderen Aufgabe. Genau darin liegt die besondere Stärke dieser Mannschaft: Der Zusammenhalt hört nicht am Sportplatz auf, sondern wird weit darüber hinaus gelebt.
Besonders emotional wurde die Fahrt auch durch die Verabschiedung einiger verdienter Spieler. Mit Julian Bente (VfL Schwerte), Nico Langels (TuRa Remscheid), Sebastian Schmieta (FK Jugoslavija), Leon Spieker (Türkgücü Velbert) und Habib Camara (SF Niederwenigen) verlassen mehrere Persönlichkeiten den Verein, um neue sportliche Erfahrungen zu sammeln. Doch eines wurde in vielen Gesprächen deutlich: Der TSV Ronsdorf bleibt für sie etwas Besonderes.
Die Worte von Julian Bente bringen es dabei wohl am besten auf den Punkt:
"Das ist die beste Teamkabine, die ich erlebt habe. Wir werden das alle vermissen. Und ich bin mir sicher, dass sich viele Wege irgendwann wieder beim TSV Ronsdorf kreuzen werden."
Genau das beschreibt diesen Verein. Hier wird Kameradschaft nicht nur erwähnt, sondern gelebt. Hier entstehen Freundschaften, die weit über den Fußball hinausgehen. Hier zählt jeder Einzelne, egal ob jung oder alt, Stammspieler oder Ergänzungsspieler.
Die Abschlussfahrt 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass der TSV Ronsdorf weit mehr ist als ein Fußballverein. Er ist ein Ort, an dem Zusammenhalt, Loyalität und Freundschaft großgeschrieben werden. Ein Verein, in dem ein 21-Jähriger und ein 55-Jähriger Seite an Seite feiern, lachen und Erinnerungen schaffen. Ein Verein, bei dem selbst verletzte Spieler alles daran setzen, dabei zu sein und ehemalige Trainer spontan nach Mallorca reisen, weil sie ihre Jungs nicht alleine lassen wollen.
Wer diese Mannschaft erlebt hat, versteht schnell: Der TSV Ronsdorf ist kein gewöhnlicher Verein. Hier wird Kameradschaft nicht gepredigt, sondern gelebt. Der TSV Ronsdorf ist Familie – auf und neben dem Platz. ⚫⚪❤️